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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Viele Ideen für das neue Baugebiet

05.06.2019

Bad Zwischenahn /Aschhausen Mit einem ganzen Bündel an Aufgaben und Prüfaufträgen haben die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Energie und Umwelt am Montagabend die Gemeindeverwaltung in die nächste Planungsphase für das geplante Baugebiet zwischen Wiefelsteder Straße und Heinrichstraße geschickt.

Der Entwurf

Auf 6,5 Hektar sollen nach dem ersten Konzept bis zu 88 Wohneinheiten entstehen, sowohl in Einfamilienhäusern als auch in Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern.

Damit Kindergärten und -krippen nicht durch den erwarteten Zuzug junger Familien nach Aschhausen überlastet werden, denkt die Verwaltung darüber nach, das Baugebiet in mehreren Abschnitten zu vermarkten. Wie viele Abschnitte über welchen Zeitraum vermarktet werden sollen, sei noch nicht genau geplant, sagte Andreas Gronde, Leiter des Planungs- und Umweltamtes. Denkbar seien zum Beispiel drei Abschnitte im Abstand von jeweils drei Jahren.

So sieht der erste Entwurf aus. (Download)

Die Wünsche

Grundsätzlich waren die Ausschussmitglieder mit diesen Ideen einverstanden, brachten aber nach der Vorstellung auch zahlreiche Ideen ein. Die SPD finde den Entwurf gelungen, so Frank Arntjen. Er legte aber Wert darauf, dass besonders in den Mehrfamilienhäusern geförderter Wohnraum entstehe, und die Gemeinde dafür auch auf Einnahmen beim Grundstücksverkauf verzichten müsse. Beim Baugebiet in Ohrwege habe sich gezeigt, dass eine gemeinsame Energieversorgung schwierig sei, wenn vor allem Einfamilienhäuser gebaut würden. In Aschhausen würde es sich aber anbieten, von Beginn an über gemeinsam genutzte Nahwärmenetze mit Blockheizkraftwerken oder Brennstoffzellen nachzudenken. Auch ein zusätzlicher Anreiz für den Bau von Passivhäusern sei denkbar. Und schließlich bat er darum zu prüfen, ob die Gemeinde direkt eine Fläche für eine private Kindertagespflege vorsehen könne.

Bei einer so großen Planung solle die Gemeinde möglichst innovativ denken, meinte Ulf Burmeister (CDU). In Aschhausen fehle nicht nur Kinderbetreuung. „Hier entsteht fast ein neues Dorf“, so Burmeister. Auch ein Bäcker ein kleines Lebensmittelgeschäft und eine Arztpraxis wären sinnvoll, meinte er. Zudem regte er an, sich Wohnsiedlungen in den Niederlanden mit kleinen Wohneinheiten zum Vorbild zu nehmen.

Ludger Schlüter (Grüne) regte an, zwei geplante Wendehämmer lieber zu einem Ring zu verbinden, um Verkehrsprobleme zu minimieren. Für das geplante Regenrückhaltebecken am südlichen Ende des Baugebietes sollte gleich die Möglichkeiten für eine Erweiterung vorgesehen werden.

Hauptdiskussionspunkt war aber die Frage, wo und in welchem Umfang günstiger Wohnraum geschaffen werden soll. Nach Auffassung mehrerer Ausschussmitglieder konzentrieren sich im Konzept Mehrfamilien- und Reihenhäuser zu sehr im Bereich nahe der Wiefelsteder Straße. Ihr Wunsch: Den günstigen Wohnraum möglichst ausweiten und über eine größere Fläche verteilen. So könnten auch in mehreren Bauabschnitten sowohl Grundstücke für Einfamilienhäuser als auch günstiger Wohnraum angeboten werden, argumentierte Gunda Bruns (ÖDP).

Der Verkehr

Zahlreiche anwesende Aschhauser interessierten sich, wie in der Einwohnerfragestunde deutlich wurde, vor allem dafür, wie die Zufahrten zum neuen Wohngebiet geregelt werden. Ihre Forderung: Möglichst wenig Verkehr soll über das Wohngebiet an der verkehrsberuhigten Rostocker Straße und die historische Heinrichstraße in Richtung Oldenburg fließen. Dafür gab es Unterstützung von Maria Bruns (CDU) und Manuela Imkeit (SPD). Auch die lange Bauzeit und die damit verbundene Lärmbelästigung für die Anlieger machte den Anwesenden Sorgen.

Das sagt die Verwaltung

Eine Vermarktung des Baugebietes sei nur in mehreren Abschnitten denkbar, so Carsten Meyer, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde. Man könne allerdings zeitgleich Grundstücke für Einfamilienhäuser im Osten des Gebietes und Mehrfamilienhaus-Grundstücke an der Wiefelsteder Straße anbieten.

Flächen für günstigen Wohnraum breiter über das Gebiet zu verteilen, ist laut der Verwaltung nicht ganz einfach. Es sollten nach Möglichkeit nicht mehrgeschossige Gebäude neben Einfamilienhäusern stehen, so Andreas Gronde. Dabei müsse man auch Rücksicht auf die angrenzenden älteren Wohngebiete nehmen. Eine Möglichkeit sei aber, Doppelhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten zuzulassen. In der Bauphase soll der Verkehr nur über die Wiefelsteder Straße laufen, danach sei eine zusätzliche Anbindung über Rostocker Straße und Heinrichstraße aber sinnvoll, betonte Carsten Meyer.

So geht es weiter

Die zahlreichen Vorschläge aus den Fraktionen soll die Verwaltung jetzt prüfen und mögliche Lösungen finden. Am 20. August wird das Konzept dann erneut im nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss diskutiert.

Danach soll die aktualisierte Planung noch einmal öffentlich vorgestellt werden. Dafür ist unter anderem eine Einwohnerversammlung in Aschhausen geplant, bei der sich auch Anlieger noch einmal äußern können. Danach werden die Entwürfe erneut im Fachausschuss beraten und wieder öffentlich ausgelegt. Einen endgültigen Beschluss über den Bebauungsplan wird es erst in etwa einem Jahr geben.

An wen wird verkauft?

Einfamilienhausgrundstücke wird die Gemeinde voraussichtlich wie bisher nach einer Vergaberichtlinie bevorzugt an Familien aus Bad Zwischenahn verkaufen. Für den Bau geförderter Wohnungen kommen Gesellschaften wie die Ammerländer Wohnungsbau oder private Investoren in Betracht. Für den Bau von Reihenhäusern könnten sich mehrere Interessenten zusammenschließen, um gemeinsam kleine und günstige Grundstücke zu erwerben. Auch eine Vergabe an Investoren ist denkbar, die die Reihenhäuser dann vermieten oder weiter verkaufen.

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Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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