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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Mikro-Häuser für Azubis und Fachkräfte?

19.09.2019

Bad Zwischenahn Können Mini oder Mikro-Häuser – sogenannte Tiny Houses – den Wohnungsmangel in Bad Zwischenahn mildern? Oder sind Appartement-Häuser die bessere Lösung? CDU-Ratsherr Ulf Burmeister setzt auf die Mikro-Häuser und seine Fraktion hatte beantragt, diese Idee zu prüfen. Die Ergebnisse dieser Prüfung stellte die Gemeindeverwaltung am Dienstagabend im Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt vor.

Unter einem Tiny House versteht man kleine Gebäude die in der Regel maximal 30 Quadratmeter Fläche haben, die Wohnfläche ist meist deutlich geringer. Die Häuser können fest an einem Ort aufgebaut werden oder mobil sein. Bad Zwischenahn wäre nicht die erste Gemeinde in der Region, die Plätze für Tiny Houses ausweist. Die Stadt Oldenburg hat auf dem ehemaligen Fliegerhorst-Gelände ein Areal für neun dieser Häuser vorgesehen.

In Bad Zwischenahn, so erläuterte Merle Tönsmeyer aus dem Planungs- und Umweltamt, seien derzeit drei Möglichkeiten für ein derartiges Projekt vorstellbar: In einem künftig geplanten Neubaugebiet am Sandweg in Petersfehn, auf dem Areal des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses und theoretisch auch im geplanten Neubaugebiet in Aschhausen. Auf dem ehemaligen BWK-Gelände wäre vorstellbar, Mini-Häuser teilweise für die touristische Nutzung und teilweise als Dauerwohnung vorzusehen.

Ulf Burmeister (CDU) der die Idee eingebracht hatte, machte sich noch einmal für den Vorschlag stark. Er sieht Mini-Häuser vor allem als eine Möglichkeit, dringend benötigten Wohnraum für Auszubildende und Mitarbeiter aus der Gastronomie zu schaffen. Aber auch gut ausgebildete Menschen, die nur kurzfristig beruflich in der Gemeinde sind, sieht er als potenzielle Bewohner. Tatsächlich hätte ihm gegenüber bereits Hoteliers signalisiert, sie würden solche Tiny Houses finanzieren und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen.

Die Verwaltungsspitze bewertet den Bedarf zurückhaltender. Carsten Meyer, Fachbereichsleiter Bauverwaltung, warf ein, ob nicht Gebäude in traditioneller Bauweise mit Ein- oder Zwei-Zimmer-Appartements für die Zielgruppe Azubis und Gastro-Mitarbeiter die attraktivere Lösung wären. Und auch Bürgermeister Arno Schilling merkte an, Tiny Houses seien zwar ein interessantes Konzept aber eben auch eine sehr spezielle Wohnform. Die Verwaltung sieht am ehesten Studenten als Zielgruppe.

Auch bei den Ausschussmitgliedern ergab sich noch eine ganze Reihe Fragen. Jonny Deeken (FDP) fragte nach, ob die Flächen für Tiny Houses bei einem solchen Projekt verkauft, vermietet oder verpachtet würden. Grundsätzlich seien alle Varianten denkbar, antwortete Merle Tönsmeyer, unter anderem der Verkauf einer größeren Fläche für mehrere Häuser an eine Gruppe oder einen Investor, der oder die dann einzelne Flächen verpachten könne.

Martin Ebert (SPD) stellte die Frage nach den Kosten. einfache Varianten gebe es ab 20 000 Euro, hochwertigere Häuser kosteten aber auch 70 000 oder 80 000 Euro hatte Burrmeister recherchiert.

Der Ausschuss fasste keinen konkreten Beschluss zum weiteren Vorgehen. CDU-Ratsherr Burmeister will seine Idee in jedem Fall weiter verfolgen. „Wer geeignete Flächen hat, kann sich direkt bei mir melden“, sagte er am Mittwoch im Gespräch mit der NWZ. Auch die Gründung eines Vereins, der als Betreiber einer entsprechenden Fläche auftrete, sei denkbar, sagte er.

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Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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