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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wird in Bad Zwischenahn genug gebaut?

14.03.2019

Bad Zwischenahn Am Meer spielt das Wörtchen „mehr“ eine ganz besondere Rolle. In Bad Zwischenahn hat man mehr Geld. Mit einem verfügbaren Haushaltseinkommen von 51 500 Euro liegt man deutlich über dem Kreisdurchschnitt (48 800 Euro).

Auch bei den Immobilienpreisen muss man in Zwischenahn mehr bezahlen. Und es gibt mehr ältere Menschen als im Rest des Ammerlandes. Rund 30 Prozent der Einwohner sind bereits jetzt über 65 Jahre alt. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen ist hingegen noch nicht einmal halb so groß.

Wie sieht es auf dem Mietmarkt aus?

Bad Zwischenahn muss man sich mittlerweile leisten können – und wollen. Im Schnitt sind die Mieten nirgendwo im Ammerland höher. Sogar die Stadt Oldenburg hat Zwischenahn schon fast eingeholt. 7,20 Euro kostete zuletzt der Quadratmeter (kalt). Und dies ist nur ein Mittelwert. Innerhalb von drei Jahren haben sich die Preise um elf Prozent erhöht. In der Region muss nur in Oldenburg (7,60 Euro) noch mehr bezahlt werden.

Bei Neubauten kommt man damit allerdings nicht aus. Hier liegt der Mittelwert bei 9,40 Euro. Aber es werden durchaus auch Mieten von zwölf Euro gefordert – und bezahlt. Analysiert hat dies das Gewos-Institut im Auftrag des Landkreises.

Die Studie ist Teil des Wohnraumversorgungskonzeptes. Damit soll u.a. auch der Bau von sozial geförderten Mietwohnungen erleichtert werden. Denn: liegt für eine Gemeinde so ein Konzept vor, können Investoren (private oder kommunale) Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. Allerdings sind auch die Kommunen gefordert. Sie müssen entsprechend günstige Grundstücke ausweisen.

Gibt es auch günstige Wohnungen in der Gemeinde?

Ja, aber. Obwohl Bad Zwischenahn mit Abstand die größte Gemeinde im Ammerland ist, liegt sie bei der absoluten Zahl der Sozialwohnungen nur auf Platz drei. Gerade mal 82 Einheiten gab es 2017. Im Jahr 2025 wird es nur noch 14 Sozialwohnungen geben – wenn nicht neue gebaut werden. Hintergrund: ältere Wohnungen fallen zumeist nach zwei bis drei Jahrzehnten aus der Sozialbindung heraus. Pro 1000 Einwohner gab es in Bad Zwischenahn zuletzt gerade mal 2,8 Sozialwohnungen.

Wird genug gebaut im Ort?

Das kann man mit einem klaren Nein beantworten. Egal, ob Miet- oder Kaufobjekte, die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot. 2017 gab es gerade mal 0,5 Fertigstellungen pro 1000 Einwohner. Der Durchschnitt für das Ammerland liegt bei 1,9 – also fast viermal höher.

Wie sieht es bei den Kauf-Immobilien aus?

Auch hier ist Bad Zwischenahn das teuerste Pflaster im Ammerland. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus lag 2017 bei 267 000 Euro (hier werden auch ältere Objekte und Häuser in Randlagen im Mittelwert mitgerechnet). Drei Jahre vorher war das Durchschnittshaus noch satte 57 000 Euro billiger. Ein Plus von 27 Prozent innerhalb von drei Jahren. In der Region ist nur Oldenburg teurer (Mittelwert 356 000 Euro).

Welchen Baubedarf gibt es?

Auch das haben die Forscher ausgerechnet. Insgesamt gehen sie von 1170 zusätzlichen Wohneinheiten bis 2035 aus. Davon entfallen 800 auf Einfamilienhäuser. Denn nach wie vor zieht es (Oldenburger) Familien in die grenznahen Gemeindeteile wie Ofen oder Petersfehn.

Bis zum Jahr 2025 liegt der Neubaubedarf allein bei 770 Wohneinheiten, davon 280 in Mehrfamilienhäusern und 490 in Einfamilienhäusern. Will die Gemeinde diesen Bedarf befriedigen, müssen schon bald Bauplätze ausgewiesen werden. Passiert hier nichts (oder zu wenig), dürften die Preise weiter deutlich steigen.

Wie wird sich die Bevölkerung verändern?

Der demografische Wandel betrifft alle Kommunen in Deutschland. In Bad Zwischenahn wird die Zahl der Älteren aber noch deutlicher steigen. Bereits jetzt sind mehr als die Hälfte der Einwohner älter als 50. Rund 30 Prozent haben bereits die 65 überschritten. In den kommenden zehn Jahren werden dann die Baby-Boomer ins Rentenalter kommen. Der Anteil der Gruppe unter 30 Jahren liegt hingegen aktuell gerade mal knapp über 20 Prozent.

Und vor alle junge Menschen ziehen nach Ende der Schule weg – zum Studieren, aber auch für die Ausbildung.

Die Zuzügler hingegen sind z.T. bereits im Rentenalter. Die Wanderungsbilanz weist bei der Altersklasse über 65 ein Plus von 25 Prozent auf. 21 Prozent sind zwischen 50 und 65.

Wie steht es um den Arbeitsmarkt?

Das Ammerland ist ein Pendlerland. Vor allem nach Oldenburg fahren viele Menschen zur Arbeit. In Bad Zwischenahn sind dies 43 Prozent der Pendler. Ein gibt allerdings fast so viele Einpendler wie Auspendler. Knapp über 6000 Menschen fahren täglich zur Arbeit ans Meer (oder den anderen Ortsteilen), Vor allem die Reha-Klinik und die Karl-Jaspers-Klinik beschäftigen viele Einpendler. Kreisweit ist die Zahl der Beschäftigten am Arbeitsort zwischen 2010 und 2017 um 23 Prozent gestiegen. In Zwischenahn lediglich um elf Prozent.

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Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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