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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wer will den Helfern helfen?

17.07.2019

Edewecht Seit mehr als zwei Jahren sind die Ehrenamtlichen von „Tischlein deck dich“ nun schon an der Oldenburger Straße in Edewecht ansässig. Dort sind sie auch sehr zufrieden, denn der Verein verfügt über großzügigere Räumlichkeiten. Eine Baustelle gibt es derzeit dennoch: Die Einrichtung sucht dringend neue Helferinnen und Helfer. Denn besonders in der Urlaubszeit geht das Team personell am Stock. „Wenn dann noch jemand krank wird, sind wir ziemlich aufgeschmissen“, sagt der Vorsitzende Ulrich Hoffmann. „Deswegen brauchen wir ganz dringend Ehrenamtliche, die mittwochs beim Sortieren von Obst und Gemüse helfen.“

Außerdem werden noch Fahrer gesucht. Ein eigenes Auto benötigt man aber nicht. „Wer sich vorstellen kann, mit dem Sammelfahrzeug zu den Geschäften zu fahren und Lebensmittel für uns mitzunehmen, braucht einen klassischen Autoführerschein der Klasse B“, erklärt Ulrich Hoffmann. „Er oder sie sollte aber gleichzeitig mit einem Transporter umgehen können.“ Da die Touren immer zu zweit angefahren werden, können sich auch potenzielle Beifahrer melden.

Schwerbehinderte und Schwangere bevorzugt behandelt

Versorgte Bedarfsgemeinschaften

60 bis 70 Bedarfsgemeinschaften versorgt der Verein „Tischlein deck dich“ jede Woche

Eine Gemeinschaft beginnt mit einer Person, kann aber auch bis zu neun Personen groß sein

Ein Erwachsener zahlt für ein Paket 3 Euro, für Kinder sind es 1,50 Euro

Ab fünf Personen gilt der Höchstbetrag von 10 Euro

„Wir sind ein gutes Team“, verspricht die 2. Vorsitzende Inge Döring. Die wichtigste Eigenschaft, die Fahrer oder Sortierer mitbringen sollten, sei Zuverlässigkeit. „Unsere Motivation ist, Bedürftigen mit wenig Geld zu helfen, sie mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen“, erzählt „Tischlein deck dich“-Mitbegründer Ulrich Hoffmann.

Dafür wird mittwochs die ganze Ware sortiert und – speziell Obst und Gemüse – aufbereitet. Donnerstags wird teilweise auch noch sortiert, allerdings richtet sich der Blick dann schon auf den um 14.45 Uhr beginnenden Verkauf. Dann kommen Menschen, die nur mit einer finanziellen Grundsicherung oder einer kleinen Rente auskommen müssen. Das sind 60 bis 70 Bedarfsgemeinschaften. Die Kunden kommen dann etwa mit einem Hartz-IV-Bescheid vorbei, in dem steht, wie viele Personen im Haushalt leben. Schwerbehinderte und Schwangere werden allerdings bevorzugt behandelt. Ansonsten werden aber Nummern gezogen.

Inzwischen gibt es unter den 31 Ehrenamtlichen des Vereins auch Leute, die selbst Kunden sind. Wie Ali Hooshyani, der in erster Linie bei der Übersetzung hilft, wenn es denn mal Sprachbarrieren mit den Kunden gibt. Ansonsten packt er aber auch schon mal an, wenn Waren nachgelegt werden müssen.

Alle Märkte der Gemeinde Edewecht machen mit

Über zu wenig Unterstützung von Supermärkten kann sich der Verein nicht beklagen. Alle Märkte in der Gemeinde werden angefahren – darüber hinaus auch welche in Oldenburg. „Bei Überschuss melden sich Firmen auch von sich aus“, erzählt Ulrich Hoffmann. Beliebt sind indes nicht nur Lebensmittel, auch Blumen können die Kunden erwerben.

„Allerdings ist das Anspruchsverhalten der Leute heutzutage sehr hoch“, stellt Sabine Hoffmann fest. „Es wird Ware wie im Supermarkt erwartet. Als Beispiel nennt sie nicht angenommenes Brot, weil es nicht geschnitten war, oder einen Apfel, der wegen eines Mini-Flecks liegen blieb.

„Die Blicke werden immer kritischer“, ergänzt Inge Döring. Selbst eine nur schief gewachsene Gurke sei nicht leicht an den Kunden zu bringen.

Zwei Kühlhäuser für Lebensmittel

Während die Kunden seit dem Einzug des Vereins an der Oldenburger Straße nun vorne im Eingangsbereich warten, bis sie an der Reihe sind, wird hinter dem Ausgabebereich ordentlich sortiert. In zwei Kühlhäusern stapeln sich die Kisten mit Lebensmitteln. Schließlich müssen Lebensmittel wie Obst und Gemüse oder Molkereiprodukte bis zum Schluss kühl gehalten werden. „Abends wird alles weg sein“, verspricht Inge Döring und lacht.

Aber sollte Gemüse doch einmal nicht mehr gut sein, wird es der Biogasanlage geliefert. Allerdings hofft Ulrich Hoffmann, dass die Lebensmittel auch verzehrt werden: „Man schmeißt eh zu viel weg.“

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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