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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Natur: Bambis Retter suchen noch Verstärkung

24.03.2018

Edewecht „Vor gut drei Jahren habe ich erlebt, wie ein Rehkitz von einem Mäher angefahren wurde und jämmerlich schrie“, berichtet Sven Berg. „Das hatte mich so aufgewühlt, dass ich unbedingt etwas dagegen unternehmen wollte.“

Anfangs streifte Sven Berg allein durch die Felder, um nach Rehkitzen Ausschau zu halten und sie vor dem blutigen Tod bei Mäharbeiten zu retten. Doch bald bekam er Unterstützung. Der Edewechter gründete im vergangenen Jahr den Verein Wildtierrettung „Wilde Herzen“ Ammerland. 16 Rehkitze wurden 2017 von Sven Berg und seinen Mitstreitern vor dem Tod bewahrt, weil der Edewechter und seine Helfer Weiden vor dem Grasschnitt systematisch absuchten. Dabei konzentrierten sie sich auf das Gebiet rund um die Tonkuhle in Edewecht.

„Wenn wir die jungen Rehe gefunden hatten, wurden die Stellen markiert und der zuständige Landwirt wurde über die Fundstelle informiert. So konnte er dann um die Fläche umzu mähen und das Kitz verschonen.“

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Um Rehkitze leichter finden zu können, schaffte sich der Verein jetzt mit Hilfe der Bingo-Umweltstiftung insgesamt vier Sensorgeräte an, die auf einer Breite von sieben Metern Wärmeaufnahmen fertigen. So könnten die oft schwer zu findenden Liegestellen von Rehkitzen entdeckt werden. Die gut getarnten Jungtiere flüchten bei Gefahren nicht, sondern drücken sich einfach fest auf den Boden.

„Der ISA-Wildretter wird bereits sehr erfolgreich in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt. Dazu ist er genauer als eine Drohne und bei weitem nicht so teuer“, erläutert Sven Berg.

Das Gerät stellten er und seine Vorstandsmitglieder Nicole Buchholz aus Oldenburg sowie Michaela Wederhake aus Apen jetzt dem Hegering Edewecht bei dessen Hauptversammlung vor. „Uns als Tierschützer geht es darum, zusammen mit den Landwirten und Jägern etwas zum Wohl der Tiere zu bewirken. Wir stehen nicht für militante Aktionen zum Wohle des Tierschutzes, sondern wollen dieses gemeinsam mit den anderen erreichen“, betont Berg.

Allein beim Aufspüren von Rehkitzen soll es nicht bleiben. Die gut 25 Vereinsmitglieder und die vielen freiwilligen Helfer haben sich vorgenommen, sich künftig auch um Igel oder andere (verletzte) Tiere zu kümmern. Zurzeit konzentriert sich die Arbeit auf das Wohl von Rehkitzen. „Landwirte können uns gern anrufen, wenn sie Felder abmähen wollen, damit wir vorab nach dem Jungwild Ausschau halten. Wir haben sogenannte Fangkörbe, die über die Tiere gelegt werden und mit einem Fähnchen gekennzeichnet sind, um so den Landwirt auf das Kitz aufmerksam zu machen.“

Der Verein sucht weitere Mitstreiter. Förderungen von dritter Seite gibt es nicht, die Wildtierrettung „Wilde Herzen“ Ammerland finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Wer Lust hat, sich dem Verein anzuschließen, kann sich unter Telefon   0152/244 811 10 oder unter Email „wildtierrettung-ammerland@web.de“ informieren.


Ein spektakuläres Video unter   https://www.facebook.com/nwzammerland/videos/1617176348587347/ 
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