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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Klefer-Brücke bald wieder eingeschränkt nutzbar

24.10.2018

Augustfehn Neues Kapitel in der Augustfehner Brückengeschichte: Die Klefer-Brücke in Augustfehn II, die nach einem Mehrheitsbeschluss des Aper Gemeinderates vom Juni abgerissen werden soll und aus Sicherheitsgründen Anfang September von der Gemeinde gesperrt wurde, soll bald wieder geöffnet werden. Wann das der Fall sein wird, hat die Gemeindeverwaltung noch nicht mitgeteilt.

Genutzt werden soll die Brücke in einem schmalen Korridor von 1,40 Meter von Fußgängern und Radfahren jedoch nur vorübergehend: Und zwar solange, bis die alte Lind-Brücke abgerissen und durch eine neue ersetzt wurde und bis die neue zusätzliche Bushaltestelle bei der Friedenskirche geschaffen wurde. Dafür hat sich nach kontroverser und zum Teil hitziger Diskussion mit 6:3 Stimmen der Straßen- und Brückenausschuss ausgesprochen.

Zunächst hatte Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl berichtet, dass nach dem Brückenkonzept der Gemeinde für den Augustfehn-Kanal zwischen Bahnlinie und Uplengener Straße die alte Lind- und die alte Klefer-Brücke abgerissen werden sollten. Die Lind-Brücke soll an gleicher Stelle ersetzt, die Klefer-Brücke ersatzlos gestrichen werden. Später, wenn die beiden neuen Brücken gebaut seien und die alte Barre-Brücke abgerissen sei, soll es auf diesem Kanalstück wieder fünf Brücken geben.

Abriss umstritten

Bis Anfang September konnte die Klefer-Brücke, für deren Erhalt Bürger durch eine Unterschriftenaktion mit 250 Unterschriften kämpften und die die UWG-Fraktion sanieren lassen will, noch genutzt werden. Nachdem UWG-Ratsherr Hartmut Orth in der September-Ratssitzung Sicherheitsbedenken geäußert hatte, wenn die Brücke – wie die Verwaltung mitgeteilt habe – aufgrund ihres schlechten Zustands unter ihrem Eigengewicht zusammenbrechen könne, wurde die Klefer-Brücke gesperrt und von einem Brückengutachter untersucht. Dieser, Lothar Griese vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Oldenburg, das schon 2005 den Brückenzustand untersucht hatte, bescheinigte dem Bauwerk einen derart schlechten Zustand, dass es für jeglichen Verkehr gesperrt werden solle. In der vergangenen Woche wurde die Klefer-Brücke durch Brückenfachleute einem Belastungstest unterzogen. Dass die Klefer-Brücke sich in einem schlechten Zustand befinde, stellte auch Andre Finke von der Ingenieurberatung Bröggelhoff Oldenburg fest. Gleichwohl gäbe es noch Tragreserven, so dass Fußgänger (Radfahrer sollten absteigen und das Rad schieben) in einem Korridor die Brücken queren könnten. Ein halbes Jahr sei eine eingeschränkte Nutzung noch zu vertreten, dann bedürfe es erneuter Untersuchungen.

Heftige Kritik übte UWG-Ratsherr Hartmut Orth an der Gemeindeverwaltung. Er kritisierte, dass die Verwaltung sich sehr früh und einseitig auf die Position der SPD/CDU-Mehrheitsgruppe festgelegt habe und beim Thema Brücken nicht sachgerecht und faktenorientiert gearbeitet habe. Er persönlich habe auch nicht, wie man eine Pressemitteilung der Gemeinde zur Sperrung der Klefer-Brücke interpretieren könne, die Sperrung veranlasst, sondern lediglich wichtige Fragen nach der Sicherheit der Nutzer gestellt. Dass man die Klefer-Brücke zumindest noch eine Zeit lang nutzten könne, zeige nun das Gutachten nach dem Belastungstest. Weil der Rat zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Zukunft der Brücken nicht alle Fakten gehabt habe, halte er den Ratsbeschluss für ungültig und forderte eine neue Beurteilung der Brückensituation, eingebunden in ein für ganz Augustfehn geltendes Verkehrskonzept.

Als starkes Stück bezeichnete SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Meyer Orths Vorwurf, die Verwaltung habe nicht sauber gearbeitet. Schon vor über zehn Jahren habe ein Gutachter festgestellt, dass der Zustand der Klefer-Brücke sehr schlecht sei. Das hätten alle gewusst. Beide Gutachter hätten das nun bestätigt. Insofern sei es sinnvoll, die Klefer-Brücke nach einer vorübergehenden Nutzung abzureißen, weil es dann mehrere sichere Übergänge gäbe.

Vorwürfe unzutreffend

„Wir haben offen und transparent alle Fakten offen gelegt und haben auch keine besondere Nähe zu irgendeiner Fraktion“, so Bürgermeister Matthias Huber (SPD). Auch er verwies darauf, dass man gewusst habe, in welch’ schlechtem Zustand die Klefer-Brücke seit zig Jahren sei. Von Seiten der Verwaltung habe man versucht, sie solange wie möglich offen zu halten. Doch man könne sich auf Dauer keine maroden Brücken leisten, zumal es gute Alternativen gäbe. Es sei richtig, die abgängige Klefer-Brücke abzureißen, gleichwohl könne man sie befristet noch ein halbes Jahr nutzen, meinte Holger Mundt (CDU).

Bernd-Thomas Scheiwe (UWG) schlug vor, einen Teil der Abrisskosten in eine neue Versiegelung und ein neues Geländer der Klefer-Brücke zu stecken. So könne man sie eine Weile nutzen. Das wollte die Ausschussmehrheit ebenso wenig wie der Anregung von Christian Martens (UWG) folgen, dass man nach einem halben Jahr die Klefer-Brücke nochmals untersuche, um sie länger geöffnet zu lassen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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