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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Schöner wohnen am Aper Hafenbecken

15.05.2019

Apen Noch tut sich nichts auf dem ehemaligen Raiffeisengelände an der Aper Hauptstraße: Dort, wo jetzt noch alte Schuppen stehen, sollen zwei Gebäudekomplexe entstehen. Zwölf zweigeschossige Reihenhäuser mit 24 Wohnungen will Investor Peter Stock hier errichten.

Bereits vor gut zehn Jahren – im Herbst 2009 – waren die Mitarbeiter des Raiffeisenmarktes nach Hengstforde umgezogen. Peter Stock, Zimmerer aus Aperberg, hatte damals das rund 5000 Quadratmeter große Gelände gekauft. Anfangs war hier noch ein Pflanzenhandel untergebracht, seit längerem nutzt der Eigentümer selbst das Gelände (als Lager). Doch seit langem war Stock klar, dass die alten Schuppen weichen und hier Neues entstehen soll.

Wohnhäuser geplant

Ein Wohn- und Geschäftshaus und weitere Wohnhäuser wollte der Aperberger hier anfangs bauen, nun sollen es nur Wohnhäuser sein. Die zwölf Reihenhäuser sollen im Erdgeschoss jeweils kleine Wohnungen für Singles erhalten, im Obergeschoss und im Spitzboden unterschiedlich große Wohnungen. Optisch sollen die Gebäude „nach norddeutschen bzw. niederländischen Vorbildern“ mit verschiedenen Giebelformen und in verschiedenen Farben entstehen.

Mit den baurechtlichen Grundlagen für das Vorhaben beschäftigte sich jetzt einmal mehr der Bau- und Planungsausschuss des Aper Gemeinderates. Denn es ist nicht einfach, das Gelände zu beplanen: Lärmimmissionen gibt es nämlich von drei Seiten: durch die am Gelände vorbeiführende Hauptstraße, durch die nahe gelegene Bahnlinie und durch die Ammerlandstraße mit dem sich anschließenden Gewerbegebiet.

Lärm von mehreren Seiten

Erste Berechnungen zum Straßen- und Schienenlärm hätten für dieses Gelände, das in ein allgemeines Wohngebiet umgewandelt wurde, hohe Schallwerte ergeben. So heißt es in der Vorlage der Gemeinde für die Beratung im Ausschuss. Gerade der nächtliche Bahn-Güterverkehr sorge dafür, dass Lärmschutzmaßnahmen nötig seien. Wegen der Schallimmissionen hatten das Planungsbüro NWP, Investor Peter Stock und der Schallgutachter vorgeschlagen, dass ein auf dieses konkrete Bauvorhaben bezogener Bebauungsplan für das ehemalige Raiffeisengelände die beste Lösung sei.

Rita Abel vom Planungsbüro NWP Oldenburg wies in der Sitzung darauf hin, dass die beiden Häuser so auf dem Gelände gebaut werden müssten, dass sie gegenseitig schalldämmende Wirkungen hätten. Die Parkplätze würden an der Hauptstraße vor und seitlich der beiden Gebäude angelegt, aktiver Lärmschutz zur Ammerlandallee sei nötig. Einstimmig sprach sich der Ausschuss, der das Vorhaben an dieser Stelle begrüßte, für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan aus.

Noch an einiges denken

Während der Einwohnerfragestunde in der Ausschusssitzung hatte Helmut Janßen, Vorsitzender des Sporfischervereins Apen, auf einige Aspekte hingewiesen, die im Zusammenhang mit den geplanten Häusern auf dem ehemaligen Raiffeisengelände zu klären seien. Grundsätzlich seien die Sportfischer nicht gegen eine Bebauung auf dem Gelände, betonte Janßen. Gleichwohl gäbe es einige Gesichtspunkte, die dem Verein sehr am Herzen läge. Denn das unmittelbar an Stocks Gelände grenzende Hafenbecken, das der Verein gekauft habe und pflege, sei für die Sportfischer ein wichtiges Angelrevier. Und Angelreviere habe der rund 760 Mitglieder zählende Verein immer weniger, weil er durch Ausdeichungsmaßnahmen, Unter-Schutz-Stellungen oder durch zeitlich eingeschränktes Angeln wegen Brutphasen von Vögeln manches Revier nicht (mehr) nutzen könne.

Böschung befestigen

Investor Stock müsse für sein Bauprojekt Bäume und Sträucher am ehemaligen Raiffeisengelände entfernen, so Janßen. Die Sportfischer, die als Naturschützer diesen Bereich unberührt gelassen hätten, befürchten, dass es zu Abbrüchen des Gewässerrandes kommen könne. Bäume und Sträucher hielten die Böschung; eine neue Befestigung, möglicherweise eine Spundwand, müsse geschaffen werden.

Sinnvoll sei auch ein Sichtschutz zum Gewässer, so Janßen weiter. Die künftigen Bewohner würden sich, wie man durch Erfahrungen am Moorgraben wisse, durch die Angler und die Angler durch die künftigen Bewohner beobachtet fühlen. Untersagt werden müsse den künftigen Bewohnern auf dem ehemaligen Raiffeisengelände auch, dass sie – auch wenn sie am Wasser wohnten – Stege ins Hafenbecken bauen oder mit Booten auf dem Gewässer fahren dürften. Das sei nicht gestattet, so Janßen.

Außerdem wolle man von Seiten der Sportfischer nicht, dass weiteres Oberflächenwasser ins Aper Hafenbecken geleitet werde. Der Investor, der auf dem ehemaligen Raiffeisengelände baue und das Gelände versiegele, müsse dafür sorgen, dass das Oberflächenwasser auf seinem Areal versickern könne. Auf diese Gesichtspunkte habe man, so Janßen, bereits zu anderen Anlässen gegenüber dem Bürgermeister und Ratsmitgliedern hingewiesen.

Gespräch mit Investor

Wie Bürgermeister Matthias Huber in der Ausschusssitzung sagte, sei Investor Peter Stock wegen des laufenden baurechtlichen Verfahrens für das ehemalige Raiffeisengelände in Apen häufiger im Rathaus. Zu einem dieser Termine wolle man auch den Sportfischerverein Apen einladen, damit dessen Vertreter dem Investor ihren Standpunkt vortragen könnten.

Wie Investor Peter Stock zur NWZ sagte, möchte er die Häuser so schnell wie möglich bauen. Realistisch sei es wegen des Bauleitverfahrens jedoch, dass 2020 der erste Spatenstich erfolgen könne.

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Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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