• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Die Gemeinde wächst weiter

17.10.2019

Apen Mehr Einwohner, neue Geschäfte und ein großes Baugebiet: In der Gemeinde Apen wurde ein neues Einzelhandelskonzept vorgelegt. „Das letzte Konzept stammt aus dem Jahr 2009. Die gesetzliche und wirtschaftliche Lage in der Gemeinde hat sich seitdem enorm verändert“, berichtet Helma Schubert, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters.

BEvölkerung steigt

Laut einer Prognose, die vom Landesamt für Statistik Niedersachsen entwickelt wurde, steigt die Einwohnerzahl in Apen in den Jahren 2017 bis 2027 um 6,2 Prozent an. Dies bedeutet, dass die Einwohner von 11 518 (2017) auf 12 236 ansteigen.

Die Begründung für den Bevölkerungszuwachs sind die 14 Baugebiete in Apen, die insgesamt 440 Grundstücke umfassen. Zwischen 2017 und 2018 erhöhte sich die Einwohnerzahl um 120 Personen.

Für den Landkreis Ammerland ist die Bevölkerungsprognose auch positiv: Die Einwohner sollen sich demnach von 123 377 (2017) auf 133 089 bis Ende 2027 erhöhen. Dies entspricht einem Anstieg von 7,9 Prozent.

Auch andere Prognosen gehen von einem ähnlichen Trend aus. So geht das Wohnraumversorgungskonzept des Landkreises von einer Einwohnerzahl von 12 050 Menschen in 2025 aus. Für 2035 werden für Apen 12 390 Einwohner prognostiziert. Dies entspricht einer Steigerung um sechs Prozent gegenüber 2017.

Konzepte liegen vor

Die wachsenden Bevölkerungszahlen gehen auch einher mit der steigenden unternehmerischen Aktivität in Apen.

In dem Einzelhandelskonzept der GMA (Gemeinschaft für Markt- und Absatzforschung), welche von der Gemeinde Apen beauftragt wurde, sind zwei Konzeptentwürfe enthalten: das Standortkonzept und das Sortimentskonzept. „Die Stärkung der Versorgungsbereiche gehört ebenso wie ein Ausbau des Einzelhandelsangebots zu den Zielen“, folgt man dem Entwurf.

Das Standortkonzept ist die räumliche Grundlage für den Einzelhandel. Bei dem Sortimentskonzept geht es um die Auswahl an Produkten, die in der Gemeinde Apen benötigt werden.

Zwei Zentren

Mit den zwei zentralen Versorgungspunkten (Apen und Augustfehn) verfügt die Gemeinde über ein zweiteiliges Verkaufszentrum. Wie bereits im Einzelhandelskonzept von 2009 steht das Versorgungszentrum Apen weiter im Fokus des Konzepts.

Derzeit ist das Versorgungszentrum in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufgeteilt. Allerdings soll in Zukunft lediglich der südliche Teil mit dem historischen Kern, rundum des Markant-Marktes, weiter ausgebaut werden.

Mit zwei Bäckereien, einem Bekleidungsgeschäft und einer Apotheke ist eine kaufmännische Attraktivität geboten. Verschiedene Dienstleistungsangebote (Banken, Ärzte und Frisöre), Gastronomie- und Freizeitangebote (Museum) und öffentlichen Einrichtungen (Stadtverwaltung) ergänzen das Angebot.

Der nördliche Teil des Aper Versorgungszentrums (rund um den Netto-Marken-Discount) wird von der GMA nicht mehr als Versorgungszentrum eingestuft.

Das Zentrum in Augustfehn soll weiterhin so bestehen bleiben. Mit 26 Betrieben sind 35 Prozent aller Aper Geschäfte dort ansässig. Und vor allem die großen Supermarktketten haben regen Kundenzulauf.

Beschäftigungen

Laut GMA-Konzept gab es in Apen 2017 rund 2700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Das sind 230 Beschäftigte pro 1000 Einwohner – was ein leicht niedrigeres Niveau als im Landkreis-Schnitt bedeutet. Mit 1520 Ein- und 3270 Auspendlern wird Apen als Wohnstandort klassifiziert. Die meisten Pendler arbeiten in anderen Ammerland-Gemeinden. Doch durch den Bahnanschluss wird vor allem Augustfehn zunehmend auch für Oldenburger interessant, die auf der Suche nach bezahlbaren Häusern oder Grundstücken sind.

Wohnen

Apen hat zwar mit Abstand die niedrigsten Mieten im Ammerland. Aber sie sind zuletzt deutlich gestiegen. Lag die durchschnittliche Miete 2014 noch bei gerade mal 4,90 Euro pro Quadratmeter, so waren es 2017 bereits 5,80 Euro – eine Steigerung um 19 Prozent. Dies war die höchste prozentuale Steigerung im Ammerland. Allerdings ist in den anderen Gemeinden die Durchschnittsmiete nach wie vor zum Teil erheblich höher.

Noch stärker als die Mieten stiegen zwischen 2014 und 2017 die Kaufpreise. Gab es ein durchschnittliches Haus 2014 noch für 154 000 Euro, so mussten 2017 bereits 43 000 Euro mehr bezahlt werden. Mit 197 000 Euro lag Apen als einzige Gemeinde im Ammerland unter der Schwelle von 200 000 Euro. Laut Wohnraumversorgungskonzept lag der Durchschnitt für das Ammerland fast 50 000 Euro höher. Nach dem rasanten Anstieg der Immobilienpreise dürfte die Schwelle aber auch wieder deutlich überschritten sein. Aktuelle Zahlen werden voraussichtlich Anfang 2020 verfügbar sein, wenn der Gutachterausschuss (ehemals Katasteramt) seinen Bericht vorlegt.

Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.