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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Umwelt: Artland Vorbild für Edewecht?

21.03.2018

Edewecht Die Samtgemeinde Artland bei Osnabrück hat sich entschieden: Auf den 60 Hektar intensiv genutzter Flächen, die der Samtgemeinde gehören und die sie an 15 Landwirte verpachtet hat, dürfen seit diesem Jahr keine glyphosathaltigen Pflanzenschutzmittel mehr verwendet werden. Das hatte der Gemeinderat der Samtgemeinde im Dezember vergangenen Jahres entschieden. Kurz zuvor hatten der frühere Agrarminister Christian Schmidt (CSU) und seine Vertreter bei einer Abstimmung der EU-Staaten in Brüssel sich dafür ausgesprochen, dass die Zulassung für das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel um weitere fünf Jahre verlängert wird.

Was im Artland längst beschlossen ist, wurde nun im Edewechter Ausschuss für Landwirtschaft und Umweltschutz diskutiert. Soll – wie die Edewechter Grünen beantragt hatten – auf allen landwirtschaftlichen Flächen, die der Gemeinde Edewecht gehören, der Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmittel untersagt und dieses Verbot auch auf alle anderen chemischen Pestizide und Herbizide ausgedehnt werden? Überdenken solle man auch die Anwendung von mineralischen Dünger. Den Grünen sei klar, dass ein Verbot jeglich chemischer Pestizide und Herbizide und des mineralischen Düngers zu Einschränkungen und erschwerten Nutzungsbedingungen der Flächen führten.

Einen Beschlussvorschlag, ob der Einsatz aller Pestizide und Herbizide und des mineralischen Düngers auf gemeindeeigenen Flächen verboten werden sollte, formulierte der Ausschuss nicht. Vorgeschlagen wurde, einen Arbeitskreis mit Vertretern aus verschiedenen Gemeinderatsfraktionen zu bilden, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen.

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An der Sitzung hatte ein Vertreter der Landwirtschaftskammer teilgenommen, der über den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft, rechtliche Grundlagen, das Zulassungsverfahren, Auflagen und Anwendungsbestimmungen informierte.

Wie Reiner Knorr vom Fachbereich Umwelt, Natur und Bauen bei der Gemeinde Edewecht sagte, sei die Zulassung und Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel rechtlich klar geregelt. Bedenken gegen den Einsatz von Glyphosat könnten wissenschaftlich nicht bestätigt werden. Unabhängig davon könne man aus ethischen Gründen Verbote aussprechen. Die Gemeinde Edewecht habe derzeit 40 Hektar landwirtschaftliche Flächen, die größtenteils in der Vehne-Niederung lägen, so Knorr. 12,6 Hektar davon würden als sogenannte Kompensationsflächen extensiv genutzt, d.h. dort dürfen bei der Nutzung der Flächen keine Pestizide und mineralischer Dünger eingesetzt werden.

In der Ausschussdiskussion ging es unter anderem um Arbeitsweisen verschiedene Bewirtschaftungssysteme in der Landwirtschaft (konventionell und Bio) und die Frage, inwieweit man bei den heutigen Preisen auf den Lebensmittelmarkt überhaupt auf chemische Mittel verzichten könne.

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