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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Millionen für Autotests in Apen

22.01.2020

Apen 4,6 Millionen für eigene Crash-Tests und zusätzliche Büroräume:  Die Firma AMF-Bruns Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft (FE) setzt weiter auf den Standort Apen. Das vor gut zwei Jahren gegründete Unternehmen trägt zwar den Namen AMF-Bruns, ist aber eigenständig. Der Zusatz FE steht dabei für Forschung und Entwicklung.

Spezialisiert hat sich die Firma auf die Verkehrssicherheit bei rollstuhlgerechten Fahrzeugen. Wer gehört denn zum aktuellen Kundenkreis und welche Neukunden sollen durch diese Investition angesprochen werden?

Umgerüstet werden in Apen behindertengerechte Fahrzeuge. Zu den Produkten gehören Rollstuhlrückhaltesysteme, Kopf- & Rückenstütze, Aluminium-Systemboden und Einzelsitze. Die Umrüstung passiert seit Jahren beim Stammbetrieb AMF-Bruns. Die noch junge FE kümmert sich um die Verkehrssicherheit, Technik und Komfort. „Wir profitieren natürlich von der Nähe zu AMF-Bruns“, berichtet Jan Woltermann, Geschäftsführer von AMF-Bruns FE. Mit der Expansion will man aber auch noch weitere Kunden international gewinnen.

Crash-Tests

Ein wichtiger Baustein dabei ist die Beschleunigungsanlage. Die neue Anlage sei im Nordwesten einzigartig mit einer wirkenden Kraft von einem Mega-Newton (MN). Zum Vergleich: Eine NASA-Rakete benötigt beim Start um die 28 MN. Funktionieren soll die Maschine wie folgt: Ein luftbetriebener Zylinder wirkt mit einem kurzen, aber hohen Druck auf den Testschlitten. Zu den Testobjekten gehören insbesondere Karossen, Personalrückhaltesysteme (beispielsweise Gurte) und Fahrzeugsitze. Geprüft werden können Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 1,3 Tonnen. „Die Anlage ist auch für externe Tests des TÜVs oder von Automobilherstellern gedacht.“

Das Projekt gibt es bereits seit der Firmengründung (Ende 2017). Allerdings habe sich der Hallenbau unerwartet in die Länge gezogen. „Die Konstruktion und die Statik mussten sehr genau berechnet werden, damit die Halle den Crash-Tests standhält“, sagt der Geschäftsführer. „Wir setzen auf eine Beton- und nicht auf eine Stahlkonstruktion.“ Auf einer Gesamtfläche von 1530 Quadratmetern soll es eine Produktionsfläche im Erdgeschoss (1380 Quadratmeter) sowie eine Bürofläche (150 Quadratmeter) im Obergeschoss geben.

Das Herzstück des Hallenbaus ist die Beschleunigungsanlage mit einer Länge von 35 Metern. Bisher musste AMF-Bruns seine Prüfungen in Aschaffenburg (Bayern) durchführen. Das soll sich nun ändern.

EU-Fördergelder

Die Kosten von 4,6 Millionen Euro werden mit 750 000 Euro von der EU gefördert. Das Geld kommt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Eine der Förderbedingungen ist unter anderem die Schaffung neuer Arbeitsplätze: Acht feste Jobs und zwei Ausbildungsstellen sollen im Laufe der nächsten Jahre entstehen. Jan Woltermann rechnet damit, dass der Neubau bis zum 30. Juni fertig sein wird.

Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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