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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Auch Besamungen stets vermerkt

16.01.2016

Wiefelstede /Heidkamp „Wir wollen in diesem Frühjahr fertig werden“ , hofft Wolfgang Hase, Leiter des Wiefelsteder Heimatmuseums, auf eine baldige Einweihungsfeier für die Erweiterung des Museums um mehrere historische Werkstätten (die NWZ  berichtete). Einen Termin mochte Hase angesichts der Verzögerungen in der Vergangenheit jedoch noch nicht nennen. Was jedoch steht, das ist das Ausstellungsprogramm für 2016. Acht Ausstellungen sind geplant (siehe Infokasten unten). Da eine Künstlerin, die gleich zu Beginn des Jahres ausstellen sollte, erkrankt ist, wird die erste Ausstellung des neuen Jahres erst am 21. Februar eröffnet, sagte Hase. Viele Künstler aus der Region werden ihre Bilder, Holzschnitte, Zeichnungen und Fotografien zeigen.

Während die Bauarbeiten für die Erweiterung des Museums noch laufen, ist der Wiefelsteder Autor Wilfried Harms bereits seit zwei Jahren dabei, verbliebenen Spuren einstiger Kolonialwarenläden in den Bauerschaften der Gemeinde nachzugehen, sie zu sichern und so für die Nachwelt zu erhalten. Die Ergebnisse seiner Recherchen sollen später in eine Ausstellung im Museum und sicherlich auch in die Bestückung des geplanten Kolonialwarenladens einfließen, der nach Abschluss der Bauarbeiten ebenfalls einen Platz im Museumsbereich bekommen soll.

Im Rahmen seiner Recherchen hat sich Harms auch auf die Suche nach der Herkunft eines so genannten „Anschreibebuchs“ gemacht, das Wolfgang Hase bereits vor etwa 15 Jahren aus dem Antiquariatshandel erworben hatte und von dem beide vermuten, dass es in Heidkamp geführt worden war – in den Jahren 1887 bis 1904. In solchen Büchern fand früher die Buchführung auch von Händlern statt, die darin alles notierten, was sie verkauften oder umsetzten, weiß Harms. Das Anschreibebuch liefert die Namen aller damaligen Kunden in genannten Jahren, die in Heidkamp, Metjendorf, Borbeck, Wehnerfeld und Neuenkruge wohnten. Nur über den Händler selbst gibt es keinerlei Hinweis in dem Buch – was eben Wilfried Harms auf den Plan rief.

In dem Buch lässt sich noch heute gut ablesen, was die Menschen damals kauften – „meist Dinge, die sie selbst nicht produzieren konnten“, weiß Wolfgang Hase: Salz etwa, Tabak, Kaffee oder Petroleum. Und Genever. „Auch kleinere Geldsummen wurden verliehen, alles wurde akribisch in dem Anschreibebuch notiert“, berichtet Hase. Oft weisen Einträge auch darauf hin, dass jemand mit seiner Kuh „beim Bullen“ war. „Offensichtlich stand ein Zuchtbulle beim Händler bereit für die Besamung“, schließt Hase aus den Eintragungen.

Sollte sich der Händler, der das Buch damals führte, noch ermitteln lassen, dann werden sicherlich auch das Anschreibebuch und seine Geschichte im Heimatmuseum ihren Platz finden. Über mögliche Informationen aus der Bevölkerung zu diesem Thema freut sich Wolfgang Hase, der unter Telefon   04458/628 zu erreichen ist.

programm 2016 des heimatmuseums Wiefelstede steht – Acht Ausstellungen – beginn am 21. Februar

Das Programm 2016 des Heimatmuseums Wiefelstede steht, acht Ausstellungen sind nach Angaben von Museumsleiter Wolfgang Hase geplant. Wegen der Erkrankung einer Künstlerin beginnt das diesjährige Programm allerdings erst im späten Februar.

21. Februar bis 27. März: Die Westersteder Künstlerin Brigitte Haus zeigt Bilder unter dem Titel „Lebensspuren“. Sie stellt zum ersten Mal im Heimatmuseum aus.

3. April bis 1. Mai: Werner Fruhner (Bad Zwischenahn) und Angelika Sölter (Edewecht) präsentieren Holzschnitte. Titel der Ausstellung: „Tandem“. Auch Angelika Sölter stellt erstmals im Museum aus.

8. Mai bis 12. Juni: Dieter Siemen aus Sandkrug präsentiert abstrakte Malerei.

19. Juni bis 24. Juli: Der Rasteder Jochen Kusber ist den Wiefelstedern kein Unbekannter: Er hat bereits viele Male in Wiefelstede ausgestellt. In diesem Jahr zeigt er „Baumlandschaften und Federzeichnungen“.

31. Juli bis 28. August: Der Rasteder Peter Kamm stellte nach Angaben Wolfgang Hases zuletzt in den 90er Jahren in Wiefelstede aus. Gemeinsam mit Meike Becker-Khalfaoui zeigt er Bilder und Collagen unter dem Titel „Grau – die Geheimnisvolle zu Bunt“.

4. September bis 9. Oktober: Die im Nethener Dorfgemeinschaftshaus ansässige Gruppe „Farbrausch“ zeigte im vergangenen Jahr bereits Ihre Werke im Heinrich-Kunst-Haus in Ofenerfeld. Nun sind die Künstler auch im Heimatmuseum zu Gast und zeigen Bilder von realistisch bis abstrakt.

16. Oktober bis 20. November: Eine Malgruppe um die Wiefelstederin Barbara Jaros zeigt Bilder unter dem Titel „Unsere ART“. Mit dabei: Marlies Ammermann, Silke Backhaus, Almuth Theilen, Doris Töllner und Ingrid Otholt.

27. November bis 8. Januar 2017: Marinus van der Zee – er lebt in Bad Zwischenahn – zeigt unter dem Titel „Über den Tellerrand“ Naturfotografien.

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