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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Blaualgen: Was hilft gegen grüne Brühe?

17.11.2017

Bad Zwischenahn Ein ziemlich trüber und regnerischer Sommer liegt hinter dem Ammerland. Und obwohl es an Sonne fehlte, war das Zwischenahner Meer in der Wahrnehmung vieler Menschen deutlich öfter und länger als in den vergangenen Jahren von einer dicken übelriechenden grünen Schicht bedeckt. Was das ist, ist bekannt: Cyanobakterien, auch bekannt als Blaualgen, vermehren sich übermäßig und sorgen für den ekeligen und durchaus auch gesundheitlich bedenklichen Film auf dem Wasser.

 Viele BlauAlgen

Aber warum war dieses Problem in diesem Jahr so groß? Eigentlich war bisher immer klar: Die „Blaualgen“ vermehren sich besonders stark, wenn es heiß ist. Die Bürgerinitiative Bad Zwischenahn, vertreten durch Edgar Autenrieb und Friedrich Haubold, die sich seit Jahren um eine Lösung des Problems bemüht, vermutet, dass der Eintrag an Nährstoffen, vor allem Phosphat, in das Zwischenahner Meer mittlerweile so groß ist, dass die Cyanobakterien sich auch ohne warmes Klima besonders wohlfühlen. „Wir sind von vielen Zwischenahnern angesprochen worden, die mit uns einer Meinung sind, dass das Problem in diesem Jahr besonders extrem war“, sagt Edgar Autenrieb.

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 Studie liegt bald vor

Mit Spannung erwartet deshalb nicht nur die Bürgerinitiative die Vorstellung einer Machbarkeitsstudie, die klären soll, ob es Maßnahmen gibt, die eine Verringerung des Nährstoffeintrags in das Meer und damit eine Verbesserung der Wasserqualität bewirken. Die Studie werde voraussichtlich in den kommenden Tagen vorliegen, sagt Richard Eckhoff, Geschäftsführer der Ammerländer Wasseracht. Diese hatte die Studie beim Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beantragt. Zwei Mal wurde die Frist für die Fertigstellung der Studie verlängert, erst bis 30. September und zuletzt bis Ende Dezember. Sobald ihm die Studie vorliege, so Eckhoff, werde er mit den beteiligten Institutionen absprechen, wann die Ergebnisse vorgestellt werden können. Neben dem NLWKN finanzieren auch der Landkreis und die Gemeinde Bad Zwischenahn die Studie.

Die Vertreter der Bürgerinitiative, der sich über den Sommer zahlreiche weitere Bad Zwischenahner angeschlossen haben, sind überzeugt: „Das Meer kann saniert werden.“ Sie fürchten allerdings, dass am Ende der Bewertung der Studie ein anderes Ergebnis stehen wird, weil für die Verantwortlichen die Kosten im Vordergrund stehen.

 Breiter Dialog

Schon jetzt regt die Initiative deshalb einen Dialog mit allen interessierten Institutionen, Verbänden, Vereinen und Einzelpersonen an. In diesen Dialog sollen die Ergebnisse aller Studien der letzten Jahre aber auch der Rat von externen Experten einfließen.

 Viele Ideen

„Uns geht es nicht darum, Schuldige für die Situation am Meer zu finden, sondern mit allen gemeinsam an Lösungen zu arbeiten“, sagt Haubold zu den Plänen der Bürgerinitiative.

Ideen, wie dem Meer geholfen werden könnte, hat die BI bereits gesammelt: Von 10 000 Hektar Fläche, deren Oberflächenwasser in das Zwischenahner Meer fließt, müssten rund 500 Hektar renaturiert werden, um Phosphat und Stickstoff auszufiltern. Das könnten Pflanzen tun, die einen besonders hohen Nährstoffbedarf haben.

Rund um die Zuläufe des Meeres gebe es bereits große Flächen, die schon weitgehend naturnah seien, so Haubold.

Gleichzeitig sollten die Naturschutzgebiete am Ufer ausgeweitet werden. Weiter schlägt die Initiative vor, den Wasserspiegel des Meeres künftig nicht mehr künstlich hoch zu halten. Dafür müsste allerdings die Fahrrinne für die Schiffe der Weißen Flotte ausgebaggert werden.

 Meer Ausbaggern

Ausbaggern oder absaugen lassen würde die Initiative auch die Schlammschicht am Grund des Zwischenahner Meeres, aus dieser Schlammschicht stammt ein wesentlicher Teil des Phosphats im Wasser.

Weitere Ideen: Intensiv genutzte Ackerflächen sollten in Absprache mit den Eigentümern in extensive Flächen umgewandelt werden, die Zahl der Stege, künstlichen Steinufer und die Zahl der Weiden im Uferbereich müssten reduziert werden.

Über diese und mögliche weitere Vorschläge wolle die Bürgerinitiative reden, ohne Zeitdruck – wie Autenrieb und Haubold betonen. Den Dialog-Aufruf haben neben Autenrieb und Haubold 18 weitere Männer und Frauen unterzeichnet.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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