• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Brückenschlag für das neue Baugebiet

10.11.2018

Augustfehn Nächste Woche geht es endlich los: Die ersten Baucontainer stehen am Augustfehn-Kanal, die Trassen für die neuen Brücken in Höhe der Friedenskirche und bei der Druckampel an der Stahlwerkstraße in Höhe des Schulzentrums sind festgelegt, die Baustellen werden eingerichtet und Bäume und Sträucher, die für die Bauwerke weichen müssen, entfernt: Am Montag, 12. November, startet in Augustfehn ein Projekt, dessen Planungen 2015 begannen und das sich über viele Jahre hinziehen wird. Zwischen Augustfehn-Kanal und Burgstraße erschließt und vermarktet die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) ein 35 Hektar großes Gelände mit rund 300 Grundstücken.

Zwei neue Brücken

Als erstes werden zwei neue Brücken über den Augustfehn-Kanal gebaut, eine Straßenbrücke für rund 500.000 Euro in Höhe der Augustfehner Friedenskirche, über die die Erschließung für das neue Wohngebiet Augustfehn-Hengstforder erfolgen soll, und eine zweite Brücke für Fußgänger und Radfahrer für rund 250.000 Euro bei der Druckampel in Höhe des Schulzentrums. Wenn die neue Barre-Brücke in Betrieb sei, könne die alte abgerissen werden. Wie Dörthe Meyer von der NLG Oldenburg am späten Donnerstagnachmittag bei einem Termin mit Vertretern aus Rat und Verwaltung, von Firmen und Ortsbürgervereinen sowie Anwohnern im lutherischen Gemeindehaus Augustfehn sagte, würde der Brückenbau bei guter Witterung bis April 2019 dauern. Dann sollten die Erschließungsstraßen entstehen, das Regenrückhaltebecken hergerichtet und der Lärmschutzwall zum Bahnweg geschaffen werden. 50 bis 70 Baugrundstücke werde der 1. Bauabschnitt umfassen, voraussichtlich ab Herbst 2019 würden diese Grundstücke bebaut werden können. Dass sich die Planungen für das Leuchtturmprojekt so lange hingezogen hätten, habe viele Gründe, sagte Meyer. So habe z.B. das Bearbeiten von Anträgen länger gedauert als geplant, auch das Bauleitverfahren habe sich verzögert.

NLG-Projektmitarbeiter Pascal Heidhoff ergänzte, dass sich das neue Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde nicht nur durch seine Größe auszeichne. Es sei als „Baugebiet der Zukunft“ ins Projekt „Gemeinde 5.0“ des Niedersächsischen Städtebundes aufgenommen. Aspekte wie z.B. demografische Entwicklungen (Wohnen für Jung und Alt, Barrierefreiheit, Bewegungsflächen) würden in diesem Wohngebiet berücksichtigt. Obendrein bewerbe man sich um die Zertifizierung als „Nachhaltiges Quartier“.

Näheres zu den Brückenbauten erläuterte Christopher Dannebaum von der Oldenburger Planungsgesellschaft SHL. Er berichtete, dass beide Brücken mit fehntypischen Aufbauten zeitgleich entstünden. Die Brücke bei der Friedenskirche werde eine sechs Meter breite Fahrbahn erhalten und einen 2,5 Meter breiten Geh-und Radweg, die kleinere Fußgänger- und Radfahrerbrücke sei 3,5 Meter breit. Beide Brückenbauwerke würden tiefgegründet. Dazu müssten Stahlpfähle tief in die Erde getrieben und Spundwände gezogen werden.

Lärm und Dreck

„Es wird Lärm und Dreck geben, das lässt sich beim Bau von Brücken nicht vermeiden“, sagte Simon Lammers von der Firma Becker aus Meppen, die die Brücken baut. Er könne nur um Verständnis bitten und darum, bei Problemen den Polier auf der Baustelle oder die Firma direkt anzusprechen (Telefon 0 59 31/97 880).

Bei den Gründungsarbeiten der langen Stahlpfähle, die eingerüttelt werden müssten, würden die Tassen in den Schränken der Anwohner vibrieren, so Lammers. Durch einen Gutachter habe man vorhandene Schäden an den Häusern rund um die Baustellen bereits feststellen lassen, wenn neue Schäden aufträten, müsse der Verursacher dafür gerade stehen.

Zu dem Termin waren auch die direkten Anwohner der neuen Brücken eingeladen. Einige von ihnen erklärten, dass bislang noch kein Gutachter ihre Häuser untersucht habe. Das werde noch erledigt, so Lammers, der ausführte, dass kommende Woche die vorbereitenden Arbeiten erfolgten, eine Woche später die Spundwände eingezogen und in der letzten Novemberwoche die Stahlpfähle gesetzt werden sollten.

Der Bau der neuen Brücken, so wurde in der anschließenden Diskussion deutlich, wird im Ortszentrum links und rechts des Augustfehn-Kanals starke Verkehrsprobleme verursachen. Pastorin Sygun Hundt mahnte, dass der Parkplatz neben der Friedenskirche, der direkt gegenüber der Baustelle für die neue Brücke läge, eine Hol- und Bringzone für viele Augustfehner Kindergartenkinder sei. Wenn wie geplant die Stahlwerkstraße halbseitig gesperrt werde, würde das zu Problemen und gefährlichen Situationen führen. Apens Bürgermeister Matthias Huber bat darum, dass die Augustfehner Kita die Eltern bitten solle, während der Bauphase den Parkplatz beim Kindergarten anzufahren. Eine Baustellenampel, hieß es Donnerstagabend, war noch nicht beantragt, aber eine solche sei, so Bürgermeister Huber, zwingend erforderlich.

Verkehrsbehinderungen

Wie es auf Anfrage der NWZ von der Verkehrsbehörde des Landkreises hieß, soll ab nächsten Montag, 12. November, zunächst ein Teilstück der Straße Am Kanal im Bereich der Barre-Brücke halbseitig gesperrt werden. Im Verlauf der kommenden Woche werde auch die Stahlwerkstraße im Bereich Friedrichkirche halbseitig gesperrt, kurzfristig könne bei Bedarf auch eine Baustellenampel aufgestellt werden. Die Sperrungen, die auch zu Verlagerungen des Verkehrs führen werden, wurden für ein Vierteljahr beantragt.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.