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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Holländisches Flair an der Aper Kaje

27.06.2019

Apen Für den Ort Apen wird das Ganze ein Gewinn, davon ist der Gemeinderat überzeugt: Auf dem Gelände des ehemaligen Raiffeisengeländes am Hafenbecken soll voraussichtlich 2020 der Spatenstich für ein Neubauprojekt erfolgen. Der Aper Zimmerer Peter Stock will dort, wo jetzt noch alte Schuppen stehen, zwei Gebäudekomplexe bauen. Zwölf zweigeschossige Reihenhäuser mit 24 Wohnungen sollen dort nach norddeutschen bzw. holländischen Vorbildern entstehen.

Neue Planung

Einmal mehr beschäftigte sich der Gemeinderat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause mit den baurechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben. Denn die anfängliche baurechtliche Planung musste vor allem wegen der Lärmproblematik geändert werden. Erste Berechnungen zum Straßen- und Schienenlärm hatten für das Raiffeisengelände hohe Schallwerte ergeben. Lärmschutzmaßnahmen, so hatte es geheißen, seien deshalb vor allem wegen des nächtlichen Güterverkehrs notwendig.

Das Oldenburger Planungsbüro NWP, Investor Peter Stock und der Schallgutachter hatten deshalb Politik und Verwaltung vorgeschlagen, einen Bebauungsplan für ein allgemeines Wohngebiet, der nur auf das geplante Bauvorhaben ausgerichtet ist, für das ehemalige Raiffeisengelände zu erstellen. Dieser Anregung folgte man.

Problem Lärm

Denn es sind vor allem Lärmimmissionen, die das Beplanen des Geländes erschweren. Lärm gibt es nämlich gleich von drei Seiten: durch die am Gelände vorbeifahrende Hauptstraße, die nahegelegene Bahnlinie und die Ammerlandstraße mit dem sich anschließenden Gewerbegebiet. Aus Lärmschutzgründen sollen die beiden geplanten Gebäudekomplexe so angeordnet werden, dass sie gegenseitig schalldämmende Wirkung haben. Vor und seitlich der beiden Häuser sollen die Parkplätze an der Hauptstraße entstehen. Die Außensitzplätze (z.B. Terrassen), die besonderen Schallschutz erfordern, sollen Richtung Hafenbecken bzw. Richtung Ammerlandstraße angeordnet werden.

Während der Diskussion in der Gemeinderatssitzung sagte UWG-Ratsherr Christian Martens, dass man sich freue, das nach zehn Jahren ein konkretes Neubauprojekt auf den Weg gebracht werde. 2009 waren die Mitarbeiter des Raiffeisenmarktes nach Hengstforde gezogen, Peter Stock hat damals das Gelände gekauft, das er heute als Lager nutzt.

Positiv für Apen

Viele Aper, so Christian Martens, hätten sich auf diesem Areal auch eine Gastronomie vorstellen können, aber auch eine Wohnbebauung sei eine gute Entscheidung. Wichtig sei es auch, den Fischereiverein mit ins Boot zu nehmen, dem das Aper Hafenbecken gehöre. Wie SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Meyer ausführte, werde das Projekt der Aper Ortseingang positiv verändern. Auch wenn es Einschränkungen durch Lärmquellen gäbe, wolle der Investor auf dem ehemaligen Raiffeisengelände gern bauen. Einstimmig sprach sich der Rat für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan an dieser Stelle aus. Wie Bauamtsleiter Peter Rosendahl sagte, würde werde mit dem Beschluss das Bauleitverfahren eröffnet und alle notwendigen Unterlagen würden erarbeitet.

Als Zuhörer nahm an der Ratssitzung auch Helmut Janßen, Vorsitzender des Sportfischervereins. Er verwies auf einen Fehler im Protokoll der Sitzung des Aper Bau- und Planungsausschuss. Dort stehe, dass die Gemeindeverwaltung den Investor über Hinweise des Sportfischervereins zu seinem Bauvorhaben informieren wolle. Stattdessen hatte es jedoch während der Sitzung geheißen, dass der Sportfischerverein zu einem Gespräch mit Investor Peter Stock und der Gemeindeverwaltung eingeladen werden solle. Von Vereinsseite möchte man sich gemeinsam mit Verwaltungsvertretern und dem Investor austauschen. Grundsätzlich sei man nicht gegen eine Bebauung am Aper Hafenbecken, das für den Sportfischerverein ein wichtiges Angelrevier sei, hatte Janßen nach der Ausschusssitzung bereits gegenüber der NWZ ausgeführt.

Gespräch mit allen

Mit großem ehrenamtlichen Engagement werde das Hafenbecken gepflegt. Die vorhandenen Bäume und Sträucher am Raiffeisengelände, das bebaut werden solle, hielten die Böschung, so Janßen. Würden sie entfernt, müsse der Investor Spundwände bauen lassen. Auch wenn künftig Menschen direkt am Hafenbecken wohnten, dürften sie dieses nicht mit Booten befahren oder Stege ins Wasser bauen. Oberflächenwasser vom Raiffeisengelände dürfe ebenfalls nicht ins Hafenbecken geleitet werden. Sinnvoll sei auch ein Sichtschutz zum Gewässer, weil sich die Anwohner, wie man aus Erfahrung wisse, durch die Angler gestört fühlten und sich die Angler von den Bewohnern beobachtet fühlten.

Bürgermeister Matthias Huber sagte zu, dass man sich mit allen Beteiligten treffen werden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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