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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Route für Lieblingsorte geplant

10.04.2019

Apen Für welche Projekte kann die Gemeinde Apen hohe Zuschüsse aus dem Dorfentwicklungsprogramm Dorfregion Apen erhalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich kürzlich der Aper Gemeinderat. Weil die gesamte Gemeinde als Dorfregion in das niedersächsische Förderprogramm aufgenommen wurde, kann sie 2024 für öffentlichen Vorhaben Gelder erhalten.

Sechs Projekte geplant

Gleich sechs Projekte hatte die Gemeinde für 2019 angemeldet:
das Vorhaben Lieblingsorte für rund 190 000 Euro: 15 ausgesuchte Lieblingsplätze der Aper, die jeweils eine Weltkugel und eine individuelle Skulptur erhalten, sollen zu einer neuen (Fahrrad-)Route für Einheimische und Touristen werden.die Umgestaltung des Aper Marktplatzes bei der Touristik mit neuer Pflasterung vor dem Touristik-Büro, einer Infowand mit Glasdach, einer Hörstation und einer Skulptur für rund 136 000 Euro,
der Bau eines Fahrbahnteilers am Ortseingang Apen in Höhe der Firma AMF Bruns für rund 244 000 Euro, der Neubau der Lindbrücke in Augustfehn II für rund 357 000 Euro,
die Neugestaltung der Nebenanlagen (Fuß- und Radweg und Straßenbeete) an der Hauptstraße in Augustfehn zwischen Lidl und Stettiner Straße für rund 313 000 Euro und
 und die Herrichtung neuer Willkommensschilder für die Gemeinde für 27 500 Euro.

„Wir hatten gleich diese sechs Projekte angemeldet, weil wir davon ausgingen, dass wir 90 Prozent Zuschüsse für jedes Vorhaben erhalten sollten. Gemeinden können sich immer nur um Zuschüsse bewerben, einen Anspruch hat man nicht. Ob man Gelder bekommt, hängt auch davon ab, ob man bei der Vielzahl der von allen Gemeinden angekündigten Projekte weit oben in einer Rangliste steht“, führte der zuständige Fachbereichsleiter bei der Gemeinde, Henning Jürgens, während der jüngsten Ratssitzung aus.

Wo befinden sich die Lieblingsorte?

Das sind die 15 Plätze (von 62 Vorschlägen), die die Route Lieblingsorte bilden sollen: Der Marktplatz in Apen, ein Platz an der Süderbäke in Apen bei der Heeren-Wehren-Brücke, die Schutzhütte in Apermarsch, das Landschaftsfenster beim Alten Schöpfwerk in Tange, die Bokeler Brücke in Vreschen-Bokel mit Ausblick auf das Ausdeichungsgebiet, die Kapelle in Vreschen-Bokel, der Dorfplatz in Godensholt, der Dorfplatz in Klauhörn, die Eisenhütte in Augustfehn, die Mühle und das Freibad in Hengstforde sowie vier Plätze am Aper Tief (zwei Aussichtsplattformen und zwei Plätze an den Ausdeichungsgebieten).

Doch 90 Prozent gibt es nicht. Nach neuesten Informationen soll es für die Projekte, über dessen Fördergelder das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Oldenburg entscheidet, nur noch 73 Prozent geben.

Gelder für ein Projekt

Und nicht nur das: Im Februar hatte die Gemeinde vom ArL die Mitteilung erhalten, dass Apen nur Zuschüsse für das Projekt Umgestaltung des Marktplatzes bei der Touristik erhalte. Bei einem Gespräch mit Vertretern des ArL und des Planungsbüros NWP, das die Gemeinde bei den Dorfregion-Projekten unterstützt, wurde von Seiten der Gemeindevertreter betont, dass das Projekt Lieblingsorte wichtiger sei als die Marktplatzumgestaltung.

Lieblingsorte favorisiert

Gerade das Projekt Lieblingsorte sei mit großer Beteiligung der Bevölkerung aus allen Bauerschaften erarbeitet worden. Wenn dieses Projekt Chancen auf eine Förderung habe, würde man das Marktplatz-Projekt zurückziehen. Wenn die Gemeinde das Projekt Lieblingsorte reduziere, würde man als Eigenanteil die Summe (36 000 Euro) ausgeben, die man als Eigenanteil auch für das Marktplatzprojekt benötigt hätte.

Angekündigt wurde vom ArL-Vertretern auch, dass der Antrag Fahrbahnteiler keine Aussicht auf Erfolg habe, weil es ein reines Bauwerk sei. Um bessere Chancen zu haben, sollte man den Antrag für einen Zuschuss der neuen Lind-Brücke, die Nachbarschaften über den Augustfehn-Kanal verbinde, zum 15. September 2019 (für 2020) neu stellen. Das gelte auch für den Antrag Willkommensschilder, der möglichst von einem Verein stammen solle. Auch der Antrag für die Nebenanlagen an der Hauptstraße in Augustfehn solle überarbeitet werden und z.B. der Bereich an der Eisdiele aufgewertet werden.

Nach kurzer Diskussion sprach sich der Gemeinderat dafür aus, dass der Antrag Marktplatzumgestaltung zurückgezogen und das Projekt Lieblingsorte umgesetzt werden soll. Die Anträge Willkommensschilder, Nebenanlagen Augustfehn und Lind-Brücke sollen neu gestellt werden. Als Wirtschaftsförderung für ein wichtiges Aper Unternehmen betrachtet man den Fahrbahnteiler bei AMF Bruns. Sollte man für die Lind-Brücke, mit deren Arbeiten man trotz des neuen Förderantrags dieses Jahr beginnen könne, Zuschüsse (260 000 Euro) erhalten, würden diese durch die Kosten ausgeglichen, die man aus eigener Tasche für den Fahrbahnteiler zahle.

Grüne stimmen dagegen

Die beiden Grünen trugen diesen Beschluss nicht mit. Renate Brand sagte, dass in Zeiten knapper Gelder und hoher Investitionen viele Bürger nicht verstünden, warum Gelder für Lieblingsprojekte ausgegeben würden und warum das Unternehmen Bruns nicht die Kosten für den Fahrbahnteiler übernehme. Dass man durch das Projekt Lieblingsorte auch etwas für die Bevölkerung und den Tourismus machen müsse, betonten Björn Meyer (SPD) und Bernd-Thomas Scheiwe (UWG). Hartmut Orth (WG) meinte, dass man als Gemeinde dem größten Arbeitgeber, der Arbeitsplätze bereitstelle und am Standort Apen investiere, ein gute Partner sein müsse und dafür die Fahrbahnteilerkosten übernehmen solle.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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