• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wann werden hier die Straßen saniert?

30.10.2018

Apen Versackungen, Verwerfungen, abgebrochene Kanten, Risse und Löcher: Auto- und Radfahrer, die in der Gemeinde Apen unterwegs sind, wissen ein Lied davon zu singen. So manche Gemeindestraße ist in einem schlechten Zustand.

Lesen Sie auch:

Ein Kataster muss her

Ein besonders krasses Beispiel ist die Straße Am Uhlenmeer in Bokelermoor und dort insbesondere das Teilstück zwischen Lindenweg und Ginsterweg. Die Straße mit moorigem Untergrund litt besonders unter dem starken Regen im vergangenen Jahr und diesen Sommer unter extremer Trockenheit und Hitze. Das hatte zur Folge, dass Versackungen und Risse noch stärker wurden als in der Vergangenheit und man als Radfahrer befürchten musste, mit den Reifen in einen mehrere Zentimeter breiten Riss zu geraten und zu stürzen. Anwohner hatten sich im Sommer an die Gemeinde gewandt und darauf verwiesen, dass die Straße ihrer Ansicht nach nicht mehr verkehrssicher sei. Mitte September fand dann eine Anliegerversammlung statt, bei der den Bürgern ebenso wie jetzt den Mitgliedern des Aper Straßen- und Brückenausschusses eine Lösung aufgezeigt wurde.

Mit Hilfe des Wurmverfahrens, so erläuterte Apens stellvertretender Bauamtsleiter Uwe Taute während der Ausschusssitzung in der Aper Schule, solle der Zustand der Straße verbessert werden. Dieses Recyclingverfahren beinhalte, dass der vorhandene Straßenbelag in einer Stärke von acht bis 25 Zentimeter durchgefräst werde. Diese Masse, die bei Bedarf mit Mineralgemisch ergänzt wird, werde dann zum neuen Unterbau der Straße. Auf diesen Unterbau werde dann mit lösemittelfreiem Bindemittel feines Gestein als Deckschicht aufgebracht und versiegelt. Die Kosten für dieses Verfahren, mit dem andere Kommunen gute Erfahrungen machten und das in Apen erstmalig angewandt werden soll, werden für das 800 Meter lange Teilstück mit 54 000 Euro veranschlagt. Der Ausschuss stimmte dieser Sanierung im Wurmverfahren zu, die Entscheidung darüber fällt der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 4. Dezember.

Drei Straßen sanieren

In der Sitzung des Straßen- und Brückenausschuss ging es jedoch nicht nur um die Situation der Straße Am Uhlenmeer. Hans-Joachim Tietjen, Vorsitzender des Gewerbekreises Apen, hatte in einem Schreiben Ende September an die Gemeindeverwaltung die Sanierung der Kleinen Mühlenstraße, der Grünen Straße (insbesondere auch der Bürgersteige) und der Straße Am Mühlenbach zwischen Großer Mühlenstraße und Schlehenstraße gefordert. Eine Sanierung der Grünen Straße fordert auch der Ortsbürgerverein Apen.

Wie der stellvertretende Bauamtsleiter Uwe Taute in der Sitzung erläuterte, habe sich der Straßen- und Brückenausschuss bei einer Besichtigung im November 2017 die Kleine Mühlenstraße angesehen. Im Gemeindegebiet gäbe es Straßen in schlechteren Zuständen, so dass von Seiten der Verwaltung vorgeschlagen werde, die Straßen im Zuge der laufenden Straßenunterhaltung in verkehrssicheren Zuständen zu halten. Dem stimmte der Ausschuss auch zu. Es sei schwierig, zu beurteilen, welche Straßen am dringendsten zu sanieren seien, so SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Meyer, dazu bedürfe es objektiver Kriterien, die zu gegebener Zeit entwickelt werden müssten.

Es ginge nicht darum, die Straßen sofort zu sanieren, aber grundsätzlich müsse man sich mit dieser Thematik beschäftigen, so UWG-Ratsherr Christian Martens. Gerade die Sanierung der Grünen Straße würde den Aper Dorfkern erheblich aufwerten. Martens beantragte, zu prüfen, ob man die Sanierung der Grünen Straße ins Dorferneuerungsprogramm aufnehmen könne, dort könne man 90 Prozent an Fördermitteln bekommen. Außerdem sprach sich der Aper in einem Antrag einen Tag nach der Sitzung dafür aus, die Kleine Mühlenstraße zu sanieren, wenn – wie erwägt – nahe der Norderbäke das geplante Baugebiet entstanden sei. Mit Geldern für die laufende Straßenunterhaltung sollten Löcher an der Straße Am Mühlenbach gefüllt werden. Außerdem solle man sich, so Martens, um die Entwässerungsprobleme kümmern.

Geld für Brücke?

Wie Helma Schubert, Allgemeinde Vertreterin des Bürgermeisters, nun in einem Pressegespräch ausführte, stünden in diesem Jahr 150 000 Euro im Haushalt für Straßensanierungen an. Anfangs war man davon ausgegangen, dass man diese Gelder für höhere Kosten beim Endausbau von Straßen im Wohngebiet An der Moorkämpen in Augustfehn benötige. Aufgrund der guten Finanzlage sei das jedoch nicht nötig. Aus der Politik habe man das Signal erhalten, dass diese 150 000 Euro, die für Straßenbaumaßnahmen gering seien, gespart werden sollen, um mit den für 2019 geplanten 150 000 Euro mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Bürgermeister Matthias Huber verwies in dem Gespräch darauf, dass Straßen und Brücken zusammen zu betrachten seien. Durch den (anfangs nicht geplanten) Neubau der Lind-Brücke in Augustfehn II fielen Kosten von 360 000 Euro an. Man beantrage, dass dieses Brückenprojekt in die Dorferneuerung aufgenommen werde. Ob das jedoch der Fall sei, wisse man noch nicht, so dass man damit rechnen müsse, die komplette Summe aus der Gemeindekasse zu zahlen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.