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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Damit sich Falter entfalten können

13.04.2017

Edewecht /Kleefeld Die gepflasterte Straße endet, auf einem Feldweg – an der einen Seite von Bäumen gesäumt – geht es weiter bis zum Haus aus roten Steinen. Auf der Weide nebenan stehen zwei Pferde. Sie erhalten hier ihr Gnadenbrot; das verraten die Besitzer später im Gespräch.

Jörg Bußmann und seine Frau Michaela leben in Kleefeld auf einem umgebauten Bauernhof, der einst Michaelas Großeltern gehörte. Auf der Terrasse haben es sich zwei Katzen gemütlich gemacht. Drinnen – im Wohnzimmer – liegt Hündin Aura vor dem Sofa. Vor den Fenstern wachsen Sträucher und Blumen, der Blick fällt auf grüne Wiesen. Vögel zwitschern, ein Schmetterling flattert vorbei. „Bei uns leben Fledermäuse, Käuzchen, Fasane und Eichhörnchen“, erzählt Bußmann. Am Abend zuvor habe er 16 Rehe auf der Nachbarwiese beobachtet.

Es überrascht nicht, dass sich die Menschen, die in dieser Umgebung wohnen, für Natur- und Umweltschutz engagieren. Jörg Bußmann ist Sprecher der neugegründeten Edewechter Nabu-Ortsgruppe, seine Frau unterstützt ihn dabei.

Jörg Bussmann BILD: Kerstin Buttkus

Naturschutzbund gründet Edewechter Ortsgruppe – Nächstes Treffen im Mai

In Edewecht wurde jetzt eine weitere Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) im Oldenburger Land gegründet. Zwischen Wangerooge und dem Dümmer See erhöht sich damit die Zahl der Ortsgruppen auf 32. An der Gründungsversammlung nahmen rund 25 Männer und Frauen teil. Begrüßt wurden sie vom Nabu-Bezirksvorsitzenden Rolf Grösch und vom Nabu-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers.

Sprecher der neuen Gruppe ist Jörg Bußmann (48) aus Kleefeld.

Der Nabu Edewecht trifft sich an jedem ersten Montag eines Monats um 19.30 Uhr im „Landhaus Edewecht“, Hauptstraße 53. Wegen des Maifeiertags ist das nächste Treffen für den 8. Mai geplant. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Vor der Gründung der Ortsgruppe hatte Rüdiger Wohlers einen reich bebilderten Vortrag über naturnahe Gärten gehalten und Tipps gegeben, wie diese für Schmetterlinge und andere Wildtiere attraktiv gemacht werden können.

Die Ortsgruppen sind weder eingetragene Vereine noch müssen sie Vorstände haben oder Protokolle abliefern. Sie bilden Sprechergremien.

    www.nabu-oldenburg.org

„Irgendwann reicht es einfach nicht mehr, seine Verbundenheit mit der Natur und die Betroffenheit über ihre Zerstörung dadurch zu zeigen, dass man im Internet die entsprechenden Seiten anklickt“, sagt der 48-Jährige, der sein Geld als Projektmanager in der Computerbranche verdient.

Zur Mitarbeit im Naturschutzbund kam das Paar durch eine Ausstellung in Oldenburg. „Dabei ging es um Streuobstwiesen“, berichtet Bußmann. „Wir hatten schon mal darüber nachgedacht, eine solche anzulegen.“ Um mehr darüber zu erfahren, besuchten die Eheleute Nabu-Treffen in Bad Zwischenahn. „Dort haben wir gehört, dass eine Gruppe in Edewecht gegründet werden soll.“ Jörg und Michaela waren begeistert und sofort zur Mitarbeit bereit.

Nach den Plänen befragt, sagt der Neu-Gruppensprecher: „Wir müssen erst einmal bekanntmachen, was es an Engagement in der Gemeinde schon gibt.“ Er nennt Aktivitäten an der Edewechter Tonkuhle und im Jeddeloher Busch als Beispiele.

„Außerdem wollen wir zeigen, dass jeder in seinem eigenen Umfeld etwas tun kann. Ein Blumenkübel kann beispielsweise so sinnvoll bepflanzt werden, dass er Schmetterlinge und andere Insekten anlockt. Und dann wollen wir in die Schulen gehen. Viele Kinder kennen sich mit der heimischen Natur gar nicht aus. Die können die eine Vogelart nicht von der anderen unterscheiden.“ Michaela ergänzt: „Was man nicht kennt, das schützt man auch nicht.“

Und als hätte sie diese Worte gehört, stimmt im Garten eine Drossel ihr Abendlied an.

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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