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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Neuer Tiefstand bei Arbeitslosen

28.04.2018

Bad Zwischenahn /Ammerland Elf Prozent weniger Arbeitslose als vor einem Jahr – die Entwicklung auf dem Ammerländer Arbeitsmarkt ist anscheinend nicht aufzuhalten. Dementsprechend gut gelaunt präsentierten Kevin Schmidt, Leiter der Bad Zwischenahner Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit und Jobcenter-Chef Ralf Geerdes am Freitagvormittag die Zahlen für den April. 296 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr, 175 weniger als im März, bei einer Quote von 3,8 Prozent. Die lag im Vormonat bei vier, im Vorjahresmonat bei 4,3 Prozent. Nur einmal im vergangenen Jahr, nämlich im Oktober, lag die Quote niedriger als in diesem April.

Besonders wichtig für Geerdes und Schmidt: die Zahl der Jugendlichen unter 20 Jahren, die ohne Job sind. Ganze 23 gibt es im Ammerland, im Jobcenter werden sieben davon betreut.

„Wenn die Entwicklung so weiter geht, sind wir in ein paar Jahren die einzigen, die arbeitslos gemeldet sind“, scherzte Schmidt bei der Vorstellung der Zahlen mit einem Blick in die Runde.

Stolz ist er auch auf den Erfolg des eigenen Projekts zur Integration von Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl sank im Bereich der Agentur für Arbeit im Vergleich zum Vorjahr um 19 oder 9,8 Prozent auf 175. Das Jobcenter konnte die Zahl der Langzeitarbeitslosen innerhalb eines Jahres um 98 oder 18,1 Prozent auf 444 senken. Auch die Entwicklung bei den arbeitslosen Ausländern ist positiv. Ihre Zahl sank im Vergleich zum April 2017 um 104 oder 27,1 Prozent auf 280.

Ein Stachel im Fleisch der Arbeitsvermittler ist nach wie vor die Zahl der Menschen, die trotz Voll- oder Teilzeitarbeit auf Geld vom Staat angewiesen sind. „In einer Familie mit zwei Kindern und einem Vollzeit-Verdiener muss der Stundenlohn bei 15 Euro liegen, um keinen Anspruch mehr auf Bezüge nach dem SGB II (Hartz IV) zu haben“, rechnete Gerdes vor.

„Wenn in dieser Familie beide Partner voll arbeiten, reicht der Mindestlohn von 8,84 Euro gerade aus, um keine Leistungen mehr beziehen zu dürfen“, ergänzte Wolfgang Meier vom Arbeitgeberservice der Agentur.

An diesem Problem, so Geerdes, könnten Jobcenter und Arbeitsagentur allerdings nichts ändern – das lasse sich nur über höhere Löhne lösen.

Während auf der einen Seite nach wie vor viele Arbeitnehmer mit sehr geringen Löhnen auskommen müssen, sind auf der anderen Seite immer mehr Arbeitgeber auf der Suche nach Fachkräften. In der Gastronomie werden Hotel- und Restaurantfachkräfte händeringend gesucht, ähnlich sehe es im Bau- und Baunebengewerbe und in den grünen Berufen aus, sagt Meier.

Auch auf dem Ausbildungsmarkt könne sich noch viel bewegen. Auf derzeit noch 541 „unversorgte“ Bewerber um einen Ausbildungsplatz kommen noch 637 Stellen – allerdings in Berufen, die auf Jugendliche offenbar nicht unbedingt anziehend sind. In Handwerk, Industrie, im Hotel- und Gaststättenbereich sowie in der Gartenbau-Branche seien noch viele Ausbildungsstellen zu besetzen, so Meier..

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Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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