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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Das Wasser floss und floss

21.11.2018

Edewecht „Vergangenes Jahr sind wir quasi untergegangen“, sagt Hajo Hinrichs von der Edewechter Baumschule Hinrichs Pflanzen. Von Oktober 2017 bis Februar 2018 habe es fast doppelt so viel geregnet wie von Mai bis November dieses Jahres.

Das Sommer- und Herbstwetter war vor allem warm bzw. heiß und trocken. Bei der Baumschule Hinrichs Pflanzen musste stark gewässert werden. „Hier ist manchmal 20 bis 24 Stunden am Tag das Wasser gelaufen, zum Teil hatten wir drei bis vier Gießvorgänge hintereinander.“

Die Bewässerung aus dem eigenen Teich funktioniere über ein Recyclingsystem. Wasser, das die Pflanzen nicht benötigen, und Niederschläge würden dabei aufgefangen. Da es nicht viel geregnet habe, musste während der Hitzephase mehr Grundwasser benutzt werden. „Wir haben insgesamt vermutlich doppelt so viel Wasser wie sonst verwendet.“ Hajo Hinrichs geht davon aus, dass sich das viele Bewässern durch die von Strom betriebenen Systeme bei der Stromrechnung niederschlagen wird – die werde für 2018 wohl sehr hoch ausfallen.

„Obwohl die Wasserversorgung gut funktioniert hat, „war das eine Belastung, man hatte immer die Befürchtung, ob das Wasser wohl reicht.“ Hobbygärtnern empfiehlt Hajo Hinrichs, verdorrte immergrüne Gewächse jetzt auszutauschen. „Dafür ist im Spätherbst die beste Pflanzzeit.“

Auch Sebastian Heinje von der Edewechter Baumschule Heinje empfiehlt eine frühzeitige Planung, wenn verdorrte Pflanzen ersetzt werden müssten. Er geht davon aus, dass die Nachfrage, besonders bei Grünpflanzen, im Frühjahr sehr hoch sein werde. Denn in privaten Gärten seien aufgrund der langen Trockenheit und der großen Hitze viele Pflanzen kaputt gegangen.

„Bei uns war die Wasserversorgung zum Glück kein Problem“, sagt er. Die Bewässerungsanlage sei sparsam. „Unsere Containerpflanzen müssen wir immer wässern“, erklärt er. Es sei rund zehn Prozent mehr Wasser als sonst verbraucht worden, schätzt er und das Wasser aus den eigenen Teichen habe meist gereicht. Selten musste mit Grundwasser aufgefüllt werden. Problematisch sei vor allem die große Hitze im Juli gewesen. Seien die Temperaturen zu hoch, gerate bei manchen Pflanzen das Wachstum ins Stocken. „Im Spätsommer und Herbst haben sie das Meiste aber nachgeholt.“

Auch die Edewechter Baumschule Hans Meinen hatte einen höheren Wasserbedarf als in den vergangenen Jahren. „Die Kosten sind gestiegen“, sagt Frank Meinen. Die Baumschule hat einen eigenen Brunnen, der aus Grundwasser gespeist wird. „Die Vorräte sind groß genug, es gab keine Engpässe.“

Auf die Kunden werden die gestiegenen Kosten nicht umgelegt. „Wir haben meist langfristige Verträge“, erklärt er. Mehrkosten könnten in der Regel nicht über die Preise, die Verbraucher zahlten, wieder reingeholt werden. Da der Wasserbedarf im verregneten Sommer 2017 geringer gewesen sei, geht Meinen davon aus, dass sich die Kosten auf lange Sicht verrechnen – wenn die Sommer in nächsten Jahren keine solchen seien wie 2018. Dann, so befürchtet er, „könnte es an einigen Stellen kritisch werden“.

Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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