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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Diskussion über Felder am See

05.02.2019

Bad Zwischenahn Dass landwirtschaftlich genutzte Flächen und ihre Düngung für einen großen Teil der Nährstoffeinträge ins Zwischenahner Meer und damit für die sogenannte Blaualgenblüte mitverantwortlich sind, gilt als sicher. Die Nährstoffe, die von diesen Flächen kommen, aus dem See heraus zu halten – das ist ein Hauptansatz in der im vergangenen Sommer vorgestellten Studie zur Sanierung des Zwischenahner Meeres.

Flächen zum Teil weit weg vom Ufer

Ein großer Teil der Flächen liegt weit weg von den Ufern des Sees, viele nicht mal auf Bad Zwischenahner Gemeindegebiet. Aber es gibt einige Felder, die direkt am Seeufer liegen – und mit denen wird sich an diesem Dienstag ab 17 Uhr im Haus Brandstätter (Am Brink 5) der Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt des Bad Zwischenahner Gemeinderates beschäftigen.

kommentar

Mit gutem Beispiel

Von Christian Quapp

Seit der Vorstellung der Machbarkeitsstudie im Sommer 2018 ist nicht viel über die Planungen zur Sanierung des Zwischenahner Meeres an die Öffentlichkeit gedrungen. Das ist nicht verwunderlich, schließlich sprachen die Experten von einer „Generationenaufgabe“ – mit großen Ergebnissen innerhalb eines halben Jahres war kaum zu rechnen.

Dennoch ist wichtig, das Thema immer wieder öffentlich anzusprechen. Nur wenn die Rufe aus Bad Zwischenahn laut genug sind, wird das Land Niedersachsen als Eigentümer des Sees auch bereit sein, Geld für die Sanierung auszugeben.

Dazu gehört auch, dass die Gemeinde mit gutem Beispiel voran geht. Und deshalb ist es sinnvoll, den Ankauf der ufernahen Flächen zumindest ernsthaft zu prüfen, genau wie jeden anderen Beitrag der Gemeinde, der zu weniger Nährstoffen im See beiträgt.

Die Gruppe Die Linke/ÖDP möchte, dass die Gemeinde solche Flächen kauft und sie zur Renaturierung, Bewaldung oder als Polderflächen zur Verfügung stellt. Würden diese Flächen mit Gülle gedüngt, so die Gruppe, würden die Nährstoffe besonders bei Starkregen oder nach langer Trockenheit direkt ins Meer gespült. Konkret haben Edgar Autenrieb (Die Linke) und Gunda Bruns (ÖDP) bereits einige Flächen genannt, die die Gemeinde nach Möglichkeit kaufen solle. Eine davon liegt am Rostruper Wasserzug, eine weitere im Naturschutzgebiet Stamers Hop. Zwei weitere Flächen haben die Lokalpolitiker in Meyerhausen am Dükebült und in Aue, unterhalb des Campingplatzes identifiziert. Weitere Flächen könnten aber im Zuge der Beratungen gerne aufgenommen werden, schreibt Autenrieb in dem Antrag.

Wahrscheinlichkeit gegen Verhältnismäßigkeit

Grundsätzlich, so antwortet die Verwaltung in der Beschlussvorlage für den Ausschuss, könne die Renaturierung der Flächen helfen, den Nährstoffeintrag zu reduzieren. Allerdings liege der Anteil der im Antrag aufgeführten Flächen am gesamten landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet des Meeres nur bei 0,2 Prozent. „Insoweit muss auch die Wirtschaftlichkeit und Verhältnismäßigkeit von Investitionen dem Wirkungsgrad gegenüber gestellt werden“, heißt es in der Vorlage. Diese weist auch darauf hin, dass bei einer Bewirtschaftung der Flächen nach „guter fachlicher Praxis“ keine Direkteinträge zu erwarten seien, zudem dürfe auf mehreren Flächen im Bereich des Landschaftsschutzgebietes seit 1998 keine Gülle mehr ausgebracht werden.

Dennoch: „Grundsätzlich werden aber auch von der Verwaltung die damit verfolgten Ziele der Reduzierung des Nährstoffeintrages unterstützt, zumal sich die im Antrag genannten Flächen im Bereich des Landschaftsschutzgebietes „Zwischenahner Meer mit Umgebung“ befinden.“ Erste Gespräche mit einem Pächter habe die Verwaltung bereits geführt, die Ergebnisse sollen in der Ausschusssitzung vorgestellt werden. Auch auf den aktuellen Sachstand aus dem Behörden-Arbeitskreis zur Sanierung des Zwischenahner Meeres will die Verwaltung dann eingehen.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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