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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Bürger lehnen Riesenstall ab

16.07.2013
Betrifft: Diverse Berichte zum geplanten Bau einer Stallanlage für 918 Tiere in Kleibrok

Mich beschleicht Verwunderung, wo immer sich empörter Bürgerwiderstand gegen geplante Großprojekte erhebt, sei es beim Ausbau eines Flughafens, beim Neubau einer Autobahn, beim Erstellen eines Windparks oder eben beim Bau eines Megastalls. (...) Sind nicht wir Bürger es, die im Urlaub die Welt erkunden und die Sonne an fernen Stränden genießen wollen und dazu (immer häufiger) in den Flieger steigen? Wollen wir nicht möglichst rasch über ein bestens ausgebautes Autobahnnetz auch in die entlegensten Dörfer und Erholungsgebiete gelangen? Steigt nicht unser Energiehunger immer mehr und wollen wir nicht zuletzt auch möglichst viele Fleisch- und Milchprodukte zu minimalen Preisen?

Wenn wir nicht zu einem grundlegenden Umdenken und einer Änderung unserer Lebensweise bereit sind, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir mit den unliebsamen Auswüchsen auch direkt vor unserer Haustür konfrontiert werden.

Damit Sie mich nicht missverstehen: Ich bin ausdrücklich gegen Flughafenerweiterungen, Ausbau des Autobahnnetzes, Biogasanlagen, und eben auch und ganz besonders gegen Massentierhaltung, aber ich habe daraus seit Jahrzehnten die Konsequenz gezogen, dass ich eben nur Urlaub mache, wo ich mit dem Zug/Rad hinkomme, dass ich nicht die bequeme Transportvariante Auto für die 20 Kilometer zu meinem Arbeitsplatz in Anspruch nehme, dass mein Haus nicht im Lichterglanz erstrahlt, dass Radio, Fernseher und PC nicht Dauerbegleiter am Feierabend sind und dass ich mich fast ausschließlich vegetarisch ernähre, und wenn ich Fleisch esse, es mir dann von „glücklichen Tieren“ gönne.

Dörthe Henoch
Rastede

(...) In unserem Land ist es zurzeit an der Tagesordnung, dass ein Lebensmittelskandal den anderen jagt. Insbesondere ist hier der Umgang mit Fleisch zu erwähnen. Die Überproduktion von Lebensmitteln führt dazu, dass unzählige Tonnen von Lebensmitteln weggeschmissen werden. Was machen wir? Wir eröffnen Speisekammern für Bedürftige. Was stimmt in unserm Land nicht mehr?

Zu allem Überfluss kommt nun Herr Meyer-Hullmann und möchte in Rastede eine Massentierhaltung aufbauen. Ein Mehr an Verkehr, Staub, Lärm und Geruch ist zu erwarten. Aber egal, es werden Gutachten erstellt und damit fertig. Die Faktoren anhand derer diese Gutachten erstellt worden sind, sind wahrscheinlich fiktiv. Wie so üblich wird angenommen und geschätzt, denn von berechnen kann man hier wohl kaum sprechen. Kein Gutachter kann z. B. die vorherrschende Windrichtung der nächsten zehn Jahre bestimmen. Die angrenzenden Bewohner haben schon jetzt mein Verständnis und Bedauern.

Sehr geehrter Herr Meyer-Hullmann, nehmen Sie sich mal eine Stunde Zeit und denke Sie in Ruhe über Ihr Vorhaben nach. (...) Auch wenn Sie das Recht auf Ihrer Seite haben sollten, so gibt es doch auch eine moralische Verpflichtung der Allgemeinheit gegenüber. Die Bürger sprechen sich gegen den Bau Ihrer Stallanlagen aus. Nehmen Sie die Bewohner dieses schönen Ortes ernst und legen Sie das Vorhaben ad Acta.

Frank Näth
Rastede

(...) Man fragt sich, welche unternehmerische Ignoranz notwendig ist, um solch einen Antrag, nur zum Eigennutz wirtschaftlicher Interessen und unter Missachtung der mit Sicherheit zu erwartenden hohen Dauerbelastung für die Rasteder Einwohner, zu stellen.

