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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Bürger gegen Windpark am Vehnemoor

07.03.2014

Husbäke Im Spätherbst 2013 hatte sich bereits die Interessengemeinschaft (IG) zur Rettung des Vehnemoores gegen Pläne gewandt, auf Flächen am Husbäker Hogenset, die direkt ans „Barwische Meer“ des Vehnemoores grenzen, einen Windpark zu errichten. Jetzt melden sich auch Anwohner des Vehnemoores zu Wort, die von Windkraftanlagen an diesem Standort ebenfalls nichts halten. Die Flächen am „Südlichen Küstenkanal“ gelten jedoch nach der Ammerländer Potenzialstudie als besonders geeignet für Windkraftanlagen.

„Der geplante Windpark soll in wenigen hundert Metern Entfernung zu unseren Häusern auf dem Gelände zwischen Breslauer Straße und Hogenset in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet entstehen. Gebaut werden sollen sechs bis acht Windkraftanlagen, die mit ihren 200 Metern fast 50 Meter höher sind als der Kölner Dom“, so der Husbäker Matthias Elsner. Die Anwohner würden dadurch mit massiven Lärm Tag und Nacht, rotem Blitzfeuer als Flugsicherung abends und des Nachts, mit ständigem Schattenschlag, möglichen gesundheitlichen Problemen und einem massiven Wertverlust von Häusern und Grundstücken konfrontiert.

Insbesondere jedoch sei der geplante Windpark eine Gefahr für das etwa 1700 Hektar große Naturschutzgebiet Vehnemoor, das wieder eines der größten zusammenhängende Moorgebiete ganz Deutschlands werden könne. Durch den Windpark direkt neben dem Naturschutzgebiet sei jedoch eine hoffnungsvolle Entwicklung zu einer weiten Moorlandschaft gefährdet. Die inzwischen wiedervernässten Flächen des Moores zeichneten sich bereits durch viele schützenswerte Pflanzen und Tiere aus und hätten sich zu einem Zugvogelrastplatz von internationaler Bedeutung entwickelt. Windkraftanlagen am Hogenset, so notwendig sie im Zuge der Energiewende an anderen, besseren Standorten seien, behinderten den Einflug tausender Zugvögel. Die großflächige Wiederherstellung von Moorgebieten sei zudem sinnlos, wenn 200 Meter neben solchen Gebieten bis zu 200 Meter hohe Windkraftanlagen entstünden, so Elsner. Zusammen mit anderen Anwohnern wandte sich der Husbäker auch an Politiker. In Briefen an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, Landwirtschaftsminister Christian Meyer und MdL Sigrid Rakow (Edewecht) wurde die Problematik geschildert und um Unterstützung gebeten.

Über den Windpark am Hogenset will der Bauausschuss des Rates voraussichtlich am 28. April beraten.

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2605

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