• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
46 Millionen Euro für „Seute Deern“
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 3 Minuten.

Bremerhavener Wahrzeichen
46 Millionen Euro für „Seute Deern“

NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Keine Angst vor großen Fluten

07.11.2019

Apen Apen ist die wasserreichste Gemeinde des Ammerlands. Eine neue Studie aus den USA, dass Apen in 30 Jahren komplett unter Wasser stehen wird – das empfindet man hier als vollkommenen Quatsch.

Unvollständige Studie

Laut den Berechnungen der beiden amerikanischen Forscher der Princeton-Universität, Scott A. Kulp und Benjamin H. Strauss, ist der Meeresspiegel bereits im Jahr 2050 hoch genug, um das Zuhause von mehr als 40 Millionen Menschen zu gefährden.

Grund für diesen Forschungsansatz ist aber ein Fehler in der Berechnung des Höhenmodells. „Trotz all der Forschung zu Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels zeigt sich nun, dass wir für den Großteil der globalen Küsten nicht einmal genau wussten, wie hoch der Boden unter unseren Füßen liegt“, sagt Benjamin H. Strauss.

Unberücksichtigt bleibt in der neuen Studie jedoch die Tatsache, dass in der Gemeinde Apen vor allem in den vergangenen Jahrzehnten höhere Deiche, Rückhaltebecken, Polder und Co. errichtet wurden.

„Ich halte die Forschungen für nicht realistisch“, berichtet Meino Kroon, Geschäftsführer des Leda-Jümme-Verbands. „In der Gemeinde Apen ist das Binnenhochwasser deutlich gefährlicher als eine Sturmflut“, sagt er. Die Gefahr einer Sturmflut sei für Apen nicht allzu hoch, da die beiden Sperrwerke (Ems- und Leda-Sperrwerk) jederzeit zugemacht werden können.

Die letzte Sturmflut gab es 1998. Seitdem hat sich einiges getan in puncto Hochwasserschutz. Erst kürzlich fand die Deichbauabnahme des ersten Bauabschnitts am Schöpfwerk Tange statt.

Regelmäßig fließt das Tidewasser durch Apen. „Noch in den 50er Jahren war es so, dass das Wasser regelmäßig durch unser Dorf gezogen ist“, berichtet Bürgermeister Matthias Huber. „Allerdings wird insbesondere seit den 60er Jahren enorm in den Deichbau investiert“, ergänzt er. Die Gefahr des Binnenhochwassers und eines Starkregens ist in der Gemeinde ein wichtiges Thema. Regenrückhaltebecken in der Nähe von Häusern sorgen dafür, dass es bei Starkregen zu keinen Überflutungen kommt.

Die Gemeinde zeichnet sich unter anderem durch eine Vielzahl von Gewässern aus. In Apen gibt es stehende und fließende Gewässer, genügend Flüsse, Kanäle und Teiche.

Tal des Ammerlandes

„Es ist das Tal des Ammerlandes“, sagt Peter Rosendahl, Bauamtsleiter der Gemeinde. „Der Hochwasserschutz ist ein enorm wichtiges Thema für uns“, berichtet er. Die Sicherheitshöhen für die Deiche werden in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) festgelegt. „Küstenschutz ist eine Daueraufgabe, die auch zukünftig gerade vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Klimawandels fortlaufende und nachhaltige Investitionen notwendig machen wird“, sagt Prof. Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney.

Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.