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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Hilfsbrücke für den Zugverkehr

03.04.2019

Apen Diverse Fahrzeuge von Handwerksbetrieben und Firmen stehen an der Hauptstraße am Ortsausgang Apen, reges Treiben herrscht neben dem Autohaus AZA an der Großen Norderbäke: Ein Baggerführer verlädt Sand auf einen Lkw, ein anderer sitzt auf einem Radlader und transportiert ein riesiges Bewehrungselement von einer Bäkenseite über die Hauptstraße zur anderen Gewässerseite, zwei große Kräne ragen in den Himmel, der Fahrer eines Betonmischers fährt vor, neben der alten Eisenbahnbrücke erfolgen Rammarbeiten.

Tag und Nacht

Großbaustelle Norderbäke: Hier wird seit dem vergangenen Wochenende noch bis Freitag Tag und Nacht gearbeitet, um möglichst viele Arbeiten eines großen Millionenprojektes zu erledigen. Die Deutsche Bahn will die Eisenbahnbrücke über die Große Norderbäke erneuern. Im Februar war die Baustelle eingerichtet worden.

Stählerne Überbauten

Was ist geplant? Uralt ist das Bauwerk über der Großen Norderbäke an der wichtigen Bahnstrecke zwischen Leer und Oldenburg: 1903, zu Zeiten von Kaiser Wilhelm II, wurde es errichtet, Ende des Zweiten Weltkriegs die ursprünglich aus zwei stählerne Überbauten bestehende Brücke zerstört. Damit Züge wieder über die eingleisige Strecke fahren konnten, entstand 1946 ein neuer Stahlüberbau über die Große Norderbäke. An ihm nagt kräftig der Zahn der Zeit, er muss erneuert werden.

Die neue Bahnbrücke soll nun als Stahltrog auf massiven Stahlbeton-Widerlagern hergerichtet werden. Statt der bisherigen Breite von 6,40 Metern soll der neue Stahltrog zehn Meter breit werden, so dass man bei Bedarf einen weiteren Überbau für ein zweites Gleis schaffen könnte. Zweigleisig ausgebaut werden soll die Strecke von Leer bis nach Augustfehn, darüber hinaus gibt es von Seiten der Bahn noch keine weiteren Pläne. Erneuer werden soll nicht nur die Bahnbrücke, sondern der Durchlass für die Norderbäke.

Arbeit bei laufendem Betrieb

Das Ganze wird dauern: Die Durchlassarbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein, die Brückenarbeiten bis Ende März nächsten Jahres.

Doch am kommenden Wochenende endet die zugfreie Zeit, dann sollen die weiteren Arbeiten bei laufendem Bahnbetrieb erledigt werden. Damit die Züge die Große Nor­derbäke passieren können, wird in dieser Woche nicht nur die alte Brücke abgerissen, sondern auch eine Hilfsbrücke eingesetzt. Unter ihr können dann die Arbeiten an den neuen Widerlagern erfolgen. Fest steht auch schon der Termin, wenn die Hilfsbrücke wieder ausgebaut werden soll: Das ist für die Zeit vom 20. bis 23.März 2020 geplant, dann soll der neue Stahlüberbau in Betrieb genommen werden.

Neue Durchlässe

Doch nicht nur in Apen wird an der Norderbäke auf Hochtouren gearbeitet: Nach Angaben der Deutschen Bahn werden auch zwischen Kayhauserfeld und Oldenburg zwei neue Durchlässe geschaffen. Ferner wolle man auf rund drei Kilometern die Gleise zwischen Kayhauserfeld und Oldenburg und im Ostfriesischen auf zwei Kilometern im Gleis von Nortmoor Richtung Leer die Schwellen erneuern. Zudem fänden diverse Instandhaltungsarbeiten an Oberleitungen und Signalanlagen statt. Rund neun Millionen Euro (einschließlich der rund drei Millionen für die Brücken- und Durchlassarbeiten in Apen) will die Deutsche Bahn insgesamt in die Strecke Leer/Oldenburg investieren.

Damit diese Arbeiten überhaupt und in so geballter Form erledigt werden können, ruht seit dem vergangenen Wochenende bis Samstag, 6. April, 4.30 Uhr Freitag der Zugverkehr auf der eingleisigen Strecke zwischen Leer und Oldenburg, Busse sind im Einsatz.


     https://bauinfos.deutschebahn.com/docs/niedersachsen-bremen/infos/re1_3003-05042019_fahrplan.pdf 
Ein Video sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
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Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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