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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Erhält Apen ein Haus der Vereine?

01.06.2019

Apen Wird Apen ein Dorfgemeinschaftshaus erhalten? Erste Überlegungen gibt es für eine solche Einrichtung, die auch „Haus der Vereine“ heißen könnte. Denn gleich vier Aper Vereine sind es, die sich vorstellen können, dass das Schützenhaus auf dem Aper Festungsgelände in ein Bürgerhaus umgewandelt wird: Der Ortsbürgerverein, der Schützenverein, der Räume hat, der Sportfischerverein und der Turnverein (TV) Apen, der bei wachsenden Mitgliederzahlen und ausgeschöpften Hallenzeiten ohne weitere Räume nichts Neues anbieten könnte:

Großes planen

Die vier Vereine planen Großes: „Wir können uns vorstellen, dass wir auf dem Festungsgelände Räumlichkeiten schaffen, von denen wir alle und andere Aper profitieren. Derzeit ist es noch möglich, über das Programm Dorfregion Apen hohe Zuschüsse für ein solches Vorhaben zu bekommen, das würde das Ganze finanzierbar machen“, sagt Frank Zahn, Vorsitzender des Ortsbürgervereins (OBV) Apen, der das Projekt angestoßen hatte.

„Wir als OBV sind als großer Verein in unseren Aktivitäten eingeschränkt, weil es uns an Räumen fehlt. In Apen haben wir keine Gaststätten mehr, wo sich Vereine, Chöre, Parteien oder andere treffen könnten und einen großen, modernen Multifunktionsraum gibt es auch nicht im Dorf. Ein neues Haus für einen Verein macht keinen Sinn, da dieses kaum ausgelastet wäre. Stattdessen soll ein Haus der Vereine geschaffen werden, das viele nutzen können“, so Zahn.

Idee entwickeln

Der erste Ansprechpartner bei diesen Überlegungen sei der Schützenverein gewesen, mit dem der OBV schon mehrfach erfolgreich Veranstaltungen angeboten hat, wie z.B. Silvesterfeten oder vor einigen Wochen erstmals den „Tanz in den Mai“, so Zahn. Die Schützen hätten das Thema zunächst im Vorstand und dann bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erörtert und die Idee begrüßt. Weil die Schützen selbst bereits eng mit dem Sportfischerverein zusammenarbeiten, der als direkter Nachbar des Schützenvereins auf dem Festungsgelände eine Lagerhalle hat, wurden auch die Fischer mit ins Boot geholt. Und auch der Turnverein (TV) Apen, der ebenfalls auf dem Festungsgelände zuhause ist und die Sportplätze nutzt, wurde miteinbezogen.

Ausbau und Erweiterung

Und was ist jetzt geplant? „Bislang gibt es nur die Idee und erste Überlegungen, die in den jeweiligen Vereinen und gemeinsam mit allen Beteiligten besprochen wurden“, sagt Karin Wortmeyer, Vorsitzende des Aper Schützenvereins. „Einig sind wir uns, dass wir gemeinsam ein Haus schaffen wollen, dass zu 100 Prozent ausgelastet ist und nicht nur für wenige Veranstaltungen im Monat genutzt wird.“

„Als Sportfischer würden wir von einem Haus der Vereine profitieren“, ergänzt Helmut Janßen, Vorsitzender des Aper Sportfischervereins. „Der Standort der Schützenhalle ist für uns schon deshalb ideal, weil wir direkt ans Schützenhaus 2016 unsere Lagerhalle gebaut haben. Wir nutzen ja schon jetzt die Schützenhalle für eigene Veranstaltungen, z.B. für unsere Bürotrage, für Vorstandssitzungen und Lehrgänge. Denn eigene Räume haben wir außer der Lagerhalle, die mit großem ehrenamtlichen Engagement entstand, nicht.“

Alle profitieren

„Auch wir würden stark von einem Haus der Vereine profitieren“, sagt Christian Martens, einer der Vorstandssprecher des Turnverein (TV) Apen. Nachdem der langjährige Vorsitzende Wilhelm Funk sein Amt abgegeben habe, fehle dem TV eine kleine Geschäftsstelle, weil Funk z.B. Aktenordner und andere Vereinsbelange zuhause aufbewahrt hatte. Räumlich eingeschränkt sei der TV bislang am Sportplatz. Außerdem stoße der rund 850 Mitglieder zählende Verein an seine Grenzen, was das sportliche Angebot beträfe. Man benötige einen etwa 120 Quadratmeter großen Raum, den man z.B. für Seniorensport oder Reha-Sport nutzen könne.

Pläne erarbeiten

Die vier Vereine haben nun eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um das Projekt weiter voranzutreiben. „Derzeit erarbeitet jeder Verein das, was er an Platz für die unterschiedlichsten Zwecke benötigt“, sagt OBV-Chef Frank Zahn. Dann würde man diese Pläne abstimmen und sich mit einem Architekten in Verbindung setzen. Möglicherweise sei es sogar möglich, ein zweites Geschoss auf die Schützenhalle zu setzen, um durch mehr Räume auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.“ Ihre Idee hätten die Vereine bereits Bürgermeister Matthias Huber vorgestellt, der das Projekt begrüße.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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