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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Baumschulen In Bad Zwischenahn: Tradition mit grünem Daumen

09.01.2019

Bad Zwischenahn Rund 350 Menschen arbeiten bei Bruns Pflanzen in Bad Zwischenahn, gar nicht so selten sind zwei Generationen im Unternehmen. Dass aber Vater, Sohn und Enkel die Entwicklung des Familienbetriebs begleitet haben, gibt es nicht oft. Walter Dittmann, der an diesem Mittwoch 85 Jahre alt wird, Sohn Thomas (49) und Enkel Jannes (28) sind so eine Familie. Sie haben nicht nur erlebt, wie sich die grüne Branche im Ammerland entwickelt und verändert hat, sie haben einen großen Anteil daran – den größten natürlich Senior Walter.

30 000 Lochkarten

Der bei Dresden aufgewachsene Dittmann kam als gelernter Baumschulgärtner Anfang der 1960er Jahre in das Familienunternehmen, zeigte aber auch schnell Talent als Kaufmann – und als Lehrer. Den heutigen Firmenchef Jan-Dieter Bruns fuhr er nicht nur gelegentlich zur Schule, er gab dem jungen Azubi auch vor einer Prüfung Nachhilfe in Sachen Koniferen, erinnerte sich der Chef jetzt.

Vater Wilhelm Bruns vertraute Walter Dittmann vor allem im Büro wichtige Aufgaben an. Zunächst machte er die Umstellung von handgeschriebenen Etiketten auf Datenverarbeitung mit Lochkarten mit – kein System mit Zukunft. „Wir hatten 30 000 Lochkarten, eine für jede Pflanze und jede Größe und für jeden Auftrag brauchten wir die Karten“, erinnerte sich der Senior wenige Tage vor seinem Geburtstag. „Wenn man einen Auftrag fertig machte, war die richtige Karte aber oft nicht da, weil sie noch in einem anderen Auftrag steckte. Drei Jahre haben wir das so gemacht.“

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„Ich hatte es im Büro manchmal schwer“, erzählte Dittmann. Für einige Kollegen war ich ja ,nur’ Meister.“ Aber sein doppeltes Talent setzte sich durch: „Als ich dann doch die kaufmännische Prüfung gemacht habe, wurde ich direkt danach gefragt, ob ich auch Lehrausbilder werden wollte.“

Immer wieder Neuanfang

1973 betraute Wilhelm Bruns Dittmann mit dem Aufbau eines EDV-Systems. „Ich habe ihn erstmal gefragt, was eine EDV ist“, erinnert der sich. Das wisse er auch nicht, habe Bruns geantwortet. Er habe aber gehört, dass ein vernünftiges Büro eine EDV brauche. Dittmann fand also eines der ersten Unternehmen, dass überhaupt Bildschirmgeräte anbot und lernte sogar selbst programmieren. Es sollte nicht der letzte Neuanfang sein – nach der Wiedervereinigung war der schon 58-jährige gebürtige Sachse erste Wahl, als es um den Aufbau des Geschäfts in den neuen Bundesländern ging.

Alles wird größer

Zu diesem Zeitpunkt war Sohn Thomas schon fünf Jahre im Unternehmen, die grüne Branche hatte er von Kindesbeinen an miterlebt – nicht nur beim Vater. Mutter Brunhilde Dittmann betrieb noch eine eigene kleine Baumschule für Containerpflanzen, in der die ganze Familie mit anpackte. Nach der Lehre in einem anderen Unternehmen holte sein Vater ihn 1987 in den Bruns-Betrieb in Ohrwege. Bis heute ist Thomas Dittmann in der Produktion geblieben, aber auch dort hat er viele Veränderungen mitgemacht. „Vor 30 Jahren war viel mehr Handarbeit gefragt. Heute arbeiten wir mit größeren Pflanzen und mit größeren Maschinen – deshalb ist die Arbeit aber noch lange nicht leichter“, sagt er.

Dritte Generation

Auch die dritte Generation Dittmann bei Bruns, der 28-jährige Jannes, hat 2008 mit einer Lehre als Gärtner begonnen. Da war Großvater Walter erst wenige Jahre zuvor, mit 68, in Rente gegangen. Anders als Walter hat Jannes den kaufmännischen Teil aber gleich hintendran gehängt. „Ich war fünf Jahre ewiger Azubi“, sagt er lachend. Heute macht der Enkel dass, womit der Großvater 1962 bei Bruns begonnen hatte: Einkauf. Und bei aller Veränderung gilt: Wer im Baumschulbereich erfolgreicher Kaufmann sein will, muss sich auch mit Pflanzen wirklich auskennen. „Heute wie damals kommt es vor, dass der Einkäufer beim Lieferanten auf dem Feld die besten Pflanzen aussucht“, erklärt Jan-Dieter Bruns. „Ausbinden“ heißt das, weil die ausgewählten Pflanzen mit einem Band gekennzeichnet werden.

Nicht immer nach Plan

Früher lief dabei nicht immer alles nach Plan. „Ich war mit Ihrem Vater auf Einkaufstour“, erinnert sich Walter Dittmann im Gespräch mit Bruns. „Ich sollte Eichen ausbinden – 1000 Stück.“ Gezählt habe er aber nicht: „Ich habe ein Bündel Bänder genommen und am Ende hatte ich 3000 Pflanzen ausgebunden. Als wir die dann später gut verkauft haben, war es aber nicht mehr schlimm.“

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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