(...) Nach Aussage der verschiedenen Gutachter bewegt sich der Bauantrag offensichtlich noch im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte. Auch die Nachreichung der fehlenden Nachweise zur Genehmigung, u. a. Flächennachweise zur möglichen Eigenversorgung der Tiere, soll wohl nur eine Formsache sein. Hier kann man nur auf eine sehr kritische und gründliche Prüfung und Hinterfragung der Angaben hoffen.

Wenn der schlimmstmögliche Fall der Genehmigung dann doch eintritt, erwartet uns tagtäglich eine verkehrliche Dauerbelastung im Ort durch Futtermitteltransporte mit überbreiten landwirtschaftlichen Großfahrzeugen und eine starke Geruchs- und Staubemission durch die nahe Stallanlage.

Bereits jetzt ergibt sich durch die vor Jahren gebaute Biogasanlage auf gleicher Hofstelle eine erhebliche Beeinträchtigung der Anwohner durch Transportfahrzeuge und Geruchsbelastung. Hier stellt sich die Frage, inwieweit durch die seinerzeit genehmigte Anlage vielleicht schon Fakten für die nun geplante Umsiedlung der Viehhaltung nach Rastede geschaffen wurden.

Den Bau dieser industriellen Großstallanlage, direkt am Ortsrand gelegen, kann man auch unter Würdigung aller Umstände nur als anmaßend und rücksichtslos gegenüber Mensch, Natur, Umwelt und Tier bezeichnen!

Nur durch eine breite Ablehnung durch den Bürger, verdeutlicht durch eine umfangreiche Unterschriftensammlung, kann man diesem Ansinnen noch Einhalt gebieten!

Wir Rasteder Bürger wollen unsere allseits gelobte gute Wohn- und Lebensqualität erhalten und lehnen daher das geplante Bauvorhaben mit aller Entschiedenheit ab.

Helmut Martens
Rastede

Anfang dieses Jahres ist bereits ein Projekt (Erweiterung Zollhaus mit Bau einer Eventhalle) an der Kleibroker Straße von der Gemeinde trotz Protests von Anliegern genehmigt worden mit erheblicher Auswirkung auf die benachbarten Häuser und die gesamte Kleibroker Straße durch weiter steigenden Verkehr und Lärm bis in die Nacht.

Im letzten Jahr wurde eine große Biogasanlage auch an der Kleibroker Straße genehmigt und gebaut, verbunden mit stark gestiegenem Verkehr und Lärm durch die besonders großen Zugmaschinen und Anhänger für Gülle und sonstige Lieferartikel für die Biogasanlage. Dazu der eklige Gestank in unregelmäßigen Abständen.

Nun soll noch ein riesiger Stall für Kühe mit den entsprechenden Anlagen der Biogasanlage angeschlossen werden. Ein weiter zunehmender Gestank für das Umfeld wird die Folge sein.

Die Anlieger erleiden eine erhebliche Wertminderung ihrer Immobilien, nur weil ein einzelner Unternehmer seine Anlage erweitern will mit Fördermitteln aus Steuergeldern!

Ein kleiner Vorteil für die Anwohner könnte aber dadurch entstehen, dass die von der Gemeinde so gelobte Zollhauserweiterung durch den Bau der riesigen Kuhställe sinnlos erscheint.

Axel Krefeldt
Rastede

Mein Mann und ich sind strikt gegen den Bau eines Riesenstalls durch den Landwirt Christian Meyer-Hullmann. Sollte der Landkreis die Sache gegen den Willen der Gemeinde und Bürger genehmigen, werden wir es uns überlegen, aus Rastede wegzuziehen. Durch jede in unserer Bauerschaft neu freigegebene Baufläche wird verantwortungslos die Landschaft hier zerstört, Bäume werden gefällt, die Pflanzen- und Tierwelt ausgerottet sowie auf lange Sicht gesehen auch unser Klima negativ beeinflusst. So eine Angelegenheit werden wir, Naturliebhaber mit musischen Akzenten, nicht unterstützen.

Angela und Gernot Wilhelm
Rastede