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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Bahn steckt bei Aufzügen noch immer fest

13.05.2017

Rastede Die Deutsche Bahn steckt beim Einbau der Fahrstühle am Rasteder Bahnhof weiter fest. Frühestens ab September sollen die Aufzüge nun für die Öffentlichkeit nutzbar seien. Das erfuhr der CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Albani nach einer Anfrage von der Deutschen Bahn. Demnach sollen zwar die Arbeiten bis Juli erfolgen. Danach sei aber noch eine Abnahme- und Inbetriebnahmephase nötig, habe die Bahn mitgeteilt, so Albani.

Kein Einzelfall

Fahrstuhl-Probleme scheinen bei der Deutschen Bahn nichts Neues zu sein. In Hude (Landkreis Oldenburg) spielte sich ein ähnlicher Fall ab.

Die Modernisierung des Bahnhofs in Hude hatte im Jahr 2014 begonnen und sollte im Februar 2015 abgeschlossen sein. Im März 2015 fuhren die Aufzüge jedoch noch immer nicht. Zum Ende des Frühjahres sollte alles erledigt sein, hieß es damals.

Im September 2015 bewegten sich die Fahrstühle im Huder Bahnhof aber noch immer nicht. Das Problem: Die Herstellerfirma hatte die interne Abnahme noch nicht vorgenommen, die der Abnahme durch die Bahn vorausgehen musste. Erst Mitte Dezember 2015 erfolgte die Inbetriebnahme.

Bis zum ersten Zwischenfall dauerte es danach keine zwei Wochen. Eine Person steckte im Aufzug fest und musste befreit werden. In den folgenden Monaten kam es dann immer wieder zu solchen Problemen.

Ursprünglich sollten die beiden Fahrstühle, mit denen Fahrgäste die Gleise 2 und 3 erreichen können, schon Ende 2016 fertiggestellt sein. Der Einbau war Teil der Modernisierung des Bahnhofs, zu der auch eine neue Unterführung mit überdachtem Treppenaufgang und ein auf 55 Zentimeter angehobener Mittelbahnsteig gehörten.

Nachdem das beauftragte Planungsbüro Insolvenz angemeldet hatte, stockten die Arbeiten jedoch vor allem bei den Aufzügen. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn mitgeteilt, dass die beiden Fahrstühle im Frühjahr dieses Jahres betriebsbereit sein sollten. Doch daraus wird nun aber ebenfalls nichts.

Bei einem Ortstermin am Freitag machten sich Albani, Bürgermeister Dieter von Essen, der stellvertretende Bürgermeister Torsten Wilters sowie Jann Aden, Karl-Heinz Köne und Adolf Marxfeld vom Seniorenbeirat Rastede ein Bild von den Sanierungsarbeiten. Und übten reichlich Kritik.

„Diese Situation ist für uns nicht hinnehmbar“, machten Aden, Köne und Marxfeld für den Seniorenbeirat deutlich. Die erneute Verzögerung sei nicht nachvollziehbar und ein Ärgernis für viele Rollstuhlfahrer, Radfahrer und Familien mit Kinderwagen. Auch Bürgermeister von Essen zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Bahn die Gemeinde nicht über die Verzögerung informiert hatte.

„Zu Recht fühlt man sich hier auf einem Abstellgleis geparkt“, erklärte Albani und nannte die Verzögerungen inakzeptabel. Er sicherte zu, sich weiterhin mit der Deutschen Bahn auseinanderzusetzen: „Ich werde mich dafür einsetzen, den Prozess zu beschleunigen. Rastede hat einen tollen Bahnhof bekommen, für den sich viele Kräfte, allen voran der Seniorenbeirat, stark gemacht haben und für den man die Bahn loben muss. Die Barrierefreiheit muss nun aber umgehend hergestellt werden.“

So lange die Aufzüge nicht betriebsbereit sind, sind demnach zum Beispiel Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen weiterhin auf Hilfe angewiesen, um die Gleise 2 und 3 auf dem Mittelbahnsteig zu erreichen. Diese sind nämlich nur durch die Unterführung zugänglich. Und das heißt: Eine Menge Treppenstufen müssen bewältigt werden.

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