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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Bahnhofstraße als Sorgenkind

16.05.2018

Bad Zwischenahn Eigentlich läuft es gerade richtig gut im Verein Bad Zwischenahner Woche. Als der Vorsitzende Reinhard Flohr am Montagabend im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus die Pläne für das Jahr 2018 vorstellte, freute er sich vor allem über die Zusammensetzung des Vereins. „Von ganz Jungen mit neuen Ideen bis zu älteren Mitgliedern mit viel Erfahrung ist alles vertreten“, erzählte er am Montagabend.

Dennoch kam Flohr mit Sorgen zu den Politikern, oder besser mit einem Sorgenkind: Der Bahnhofstraße. Es gebe zwar unglaublich viele Schausteller und Standbetreiber, die bei der Bad Zwischenahner Woche dabei sein wollen. Von denen wolle aber keiner in der Bahnhofstraße stehen. „Es kommen einfach zu wenige Besucher in die Straße“, so der Vereins-Chef. Allein die Vertreter der Partnergemeinde Izegem mit dem belgischen Bier hätten in den vergangenen Jahren die Bahnhofstraße noch zu einem Anziehungspunkt gemacht.

Nach aktuellem Stand sehe es so aus, als ob die Straße in diesem Jahr bei der Bad Zwischenahner Woche leer bleiben würde, dem Stand aus Izegem will Flohr diesmal auf den Marktplatz einen Platz geben.

„Wir finden das schade und würden uns über eine Lösung sehr freuen“, sagte Flohr nach der Sitzung. Für Vorschläge, wie die Bahnhofstraße wieder zum Magneten werden könne, sei der Verein offen. Er könne allerdings für ein zusätzliches Angebot keine personelle oder finanzielle Unterstützung leisten. „Das lassen unsere Ressourcen nicht zu so“, so Flohr.

Auch abseits der Bahnhofstraße wird es einige Veränderungen geben. Der Verein möchte auf dem Marktplatz mehr Sitzgelegenheiten schaffen. „Deshalb wird es dort einige Getränkestände weniger geben. Die Bühne wird erstmals wieder auf der anderen Seite des Platzes vor der Kirche stehen“, kündigte Flohr an.

Wieder geben werde es das Kinderfest mit seinem großen Angebot auf der Wiese beim Fährhaus, kündigte Flohr darüber hinaus an. Und er freute sich über eine Idee der SG-Elmendorf-Gristede. Die will ein Fußball-Kunstrasenturnier austragen. Dafür werde eigens eine 15 mal 15 Meter große Kunstrasenfläche ausgelegt.

Im Ausschuss wurden auch noch einige andere Aspekte angesprochen. Wie sich die Besucherzahlen entwickelt hätten, wollte Henning Dierks (SPD) wissen. Wie sich die Zahl der Standbetreiber insgesamt verändert habe, fragte Bürgermeister Arno Schilling. Er habe das Gefühl, es gebe deutlich mehr Lücken entlang der Straßen als früher. Die Besucherzahlen könnten nur geschätzt werden, antwortete Flohr, er vermute gleich bleibende oder leicht steigende Zahlen in den vergangenen Jahren. Die Lücken zwischen den Ständen, so antwortete Flohr, seien nicht auf einen Mangel an Standbetreibern zurückzuführen. „Wir könnten den ganzen Ort mit Ständen pflastern.“ Problematisch sei eher die Kooperation mit den Geschäften, die ihre Schaufenster möglichst frei und unverstellt haben wollten. „Drei Meter Breite vor dem Geschäft sichern wir jedem zu“, so Flohr. Viele Geschäfte seien damit aber nicht zufrieden. Die bezahlten beim Verein eine Standgebühr, ließen die Fläche dann aber einfach frei. Bisher habe der Verein das zähneknirschend hingenommen – auch weil er grundsätzlich an einer Kooperation interessiert sei. Die gestalte sich aber besonders bei den Filialisten zunehmend schwierig. Er freue sich, wenn der Verein aus Politik und Verwaltung Rückendeckung für eine etwas härtere Linie bekomme. Diese Rückendeckung signalisierten mehrere Ausschussmitglieder, immerhin gehe es um öffentliche Flächen. Das nötige Fingerspitzengefühl, das unter anderem Norbert Steinhoff (FDP) angemahnt hatte, sicherte Flohr zu. „Wir wollen und werden keine Pommesbude vor ein Textilgeschäft setzen“, versicherte er.

Abgeschlossen sind die Planungen für die 43. Bad Zwischenahner Woche vom 15. bis 19. August nicht, Flohr kündigte noch Überraschungen an.

Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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