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Nordwest-Bahn soll für Ausfälle kräftig zahlen
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Aktualisiert vor 5 Minuten.

Nahverkehr In Der Region
Nordwest-Bahn soll für Ausfälle kräftig zahlen

NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„Durchs Gartentor in die Fabrik“

13.03.2012

RASTEDE Die Raiffeisenstraße in Rastede hat ihr Gesicht in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder verändert. Und auch ihren Namen trägt sie erst seit 1954. Irma Brüning (72) wurde hier geboren und lebt noch heute in jenem Haus, das ihr Vater Wilhelm Behrens 1938 bauen ließ. Er war Direktor der Firma Brötje und steuerte sie erfolgreich durch die Kriegsjahre. „Er konnte durchs Gartentor in die Fabrik gehen“, erinnert sich Irma Brüning. Sie schätzt heute die vielen Einkaufsmöglichkeiten an der Raiffeisenstraße und versichert, dass sie sehr gerne hier lebt.

Auch Kurt Janßen (77) wuchs an der Raiffeisenstraße/Ecke Pantinenweg auf. Das Café Janßen nebst Hofladen ist längst über Rastede hinaus ein Begriff. „Wir haben einen schönen Garten, in dem wir uns gerne aufhalten“, erzählt Janßen, der sich noch gut an den Bau der Autobahn Mitte der 1970er Jahre erinnert.

Damit einher ging ein immer größeres Verkehrsaufkommen auf der Raiffeisenstraße, die heute zu den wichtigsten Verkehrsachsen in der Gemeinde zählt. Rund 14 000 Fahrzeuge sind hier jeden Tag unterwegs, weiß Bauamtsleiter Hans-Hermann Ammermann.

„Als die Raiffeisenstraße noch Wiefelsteder Straße hieß, hat sie mir besser gefallen“, sagt Marlies Janßen (65). „Damals war es richtig schön im Garten“, erinnert sie sich an die Zeiten, bevor der Verkehr zunahm. Auf den Autobahnbau blickt sie dennoch mit netten Erinnerungen zurück: „Am Anfang konnten wir noch mit dem Fahrrad auf der Autobahn fahren“, erzählt sie, verschweigt aber nicht, dass sie im Zuge des Autobahnbaus viel Land verlor und es vorher doch schöner gewesen sei.

Ganz selten sei früher mal ein Auto vorbeigefahren, weiß Peter Hackbarth (73) zu berichten. Von 1945 bis 1962 lebte er an der Raiffeisenstraße, war gerade sechs Jahre alt, als er im Gütertransport als Flüchtling nach Rastede kam. „Wir wurden sehr nett von der Bevölkerung aufgenommen“, erinnert er sich.

Ein wunderschönes Lebensmittelgeschäft gab es damals, in dem Mehl noch per Hand abgewogen wurde. „Und im Hinterzimmer fuhr eine Modelleisenbahn. Es war toll, so etwas sehen zu können.“ Auch ein Badehaus mit drei Wannen gab es damals. „Da sind wir immer hingegangen, denn zu Hause gab es noch keine Badezimmer“, schildert Hackbarth.

In einem Bürgerhaus aus dem Jahr 1900 lebt Anke Waßmann (70) unmittelbar an der Bahnstrecke. „Es hat mir hier früher schon besser gefallen“, räumt sie ein und verweist damit auch auf die Bauarbeiten entlang der Gleise. „Wir hoffen auf eine Lärmschutzwand und auch passiven Schutz für unsere Fenster“, sagt sie. Ihr Großvater war Direktor der Rasteder Dampfziegelei auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Als Folge der Rezession 1929, als auch die Gesellschafter ihr Geld zurückforderten, wurde der Betrieb geschlossen und die Gebäude wurden später abgebrochen.

Erst seit Mitte Januar lebt Hans-Hermann Brüggemann (61) an der Raiffeisenstraße. „Ich bin hierher gezogen, um mit meiner Freundin zusammenzuleben“, sagt er. Ihm gefällt die zentrale Wohnlage. „Man kommt überall schnell mit dem Fahrrad hin“, schildert er und will Rastede nun erst einmal erkunden.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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