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Fischerei: Seltener Fang am Nordufer

04.08.2018

Dreibergen Dieter Oetken kennt eigentlich jeden Fisch, den es im Zwischenahner Meer gibt. Kein Wunder, schließlich ist der fast 80-jährige Berufsfischer fast jeden Tag auf dem Wasser. Was er aber am Freitagmorgen aus einer Reuse am Nordufer geholt hat, war ungewöhnlich – so ungewöhnlich, dass sich weder Dieter Oetken, noch Ehefrau Gertraud oder Sohn Jürgen sicher waren, was ihnen da jetzt ins Netz gegangen war.

Oetken brachte den Plattfisch nach Hause zur Fischerei Rabben. Dort begann die Recherche. Anhand der Stellung der Augen des Tieres versuchte Jürgen Oetken sich an einer Bestimmung. Steinbutt oder Scholle waren die ersten, wenn auch ausgesprochen unwahrscheinlichen Vermutungen. Oetken schickte ein Foto des Fischs an die Landwirtschaftskammer und von den Biologen dort kam nach kurzer Zeit die Nachricht: Es handelt sich um eine Flunder. Die bevorzugt zwar Brack- und Salzwasser, verträgt aber auch Süßwasser.

Wie sich der Fisch so weit von seinem Lebensraum an der Küste entfernen konnte ist unklar. Er müsse wohl über die Ems aufgestiegen sein, mutmaßt Gertraud Oetken. An einen vergleichbaren Fang kann sie sich ebenso wie ihr Mann und ihr Sohn nicht erinnern. Beim Fischereiverein Bad Zwischenahn wird zwar von einigen kleinen Exemplaren in der Aue und auch in Reusen im Zwischenahner Meer berichtet. Auch in der Haaren soll die Art vor 15 bis 20 Jahren vorgekommen sein. Im See scheint die Flunder aber das erste größere Exemplar gewesen zu sein.

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Der ungewöhnliche Bewohner bleibt dem Zwischenahner Meer übrigens erhalten. Nach der Bestimmung hat Oetken den Fisch wieder in den See entlassen, wo er sich schnell auf den Grund verzogen hat.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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