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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Klefer-Brücke ab sofort gesperrt

06.09.2018

Augustfehn Neues Kapitel in der Augustfehner Brückengeschichte: Nachdem seit dem Spätherbst vergangenen Jahres die sanierungsbedürftige Lind-Brücke über den Augustfehn-Kanal für den Verkehr gesperrt wurde, hat die Gemeindeverwaltung am Mittwoch veranlasst, dass auch die Klefer-Brücke nicht mehr genutzt werden kann. Fußgänger, Schulkinder, Radfahrer, Reiter und andere müssen nun die rund 120 Meter entfernte Geometer-Wöbcken-Brücke nutzen, um von der einen auf die andere Seite des Augustfehn-Kanals zu gelangen. Nach Angaben von Apens Bürgermeister Matthias Huber wolle man nun einen Gutachter beauftragen, der die Klefer-Brücke auf ihren Zustand hin untersucht und dann entscheiden, ob sie bis zu ihrem geplanten Abriss weiter genutzt werden könne

Frage der Sicherheit

Ein Hinweis von UWG-Ratsherr Hartmut Orth zum Ende der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in Tange hatte dazu geführt, dass die Gemeindeverwaltung am Mittwochmorgen die Klefer-Brücke sperrte. Der Politiker hatte erklärt, dass er es nicht verstehe, warum die Gemeindeverwaltung nicht längst die Klefer-Brücke gesperrt habe, wenn der Zustand des Bauwerks so schlecht sei wie von der Verwaltung beschrieben. Während der Ratssitzung Ende Juni habe, so Orth, der stellvertretende Aper Bauamtsleiter Uwe Taute berichtet, dass sich die Klefer-Brücke in einem derart schlechten Zustand befände, dass sie irgendwann unter ihrem Eigengewicht zusammenbrechen werde. Ähnlich hatte sich auch Apens CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Hermann Reil in der Juni-Ratssitzung geäußert und damit gerechtfertigt, dass die Klefer-Brücke abgerissen werden solle.

Tagtäglich nutzten Fußgänger, Radfahrer und vor allem Schulkinder die Brücke, so Orth, einige Kinder hätten die Tage in einem Ruderboot auch direkt unter der Brücke geangelt. Er wolle wissen, ob das Queren über die Brücke überhaupt sicher sei und ob möglicherweise die Unwahrheit gesagt wurde, um damit eine politische Entscheidung im Sinne der Mehrheit herbeizuführen oder ob man die Sperrung schlichtweg vergessen habe. Eine Ratsmehrheit hatte sich in der Juni-Ratssitzung sowohl für den Abriss der Lind-Brücke als auch der Klefer-Brücke ausgesprochen und einen Neubau der Lind-Brücke an ihrem jetzigen Standort favorisiert.

Die UWG hatte die kostengünstigeren Sanierungen der Lind- und der Klefer-Brücke gefordert. UWG-Fraktionsvorsitzender Bernd-Thomas Schweie hatte von einem Ingenieur die Klefer-Brücke bewerten lassen. Dieser habe erklärt, dass in dem Bauwerk soviel Stahl verbaut sei, dass sie noch lange halten könne. Hartmut Orth forderte nun am Dienstag, dass man allen Ratsmitgliedern umgehend das Gutachten über den Zustand der Klefer-Brücke zukommen lasse.

Bürgermeister Matthias Huber, der nicht an der Juni-Ratssitzung teilgenommen hatte, sagte am Dienstagabend, dass sich die Klefer-Brücke in keinem guten Zustand befände. Dass die Brücke abgängig sei, habe ein in Augustfehn ansässiger Tiefbauingenieur erklärt und darauf hätten sich wohl die Wortbeiträge bezogen. Wie Huber am Mittwoch zur NWZ sagte, gäbe es bisher kein Gutachten über den Zustand der Klefer-Brücke. Das habe man nun veranlasst.

Gutachter beauftragt

Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl erklärte am Mittwoch, dass die Ausführungen des Tiefbauingenieurs, der auch mit Brückenbau beschäftigt sei, Grundlage für die Einschätzung der Klefer-Brücke durch die Verwaltung gewesen sei. Kurzfristig werde der Gutachter nun die Brücke bewerten. Erste Beschwerden von Bürgern hatte es am Mittwoch wegen der Sperrung der Klefer-Brücke bereits gegeben, so Rosendahl. Die Gemeinde hatte zunächst nur Absperrgitter aufgestellt und noch ein Passieren ermöglicht, damit die Schulbuskinder, die an der Stahlwerkstraße ausstiegen, über die Brücke zu ihren Rädern konnten. Am Mittwochnachmittag wurden die Gitter geschlossen. Nun muss man über die Geometer-Wöbcken-Brücke.

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2605

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