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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wie profitiert Apen von der EU?

03.05.2019

Apen Sie ist eine der wichtigsten Querungen über den Nordloh-Kanal: die neue Brücke in Höhe der Turmstraße in Nordloh. „Hajo-Fimmen-Brücke“ heißt das neue Bauwerk mit seinen fehntypischen Aufbauten, das im Juli 2017 eingeweiht wurde. Sie ersetzt eine alte Querung aus dem Jahr 1963, die trotz Sanierung in den 1980er Jahren so marode war, dass ihre Standfestigkeit nicht mehr gesichert war und sie deshalb abgebrochen werden musste.

Auch die sogenannte Bless-Brücke in Augustfehn III wurde vor einigen Jahren abgerissen und ein Stück weiter als neues Bauwerk mit fehntypischen Aufbauten wieder errichtet: Zwei Brücken, in der Gemeinde Apen, die eines verbindet: Sie wurden mit Zuschüssen der Europäischen Union (EU) gebaut.

„Zwischen 2013 und 2018 haben wir für die unterschiedlichsten Projekte insgesamt rund 700 000 Euro an EU-Geldern erhalten“, erklärt auf Anfrage Helma Schubert, Allgemeine Vertreterin des Aper Bürgermeisters. Aus dem Leader-Programm der EU gab es rund 275 000 Euro. Leader steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und beinhaltet, das auf Antrag besondere Projekte im ländlichen Raum gefördert werden können wie z.B. die beiden Brücken in Nordloh und Augustfehn III.

Geld für Dorferneuerung

Auch Projekte in der Dorferneuerung werden von der EU bezuschusst“, ergänzt Schubert. Dabei profitiere man von der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE)“, über die auf Antrag Projekte im ländlichen Raum gefördert werden können. Die Gemeinde Apen habe im Zeitraum 2013 bis 2018 rund 320 000 Euro an Zuschüssen für die Dorferneuerung Augustfehn erhalten. Dafür seien zwischen 2014 und 2017 die Nebenanlagen an der Hauptstraße in Augustfehn erneuert worden, das heißt, der Fuß- und Radweg und die Parkstreifen einschließlich der Straßenbeete wurden neu gestaltet. Das letzte Teilstück zwischen Lidl und Stettiner Straße steht noch aus. Für 2020 solle, so Schubert, das 313 000 Euro teure Vorhaben erneut für das Dorfentwicklungsprogramm Dorfregion Apen angemeldet werden, darüber könne man Zuschüsse über rund Dreiviertel der Gesamtkosten erhalten.

Einen Restbetrag von 17 000 Euro habe es noch für Godensholt gegeben, den man in neue Lampen und in die Erneuerung des Bürgersteigs an der Aper Straße gesteckt habe. Profitiert habe die Gemeinde durch EU-Zuschüsse auch im Bereich „Ländlicher Wegebau“; für den Ausbau der Kiefernstraße und des Birkenweges in Apermarsch seien rund 90 000 Euro gewährt worden. Helma Schubert macht kein Hehl daraus, dass viele Vorhaben ohne diese EU-Zuschüsse in der Gemeinde Apen nicht bzw. nicht in dieser Form hätten umgesetzt werden könnten.

Ohne Europa geht es auch nicht bei dem Flurbereinigungsverfahren, das für Apen bereits abgeschlossen ist und für Tange noch läuft. Wie Gerd Fabian, Projektleiter beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg, gegenüber der NWZ erklärt, würden Flurbereinigungsverfahren zu rund 50 Prozent von der EU gefördert.

In diesem Jahr sollen im Zuge des Flurbereinigungsverfahren Tange das letzte rund 1870 Meter lange Teilstück der Tanger Hauptstraße zwischen der Einmündung Zum Fuchsbau und der Kreisgrenze sowie die Straßen Am Ebenkamp und Deichstraße erneuert werden.

Auch Firmen profitieren

Dass auch Ammerländer Unternehmen, wenn sie erweitern und neue Arbeitsplätze schaffen, von EU-Geldern profitieren können, weiß Fred Carstens von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ammerland zu berichten. „Der Landkreis Ammerland ist 2017 in das EU-Förderprogramm „Einzelbetriebe Investitionsförderung“ aufgenommen worden. Bislang habe man rund 90 Unternehmen beraten und für die unterschiedlichsten Projekte seien seit 2017 rund fünf Millionen Euro an Ammerländer Unternehmen geflossen. Profitiert hätten von diesem Programm in der Gemeinde Apen mit rund 1,16 Millionen Euro die vier Unternehmen Hoklar­therm, Moder Lasertechnik, Grimm Maschinenbau und AMF Bruns. Weitere Infos: Telefon   0 44 88/ 56 16 90.

Rund sechs Milliarden Euro hat Deutschland im vergangenen Jahr an Agrarsubventionen erhalten. Ebenso wie ihre Berufskollegen im gesamten Land profitierten davon auch Landwirte aus der Gemeinde Apen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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