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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Natur: Dem blauen Eisvogel auf der Spur

31.08.2016

Edewecht /Wildenloh Der Wildenloh ist für viele Edewechter ein beliebtes Naherholungsgebiet. Das erklärt die hohe Zahl an Interessierten, die sich vom Revierleiter des Niedersächsischen Forstamtes Neuenburg (Revierförsterei Oldenburg), Stephan Nienaber, jüngst durch den imposanten Wald führen ließen.

Es war ein Spaziergang der besonderen Art. Nienaber erläuterte, welche Maßnahmen im vergangenen Jahr in dem fast zwei Quadratkilometer großen Waldstück ergriffen wurden und welche vorgesehen sind. Geplant ist eine neue asphaltierte Einfahrt zum Parkplatz am Trimmplatz und Durchforstungen auf einer Fläche von rund neun Hektar. Weiterhin sind Pflegemaßnahmen in einem Bereich der 40-jährigen Eichen notwendig. Ortsvorsteher Klaus Laumann und Bezirksvorsteher Hermann Lohbeck notierten die aus der Gruppe geäußerte Bitte, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen.

Der Wildenloh ist aber nicht nur beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Hundehaltern, sondern hat auch einen wirtschaftlichen Nutzen und erfüllt eine wichtige ökologische Aufgabe. „Förster sind immer auf Nachhaltigkeit bedacht und sind somit immer auf der Seite der Natur“, erklärt Nienaber. „Ein Eichenwald“, so erläuterte er weiter, „braucht bis zur Endnutzung rund 200 Jahre.“ Für Arbeiten im Wald sind sehr viele Kriterien zu beachten. Es sollte nicht zu spät im Herbst gearbeitet werden, weil der Boden durch den Regen dann zu weich ist. Ganz wichtig seien die Brut- und Setzzeiten.

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Mit dabei auf der Waldinformation ist auch Waldpädagogin Kerstin Niederheide. Sie weiß, wo der leuchtend blaue Eisvogel seine Bruthöhle gebaut hat, der eigentlich am Wasser lebt.

Das Interesse in der Gruppe ist groß. „Was bedeutet das „H“ an dem Baum?“, wird gefragt. „Das ist ein Habitbaum, der bleibt stehen, komme was wolle“, erwidert Nienaber. Was macht man mit einem Baum, der viele Löcher hat und somit etlichen Vögeln Nistmöglichkeiten bietet, aber gefährlich schief gewachsen ist? „Er müsste eigentlich aus sicherungstechnischen Gründen gefällt werden, aber ich lasse ihn noch ein Weilchen stehen und beobachten“, so Revierförster Nienaber.

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