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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Apens Einzelhandelskonzept im Visier

23.10.2019

Apen /Augustfehn In den letzten zehn Jahren hat sich die Gemeinde Apen weiterentwickelt. Die Einwohnerzahl ist gestiegen, weitere Zuwächse werden erwartet. Und auch die Einzelhandelsstrukturen sind im steten Wandel der Zeit.

Grund genug, über die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts zu beraten – denn die jüngste Auflage stammt aus dem Jahr 2009. Und so landete das Thema in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses. Mit dabei war Katharina Staiger, Projektleiterin bei der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) und federführend mit dem Entwurf des neuen Konzepts betraut. Dieses rückte während der Sitzung dann auch in den Mittelpunkt.

Dabei wurde deutlich: Edeka, Aldi, Lidl, Rossmann und weitere 22 Geschäfte gehören zum Versorgungszentrum Augustfehn. Auf insgesamt 7415 Quadratmetern Verkaufsfläche, entlang der Stahlwerksstraße und der Hauptstraße, bietet das Versorgungszentrum seinen 7245 Einwohnern und auch den Bürgern umliegender Gemeinden wohl ausreichend Einkaufsmöglichkeiten an.

Dock-Gelände

In puncto Einzelhandel ist aber auch das Dock-Gelände in Augustfehn weiterhin eine potenzielle Gewerbefläche. „Was passiert denn jetzt auf dem Dock-Gelände. Wann kann man damit planen?“, wollte da Hartmut Orth von der UWG-Fraktion wissen. „Die Einwohnerzahlen geben aktuell keinen weiteren Verbrauchermarkt her“, konnte Katharina Staiger erläutern.

Bürgermeister Matthias Huber stellte klar, dass auf dem Dock-Gelände zu einem Drittel in Wohnbau, einem Drittel in die ÖPNV-Anlage und einem Drittel in die Gewerbenutzung investiert werden soll. „Durch steigende Einwohnerzahlen wird der Lebensmittelbedarf in Zukunft da sein“, so der Bürgermeister. Im Mai 2020 steht ein Ankauf des Geländes für die ÖPNV-Anlage an. Die Gespräche mit der Deutschen Bahn laufen bereits. Für Matthias Huber ist das Dock-Gelände eine gute Fläche, um eventuell Wohnungen für Pendler und Studenten zu bauen.

Zentrum Augustfehn

Des Weiteren würde durch eine Gewerbefläche das Versorgungszentrum Augustfehn weiter wachsen. Allerdings ist die Fläche auch attraktiv für eine Umstrukturierung des Aper Versorgungszentrums, welches durch seine Zweiteilung nicht mit dem Standort Augustfehn mithalten kann.

Doch wie sieht es insgesamt in Apen aus? „Die Gemeinde Apen verfügt über eine stabile Einzelhandelssituation“, stellte Katharina Staiger.

Einwohnerzahlen

Die Einwohnerzahlen haben sich in den vergangenen Jahren positiv weiterentwickelt. Im September 2019 hatte die Gemeinde insgesamt 11 689 Einwohner – 52 mehr als im Vorjahr, 500 mehr im Vergleich zu 2013.

standort

Die Zahl der Betriebe ist in der Gemeinde Apen von 83 (im Jahr 2008) auf 74 (2018) zurückgegangen. Die Verkaufsfläche ist allerdings im selben Zeitraum von 37 690 auf 40 320 Quadratmeter gewachsen. „Der Rückgang an Betrieben ist vollkommen verständlich. Das sind stabile Zahlen“, berichtete Katharina Staiger.

Online-Konkurenz

Der stationäre Einzelhandel steht allerdings weiter in Konkurrenz mit dem Internethandel. „Aber der stationäre Handel in Apen ist gut“, weiß die Projektleiterin.

Zentrum apen

Was der Blick auf das Zentrum Apens offenbart: „Der Markant ist schon ein wenig in die Jahre gekommen“, berichtet Katharina Staiger. Mit einer Verkaufsfläche von rund 950 Quadratmetern liege kein zeitgemäßes Marktkonzept vor, das sei dem Bewertungsbogen der GMA zu entnehmen. Eine Modernisierung sei notwendig.

Der Supermarkt versorgt derzeit überwiegend Apen (4400 Einwohner). Eine größere Verkaufsfläche sei im Ortszentrum Apen jedoch schwer zu finden.

Gesetz

Die gesetzlichen Bestimmungen für den Einzelhandel sind neben dem Baugesetzbuch und der Baunutzungsverordnung in der niedersächsische Landesraumordnung festgelegt. Darin werden Ober- und Mittelzentren festgelegt. Für das Ammerland sind dies Bad Zwischenahn, Rastede und Westerstede. Die Gemeinde Apen ist ein Grundzentrum. Fußläufige Nahbereiche, zentrale Versorgungszentren sowie aperiodischer und periodischer Bedarf gehören zu den Grundpfeilern der Raumordnung.

Bestimmungen

Des Weiteren ist die Frage entscheidend, wo großflächiger Einzelhandel (ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche) gebaut werden darf und wo nicht.

Schlussendlich wurde der Fortschreibung des Einzelhandelskonzept einstimmig zugestimmt.

Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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