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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Von veganer Wurst und Verpackungsmüll

25.05.2019

Bad Zwischenahn Welchen Beitrag können vegetarische und vegane Fleischalternativen zum Klimaschutz leisten? Und welchen Einfluss hat die Verpackung auf das Thema Nachhaltigkeit?

Darüber, so kündigte die Rügenwalder Mühle an, wollten ihre Geschäftsführer Lothar Bentlage und Godo Röben mit Experten, Bloggern, Journalisten und Verbrauchern bei einer Diskussionsrunde am Freitag sprechen. Von der Rügenwalder Mühle an der Wiefelsteder Straße aus wurde die Runde über Youtube live übertragen – in zweimal 90 Minuten, von 12 bis 15.30 Uhr. Das Zwischenahner Unternehmen, einst nur als Wurst-Hersteller bekannt, wandelt sich massiv und ist inzwischen Vorreiter und Marktführer bei vegetarischen und veganen Fleischalternativen.

Am Ende der zweiten Diskussion dieser Art standen dann aber weniger die Firma und ihre Produkte im Mittelpunkt als grundsätzliche Gedanken über den Weg zur Nachhaltigkeit.

Hürden überwinden

Zunächst wurde aber engagiert über Wurst und vegetarischen oder veganen Ersatz diskutiert. Landwirte meldeten sich ebenso zu Wort wie Tierschützer, Vegetarier und Veganer ebenso wie Fleischesser. In den ersten 90 Minuten drehten sich die Gespräche um den Klimaschutz. Der Verzicht oder der verringerte Konsum von Fleisch, darüber herrschte Einigkeit, kann einen großen Beitrag zur Vermeidung von Treibhausgasen leisten. Themen waren aber auch der Verzicht auf Ei und damit die Umstellung von vegetarischen auf vegane Produkte sowie die Hürden, die überwunden werden müssen. Auch die Frage nach der Herkunft von Rohstoffen wie Soja-Bohnen wurde erörtert.

In der zweiten Runde ging es dann mehr um das Thema Verpackung, und spätestens hier kam die Rolle der beiden Experten besonders zum Tragen: Georg Barfuß, Professor für Nachhaltigkeit an der Technischen Hochschule Ingolstadt, und Sebastian Klaus, Professor für Verpackungstechnik an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, diskutierten in Bad Zwischenahn mit.

Differenzierter Blick

Besonders Klaus bemühte sich, das Thema Verpackung und Verpackungsmüll differenziert zu erklären – zum Beispiel daran, dass immer dünnere Verpackungsfolien zwar den verbreiteten Wunsch nach weniger Plastikmüll bedienen, die Wiederverwertung aber erschweren und so teilweise kontraproduktiv wirken.

Beide Wissenschaftler waren sich besonders in einem Punkt einig: Ein Punkt, der in einer von einem Wirtschaftsunternehmen organisierten Diskussionsrunde eher überraschend war: Der beste Weg zu mehr Nachhaltigkeit sei, weniger zu konsumieren und jeden Kauf zu überdenken – sei es den eines Fernsehers, von Wurst oder eines Autos.

Letzen Endes, so fasste es Barfuß zusammen, müsse aber jeder, der sich vornimmt, ab heute in jedem Lebensbereich nachhaltig zu leben, scheitern – ob Verbraucher oder Unternehmer. Es gehe nur Schritt für Schritt, Thema für Thema.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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