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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„Bulli fahren schöne Entschleunigung des Alltags“

11.05.2013

Conneforde /Varel 1994 kaufte Edi Otholt seinen ersten VW-Bulli – nicht mehr fahrtüchtig. „Den habe ich damals in Dringenburg erstanden“, sagt der Vareler. Seinen „Samba“ fährt er heute noch, hat mittlerweile die dritte Maschine darin laufen. An diesem Wochenende hat das Mitglied des bundesweiten Vereins „BulliKartei“ mit Gleichgesinnten im Ferienpark Bernsteinsee in Conneforde Station gemacht – fürs alljährliche Bundestreffen des Vereins. Otholt hat dieses 33. Bundestreffen organisiert. Nördlicher in der Republik hat es bislang nicht stattgefunden.

Im Visier der Bulli-Freunde: alle Bulli-Typen bis Baujahr 1967. „Die hatten noch die getrennte Windschutzscheibe“, weiß auch Vereinspräsident Arne Ackermann aus Ahlen/Westfalen. 72 Bullis sind noch bis Sonntag in Conneforde – auch Gäste aus den n Niederlanden und aus Österreich sind gekommen. An diesem Sonnabend hält der Verein gleich seine Jahreshauptversammlung in Conneforde ab. Für Otholt gab es als Veranstaltungsort zum Ferienpark keine Alternative. „Infrastruktur, sanitäre Einrichtungen, das Gesellschaftshaus als Versammlungsort, ein attraktives Freizeitangebot drumherum: Das passt einfach“, lobt der Vareler den Ferienpark. Der musste seinen Wohnmobilplatz für die Dauer des Treffens absperren, erklärten am Freitag Betriebsleiter Lars Blohm und Eigentümerin Anneliese Brumund.

Eine klare Antwort erhält, wer die Bulli-Fans nach dem „Warum“ fragt. Reckermann: „Fahren mit dem Bulli – das ist für uns eine Entschleunigung des Alltags. Uns begeistert die schöne Form des VW-Transporters und die Kombination, mit einem alten Auto auf Tour zu sein und überall anhalten zu können. Auch die Zuverlässigkeit des Bulli ist im Vergleich zu heutigen Wagen beeindruckend“, sagt der Vereinspräsident, der dennoch seinen mittlerweile 12. Bulli fährt und – nimmt man die nicht fahrtüchtigen Fahrzeuge, die als Ersatzteillieferanten fungierten, hinzu – bislang „47 oder 48 Bullis besessen hat. Etwa 25 000 Kilometer fährt Reckermann im Jahr, zu Treffen, Ersatzteilmärkten und in den Urlaub – wobei dieser oft mit entsprechenden Treffen kombiniert wird. Etwa 350 Mitglieder hat sein Verein in Deutschland – und wenn er schätzen soll, wie viele Bullis in einer beeindruckenden Typen-Vielfalt im Moment in Deutschland fahrtüchtig sind, dann geht der Vereinspräsident von gut 1000 Fahrzeugen aus. „Noch mehr Transporter stehen sicherlich in Scheunen herum“, glaubt Reckermann, der bei den fahrtüchtigen Exemplaren von vielen Fans spricht, die ihren Bulli bereits als Student erworben hatten und ihn schon seit Jahrzehnten fahren. Wie Andreas Hinder aus Wanne-Eickel. „Der hat einen Bulli-Krankenwagen Baujahr 1955 – und fährt ihn schon seit 1984“, nennt Reckermann ein Beispiel. Der erste VW-Bulli überhaupt lief nach seinen Angaben übrigens am 8. März 1950 in Wolfsburg vom Band.

Am Freitag fuhren die Bulli-Freunde nach Dangast, um mit der „Etta“ in See zu stechen und beim Trockenfallen des Schiffs im Watt eventuell ein menschliches Bulli-Logo nachzustellen. An diesem Sonnabend ist ab 12 Uhr eine Ausfahrt zum Vareler Hafen geplant.

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