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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Das liebste Loch der Ammerländer

11.07.2017

Bad Zwischenahn „Welches ist eigentlich das größte Loch in der Region?“ Diese Frage stellte kürzlich eine Leserin der NWZ. Die Redaktion musste nicht lange überlegen: natürlich das Zwischenahner Meer. Aber ist das wirklich eine Folge wert für unsere Sommerloch-Serie? Schließlich kennt das Meer doch jeder. Wirklich? Dann lesen Sie mal, was wir alles an Zahlen, Daten und Fakten über das liebste Loch der Ammerländer (und der Urlauber) herausgefunden haben.

Die Größe kennen viele. Denn so mancher ist schon um das Meer gelaufen oder geradelt. Gut 12 Kilometer sind es einmal rum. Das dauert stramme zweieinhalb Stunden Fußmarsch inklusive Eis in Bad Zwischenahn. Oder man heißt Jan Knutzen. Der Leichtathlet rannte beim jüngsten Meerlauf im Mai mal eben in 39.30 Minuten rund ums Meer.

So schnell sind noch nicht einmal die meisten Radler mit ihren E-Bikes, von denen immer mehr in Zwischenahn unterwegs sind. 240 000 sollen es pro Jahr sein, was manchem Spaziergänger schon deutlich zu viel ist.

Auf jeden Fall ist unser Meer der größte See in der Region. 550 Hektar beträgt die Wasserfläche. Der Platz, wenn er denn im Trockenen läge, würde mal eben für 11 000 normale Einfamilienhäuser nebst Grundstück reichen. Landesweit sind nur der Dümmer und das Steinhuder Meer größer.

Mit ihnen teilt das Meer auch seine eher untypische Tiefe. Wobei das mit dem „tief“ relativ gesehen werden muss bei durchschnittlich drei Metern Wassertiefe und etwa sechs Metern Maximaltiefe.

Entstanden ist das Meer vor rund 11 000 Jahren durch den Einsturz eines Salzstockes, der sich vor 250 Millionen Jahren gebildet hatte. 300 Meter unterhalb des Sees befindet sich noch ein gigantischer Salzstock. Er war sogar mal kurz als Alternative zu Gorleben im Gespräch. Was im Ammerland für große Empörung sorgte.

Im See wird hauptsächlich nach Aalen gefischt, die anschließend geräuchert auf den Teller oder ins Brötchen kommen. Ebenso beliebt sind Touren mit der Weißen Flotte. Auf einem Schiff kann man sich sogar trauen lassen. Im vergangenen Jahr gab es dort allerdings nur zwei Eheschließungen.

Der kommerzielle Fährbetrieb entstand übrigens 1874. Ein Geschäftsmann aus Dreibergen hatte den Weser-Dampfer „Puck“ gekauft. Viel Freude hatte er damit nicht: Nur zwei Jahre später ging das Schiff unter.

Heute ist für Urlauber eine Seerundfahrt schon fast Pflicht. Knapp 170 000 Gäste kamen im vergangenen Jahr und sorgten für rund 600 000 Übernachtungen in den mehr als 4300 registrierten Hotel- und Gästehäuserbetten.

Was den Schotten ihr Ungeheuer von Loch Ness, ist den Zwischenahnern ihr Riesen-Wels. Der Fisch sorgte 1979 für Schlagzeilen im In- und Ausland. Es hieß sogar, er habe einen Dackel gefressen, was sich aber später als erfunden herausstellte. Immerhin wurde der Kurort durch diese Legende berühmt.

Fakt ist, dass seinerzeit Wasserschutzpolizist Peter Grünke den gigantischen Fisch mit eigenen Augen gesehen und den Vorfall im Bordbuch festgehalten hatte. Als sich sein Boot näherte, tauchte das Tier ab. Es soll rund 3,50 Meter lang gewesen sein. Für den kapitalen Fang interessierten sich Hunderte von Anglern – vergebens.

Einer will den Riesen dann aber doch gesichtet haben: Hobbytaucher Hubert Peus gelang 1998 ein Beweisfoto im trüben Wasser. Er schätzte den Fisch auf etwa 2,50 Meter Länge.

Der geheimnisvolle Wels jedenfalls beflügelt nach wie vor die Fantasie. Da die Legende eine touristische Attraktion ist, wurde dem Wels auf dem Marktplatz von Bad Zwischenahn eine bronzene Statue gewidmet. Und wer weiß, vielleicht taucht er eines Tages doch noch auf.


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Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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