• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Hankhauser Moor: Diskussion über umstrittenen Torfabbau

11.05.2016

Rastede Das zähe Ringen um den Erhalt des Hankhauser Moores hat sich doch noch gelohnt. Zu dieser Auffassung kommen die Kreistagsfraktionen von SPD und Grünen. In einer Pressemitteilung schreiben sie: „Im jetzt von Minister Christian Meyer dem Kabinett vorgelegten Landesraumordnungsprogramm ist die im vorhergehenden Entwurf vorgesehene Vorrangfläche für Torfabbau im Hankhauser Moor vom Tisch.“

Die Kreistagsmitglieder Sigrid Rakow (SPD) sowie Friedrich Haubold und Peter Meiwald (Grüne) hätten in diversen Gesprächen mit dem Ministerium darum gekämpft, die übereinstimmende Position von Naturschutzverbänden, Landkreis und Gemeinde Rastede zum Erhalt dieser Moorlandschaft auch im Landesraumordnungsprogramm wiederzufinden, heißt es in der Mitteilung. Im ersten Entwurf zur Neuauflage des Landesraumordnungsprogramms war das Hankhauser Moor als wichtige Fläche für die Moorentwicklung erkannt worden. Das Ziel der Moorentwicklung entfiel im zweiten Entwurf jedoch ersatzlos. Stattdessen wurde das Hankhauser Moor zur Vorrangfläche für Torfabbau erklärt, so die Mitteilung. Diese Wendung stieß bei allen lokalen Akteuren aus Naturschutz, Politik und Verwaltung auf ablehnende Entrüstung (NWZ  berichtete).

Das Hankhauser Moor sei einer der wenigen zusammenhängenden Torfkörper, der noch nicht durch Abtorfung und Kuhlung komplett zerstört worden sei. Und obwohl der gesamte Bereich zurzeit landwirtschaftlich genutzt werde, bestehe hier eine gute Chance, großflächig eine Renaturierung zu einem lebendigen Hochmoor zu realisieren, so SPD und Grüne.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Kreisdezernent Dr. Thomas Jürgens bremste die Euphorie am Dienstag jedoch. Im Gespräch mit der NWZ  sagte er, dass die Fläche nun als „weißer Fleck“ deklariert sei. Grundsätzlich seien somit Anträge auf Torfabbau möglich. Diese müssten dann unter anderem auf naturschutzfachliche Belange geprüft werden. Jürgens sagte in diesem Zusammenhang deutlich, dass der Landkreis im Hankhauser Moor keinen Torfabbau wolle.

Susanne Grube, Kreisvorsitzende des BUND, sagte der NWZ, dass sie ebenfalls die Gefahr sehe, dass Anträge möglich seien. Sie regte an, eine Modellregion für Grünlandbewirtschaftung im Hankhauser Moor zu schaffen. So könnte die Speicherfunktion des Gebietes für klimaschädliche Gase erhalten bleiben.

Gunnar Koch, Geschäftsführer der Deutschen Torf-Gesellschaft (DTG), die bereits vor zehn Jahren einen Antrag auf Torfabbau im Hankhauser Moor gestellt hat, teilte der NWZ  mit, dass er enttäuscht sei, dass die Fläche nicht mehr als Vorranggebiet für die Torfgewinnung vorgesehen sei. „Die DTG wird sich dazu zunächst noch intern beraten und dann über weitere Schritte entscheiden.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.