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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Rhododendren: Auf der Flucht Saatgut im Gepäck

16.04.2016

Gristede „Sie blüht schon“, kündigt Jan-Dieter Bruns an. Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Bruns Pflanzen dirigiert den Elektrowagen an diesem Donnerstagnachmittag zielsicher durch den Rhodopark des Unternehmens in Gristede – und macht vor der großen, prächtig creme-farben blühenden Pflanze Halt. „Da ist sie“, sagt er: „Rhododendron williamsianum ,Rothenburg’.“

Frühblüher

Der Frühblüher, der wie einige andere der insgesamt gut 1000 Wildarten und Sorten im Park bereits die diesjährige Saison einläutet, hat eine Geschichte. Sie reicht zurück bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Bruns und Gerd Eiting, im Unternehmen zuständig für die Züchtung neuer Rhododendronsorten, erzählen von Victor von Martin.

Flucht ins Ammerland

Dieser hatte ein großes Gut in Rothenburg in der Oberlausitz – und züchtete dort auch Rhododendren. „Er hatte schon vor dem Krieg Pflanzen für die Zucht auch im Ammerland gekauft, nicht nur bei meinem Vater Wilhelm“, erzählt Jan-Dieter Bruns. Sein Gut musste von Martin zum Ende des Zweiten Weltkriegs verlassen. Er flüchtete Richtung Westen: dorthin, wo er als Rhododendronzüchter Leute kannte – ins Ammerland. Bei seiner Flucht – so weiß Jan-Dieter Bruns zu berichten – hatte er auch Rhododendron-Saatgut im Gepäck, unter anderem von einer Rhododendron-williamsianum-Kreuzung. Und die säte er 1945 im Rhodopark von Wilhelm Bruns in Gristede aus. Nach der ersten Blüte hat er sich die schönste Nachwuchspflanze ausgesucht und ihr den Namen gegeben: „Rothenburg“. „Damit hat er auch seine Herkunft verewigt“, sagt Gerd Eiting. Die starkwüchsige Pflanze mit ihren cremefarbenen Blüten ist ein echter Frühblüher – und damit auch durchaus in Gefahr, im Frühjahr unter Spätfrösten zu leiden. „Bislang aber haben die Pflanzen alle Winter gut überlebt“, lacht Eiting. Die Original-Pflanze steht längst nicht mehr im Park, ihre Nachkommen aber schon. „Sie sind vor allem im Ausland sehr beliebt, etwa in Frankreich“, erzählt Eiting.

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Nun, da die Saison im Rhodopark Gristede langsam beginnt, werden auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher erwartet. Der Park darf wie stets kostenlos besucht werden. „Wir freuen uns, dass die Besucher den Park stets sehr respektvoll behandeln“, sagt Jan-Dieter Bruns. Schließlich dient er dem Unternehmen ja in erster Linie zur Kundenbindung und dazu, die Kunden über die Verwendung der Pflanzen zu informieren. Zudem empfängt das Unternehmen dort bei bestimmten Anlässen auch Gäste. „Vier Mitarbeiter halten den Park ständig in Schuss“, berichtet Bruns.

Hochsaison ab Mitte Mai

Das wird auch die übrigen Besucher freuen, denn die Saison wird Mitte Mai ihren Höhepunkt haben und etwa bis Mitte Juni dauern. Rhododendron williamsianum Rothenburg und andere „Schätzchen“ im Park geben aber bereits jetzt einen ersten Einblick.

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