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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„Bin richtiger Blutspendetourist“

14.03.2009

SPOHLE /HERRENHAUSEN Wenn es ihr weiterhin gut geht und wenn man es ihr erlaubt, dann möchte Hildegard Kuhlmann auch weiterhin Blut spenden, wenn sie bereits 68 Jahre geworden ist und damit eigentlich die Altersgrenze fürs Spenden erreicht hat. Denn eines möchte die heute 65-Jährige noch erreichen: die 125. Spende, sagt die Herrenhauserin.

Für Frauen ist das gar nicht so leicht, denn sie dürfen nur viermal im Jahr einen entsprechenden Termin besuchen, weiß die Bezirksvorsteherin für den Bereich Herrenhausen-Hullenhausen. Da zwischen Blutspendeterminen zudem noch eine Pause von jeweils acht Wochen liegen muss, hat es Hildegard Kuhlmann nicht immer leicht, ihre Termine zu koordinieren. Denn genau das tut sie, ruft von sich aus beim Blutspendedienst Niedersachsen an, wenn die acht Wochen seit der letzten Spende fast vorbei sind, und lässt sich zeitnahe Termine in der Umgebung geben. „Ich bin ein richtiger Blutspendetourist“, lacht die 65-Jährige, die eigentlich erst 1988 begann, mehrmals im Jahr Termine zu besuchen. Damals war die Tochter von Freunden, beste Freundin auch der Tochter Hildegard Kuhlmanns, im Alter von 18 Jahren bei einem Verkehrunfall ums Leben gekommen. „Irgendwie hat mir das bewusst gemacht, wie wichtig die Blutspende ist“, sagt Hildegard Kuhlmann, die seitdem meist viermal im Jahr zum „Aderlass“ geht. In

Obenstrohe, Varel, Jaderberg, Westerstede, Nethen, Wiefelstede und Rastede ist sie dann schon mal anzutreffen – oder im benachbarten Spohle, wo die Freiwillige Feuerwehr bereits seit 1965 Blutspendetermine anbietet – mittlerweile dreimal im Jahr. So auch am Montag, 16. März, von 17 bis 20 Uhr im Feuerwehrhaus. Die Frauen der Alterskameraden und Aktiven sorgen für die Bewirtung. „Manche der Frauen machen das bereits seit 1965“, weiß Gemeindebrandmeister Johann Klarmann, der betont: „Am Montag wird für die Spender gegrillt“.

Hildegard Kuhlmann will auf jeden Fall hingehen. Ob sie allerdings wirklich seit 1965 in Spohle jeweils einen halben Liter ihres Blutes gibt, weiß sie beim besten Willen nicht mehr, „aber möglich wäre es schon“, sagt sie. Die 100. Spende hat sie auf jeden Fall in Spohle gegeben – am 17. Oktober 2006, das weiß sie noch genau. Auch ein Bild in der NWZ hatte es damals gegeben. Und am kommenden Montag wird sie ihre mittlerweile 107. Spende der Blutgruppe „0 positiv“, der zweithäufigsten Blutgruppe, leisten und kommt damit ihrem großen Ziel wieder ein Stück näher.

Gestört hat sie bei Blutspendeterminen früher eigentlich nur eines: der Piekser in den Finger bei der ersten Blutentnahme. „Heute ist das gar nicht mehr zu spüren“, freut sich die Herrenhauserin, die vor vier Jahren sogar einmal für sich selbst Blut gespendet hatte: Da bekam sie eine neue Hüfte.

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