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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Das etwas andere Motorradfahren in Augustfehn

01.08.2019

Augustfehn Als „Fahren mit allen Sinnen“ beschreibt Klaus Börjes eine Tour mit einer Harley Davidson. Und er soll Recht behalten. Unserem Redakteur Wolfgang Alexander Meyer erfüllt der Motorradhändler im Rahmen der Serie „Einmal fahren mit“ den langgehegten Traum einer Tour auf dem Kult-Motorrad.

Langsam tuckert die Street Glide Special, so heißt das Modell, auf dem wir sitzen, vom Hof des Unternehmens „Börjes American Bikes“ auf dem ehemaligen Gelände der Eisenhütte in Augustfehn.

Am Anfang ist es noch die laue Sommerluft, gemischt mit einer Prise Abgas, die ich durch meine Nase wahrnehme. Auf dem Weg durch die Gemeinde Apen nach Ocholt, Lindern und zurück nach Augustfehn wechseln sich die Gerüche dann aber ab. Je nachdem, ob wir an Wiesen oder Feldern vorbeifahren oder durch die Ortschaften gleiten, rieche ich frisch gemähtes Gras, Heu und an einer Stelle auch Gülle – wie das auf dem Land eben so ist.

Die Entfernung spielt keine Rolle

Ganz anders als erwartet ist das Fahrgefühl auf der schweren Maschine, die auf Sportlichkeit und Komfort ausgelegt ist und trotzdem untertourig gefahren werden kann, so dass das typische Harley-Wummern ein stetiger Begleiter ist. Denn obwohl das Motorrad einen leistungsstarken Motor hat, sind wir immer gemütlich unterwegs, können die Landschaft genießen, uns treiben lassen.

„Miles don’t matter, moments do“ (deutsch: Die Entfernung spielt keine Rolle, auf die Momente kommt es an) ist ein Leitspruch unter Harley-Fahrern, den ich jetzt aus erster Hand nachvollziehen kann. Das Fahren auf den Maschinen, die ihren Ursprung im US-Bundesstaat Milwaukee haben, ist eben mehr als nur das Zurücklegen einer Strecke – es ist ein Lebensgefühl.

Genau dieses Gefühl ist es, das Klaus Börjes und sein Bruder Dieter ihren Kunden zusammen mit den Motorrädern in ihrem Geschäft verkaufen. Und darin sind sie so gut, dass sie vom Motorrad-Fachhandelmagazin „World of Bike“ den Titel „Händler des Jahres 2019“ verliehen bekommen haben. Dafür haben die beiden aber auch einiges getan.

Denn es ist das Gesamtkonzept aus Motorrad- und Zubehör-Verkauf sowie dem Werkstattservice, das die Jury überzeugt hat, das Unternehmen mit seinen 20 Mitarbeitern auszuzeichnen. Eine übergeordnete Rolle spielten dabei Kriterien wie der Unternehmens-Auftritt, die Beratung, Waren- und Markenpräsenz, Servicequalität und die Dienstleistungskompetenz.

Die Standortverlegung

Seit nunmehr 15 Jahren gibt es das Unternehmen auf dem Gelände der ehemaligen Augustfehner Eisenhütte. „Der Standort passt eigentlich nicht in das Firmenkonzept von Harley Davidson“, sagt Börjes. Standorte würden normalerweise nur in größeren Städten eröffnet. „Wir haben hier aber eine gute Position mit Oldenburg, Wilhelmshaven und Leer in der näheren Umgebung“, erklärt Börjes weiter. Der besondere Standort und ein gutes Unternehmenskonzept haben schließlich dazu geführt, dass die Brüder einen bereits bestehenden Harley-Standort in Wilhelmshaven übernehmen und schließlich nach Augustfehn verlegen konnten.

Und hier haben sie sich über die Jahre stetig weiterentwickelt. „Das Unternehmen ist ziemlich schnell gewachsen. Spätestens im Jahr 2010 war eigentlich klar, dass wir mehr Raum brauchen“, erinnert sich Börjes. Im Jahr 2015 habe er dann begonnen, sich Gedanken über eine Erweiterung des Standortes zu machen.

„Für mich war dabei wichtig, das Unternehmen an die Arbeitsprozesse anzupassen“, sagt Börjes. Deshalb habe man Verkaufs- und Werkstattbereich räumlich voneinander getrennt. In einem Neubau hinter dem heutigen Verkaufsgebäude entstand der verbesserte Werkstatt- und Servicebereich, in dem alles ganz genau durchgetaktet ist.

„Nach der Annahme der Maschine an der Rezeption gibt es eine Sichtkontrolle, bevor das jeweilige Motorrad in die Werkstatt gebracht wird“, berichtet Börjes. Dort würden sich Mechaniker mit ganz unterschiedlichen Spezialgebieten darum kümmern, dass jede Harley wieder funktionstüchtig wird.

Der Stellplatz im Winter

Erst nach einer abschließenden Probefahrt mit Lichttest geht das Fahrzeug zurück an den Kunden oder zum Ende der Saison auch in die Tiefgarage. Hier können Kunden Stellplätze mieten, wenn sie ihre Harley in der Wintersaison nicht zu Hause unterbringen können.

Darüber hinaus gibt es im Keller auch einen Tuning-Bereich, in dem die Motorräder eingestellt werden. „Damit erreichen wir zum Beispiel, dass die Benzinverbrennung verbessert oder die Motortemperatur während der Fahrt gesenkt wird“, sagt Börjes, der mit seinen Kunden auch in den Motorrad-Urlaub fährt. Zum Beispiel nach Österreich oder Sardinien. Im nächsten Jahr geht es sogar nach Kalifornien – denn er weiß, dass es diese Momente sind, die für Harley-Fahrer zählen.


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Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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