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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Die Make-up-Durchstarterin

15.02.2019

Apen Das Hobby zum Beruf machen ist ein Traum, den viele Menschen haben, der in den meisten Fällen aber wohl nur ein Traum bleiben wird. Nur wenige haben den Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und damit Vorzüge wie ein geregeltes Einkommen, feste Arbeitszeiten oder garantierten Urlaub hinter sich zu lassen.

Das eigene Studio

Kristina Aileen Roßkamp aus Apen hat diesen Schritt gewagt. Sie betreibt im Haus ihrer Eltern ein Make-up-Artist-Studio und hat sich langsam an die Selbstständigkeit herangetastet. Im Gespräch mit der NWZ verrät sie, warum sie ihren eigentlichen Plan, Zahnärztin zu werden, verworfen hat, stattdessen als Make-up Artist arbeitet und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatte.

Bilder der Arbeiten

Wer Bilder von Kristina Roßkamps Arbeiten sehen möchte, kann Fotos auf ihrem Instagram-Account @kristinarosskamp oder auf ihrem Facebook-Auftritt ansehen. Weitere Fragen werden unter Telefon  01 74/10 18 80 5 beantwortet.

„Eigentlich bin ich gelernte Zahnarzthelferin“, berichtet die 27-Jährige. Kurz nachdem ich mein Abitur nachgemacht habe und ein Zahnmedizin-Studium aufnehmen wollte, habe ich mich doch dafür entschieden, einer anderen Leidenschaft nachzugehen: dem Schminken, da hatte ich irgendwie mehr Bock drauf.“

Bereut hat sie diesen Entschluss nicht. Denn anders als andere Firmengründer hat sie keinen Kaltstart hingelegt. „Ich habe weiter als Zahnarzthelferin gearbeitet, allerdings nicht mehr an fünf Tagen in der Woche“, erinnert sich die junge Unternehmerin, die im Jahr 2015 ein Kleingewerbe anmeldete.

Microblading und Permanent Make-up

„Am Anfang habe ich mit einer Fotografin zusammengearbeitet und Kundinnen vor ihren Fotoshootings geschminkt“, berichtet Roßkamp. Mittlerweile habe sie ihr eigenes Studio. Ihr Angebot reicht dabei von Make-ups aller Art über Microblading (dabei werden Farbpigmente mit einem Handstück unter die Haut gebracht, so dass feine Linien entstehen, die wie Augenbrauen aussehen) bis hin zu Permanent Make-up (kosmetische Tätowierungen im Gesicht, die mehrere Jahre haltbar sind und zum Beispiel den Lidstrich oder Lippenkonturen verstärken).

Darüber hinaus schminkt sie an den Wochenenden Bräute vor ihren Trauungen. „Das sind manchmal bis zu 10 Bräute, die ich an einem Tag treffe, die in verschiedenen Landkreisen heiraten.“ Aber auch ihre Kundinnen kommen zum Teil von weit her. „Der Großteil ist aus der Region. Manche kommen aber auch aus Hannover oder Frankfurt nach Apen“, sagt Roßkamp, die jetzt den Schritt in die Vollselbstständigkeit gewagt hat.

Sicherheit war wichtig

„Vor vier Jahren war mir wichtig, Sicherheit zu haben. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und wollte sehen, wo das hinführt“, sagt die 27-Jährige. Inzwischen habe sie sich einen Kundenstamm aufgebaut und einen Namen gemacht.

„Mittlerweile weiß ich auch, worauf ich bei betriebswirtschaftlichen Fragen achten muss“, sagt Roßkamp. Das sei ihr am Anfang nicht immer klar gewesen und habe ihr auch die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet. „Das nötige Wissen musste ich mir selber aneignen, das hat aber zum Glück gut geklappt.“

Darüber hinaus bilde sie sich stets weiter. „Zum Beispiel indem ich mir Anregungen aus dem Internet hole und Fortbildungen besuche. Erfahrungen konnte ich auch bei der Arbeit für größere Konzerne sammeln“, berichtet die 27-Jährige.

Professionelle Arbeit

Ebenfalls wichtig sei, stets professionell zu arbeiten. „Meine Kundinnen zahlen schließlich dafür und müssen mit meiner Arbeit im Gesicht rumlaufen“, sagt Roßkamp. „Die kommen nicht wieder, wenn ihnen das Ergebnis nicht gefällt.“

Trotzdem müsse man sich den Spaß an der Arbeit bewahren. „Wenn man keinen Spaß mehr hat, ist die Kreativität weg, das merken die Kundinnen dann auch relativ schnell.“

Am wichtigsten sei ihr aber die Unterstützung ihrer Familie gewesen, sagt die 27-Jährige. Sie habe Glück gehabt, dass sie ihr Studio in ihrem Elternhaus eröffnen konnte, in dem sie selbst nicht mehr lebt. „Wenn ich mir zu Anfang Geschäftsräume hätte mieten müssen, wäre wohl alles ganz anders gelaufen.“

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Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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