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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Neue Brücke über die Norderbäke

23.02.2019

Apen Eine besondere Baustelle wurde an der Aper Hauptstraße (Landesstraße 821) nahe des Autohauses AZA eingerichtet: Die Deutsche Bahn will die Eisenbahnbrücke über die Große Nor­derbäke erneuern. Rund drei Millionen Euro sollen hier investiert werden; bei der Vorstellung des Projekts im Aper Bau- und Planungsausschuss im März 2017 hatten Vertreter der Bahn die geschätzten Kosten noch mit 1,5 Millionen Euro beziffert.

Aus Kaisers Zeiten stammt das Bauwerk an der wichtigen Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Leer: Errichtet wurde es im Jahr 1903, als nicht nur Wilhelm II regierte, sondern in Hamburg-Altona die erste Deutsche Fußballmeisterschaft ausgetragen wurde, die erste deutsche Polizistin Streife lief und der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) gegründet wurde. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die ursprünglich aus zwei stählernen Überbauten bestehende Brücke zerstört. 1946 entstand – damit wieder Züge über die eingleisige Strecke zwischen Oldenburg und Leer fahren konnten – ein neuer Stahlüberbau über die Große Norderbäke. An dem nagt nun kräftig der Zahn der Zeit, so dass er abgerissen werden und eine neue Brücke entstehen soll.

Wie es von Seiten der Bahn ferner heißt, werde die neue Eisenbahnüberführung als Stahltrog errichtet, der auf massiven Stahlbeton-Widerlagern läge. Dieser Stahltrog wird von bislang 6,40 Meter auf zehn Meter verbreitert. Auch die Widerlager sollen breiter werden, so dass bei Bedarf ein weiterer Überbau für ein zweites Gleis geschaffen werden kann. Für eine Zweigleisigkeit der Bahnstrecke engagieren sich Politik und Verwaltung in Apen schon seit langem.

Die Arbeiten sollen größtenteils bei laufendem Bahnbetrieb erfolgen. Damit die eingleisige Strecke zwischen den Bahnhöfen Ocholt und Augustfehn weiterhin genutzt und der Zugverkehr möglichst wenig behindert wird, soll zunächst eine Hilfsbrücke entstehen. Diese wird solange im Einsatz sein, bis das neue Bauwerk fertig ist.

Um die Hilfsbrücke einzubauen, sei es erforderlich, heißt es ferner, die Bahnstrecke von Samstag, 30. März, 20.30 Uhr, bis Samstag, 6. April, 4.30 Uhr, für den Zugverkehr zu sperren. Ein Schienenersatzverkehr wird angeboten. Unter der Hilfsbrücke können auch die Arbeiten an den neuen Widerlagern erfolgen. Ab dem 30. März soll dann bis zum Sommer auch der Durchlass für die Norderbäke erneuert werden.

Die Arbeiten werden bis nächstes Jahr dauern. Bereits jetzt steht fest, dass vom 20. bis zum 23. März 2020 die Hilfsbrücke wieder ausgebaut und der neue Stahlüberbau in Betrieb genommen wird. Auch an diesen vier Tagen ist kein Zugverkehr möglich, Zugreisende werden den Schienenersatzverkehr nutzen müssen.

Während der Bauarbeiten kann es – wie bereits in dieser Woche z.B. durch das Fällen von drei Bäumen am Straßenrand – auf der Hauptstraße und dem parallel dazu verlaufenden Fuß- und Radweg zu Einschränkungen durch Baufahrzeuge kommen. Dafür bittet die Bahn ebenso um Verständnis wie für den Lärm und den Staub während der Streckensperrungen auch nachts und an den Wochenenden. Lärm und Staub ließen sich trotz des Einsatzes modernster und lärmgedämmter Geräte und Maschinen nicht verhindern.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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