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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Einwegbecher bald Geschichte?

18.12.2018

Edewecht So ziemlich jeder Mensch kennt das Problem: man kauft sich auf dem Weg zur Arbeit, beim Shoppen oder einfach nur so einen leckeren Kaffee und genießt das heiße Getränk, das vielen durch den Tag hilft. Doch der Genuss hat auch eine Schattenseite: der Einweg-Becher, in dem der Kaffee serviert wird, ist ein echtes Problem für die Umwelt. Viel Plastik und nur einmalige Nutzung – die Umweltbilanz des Bechers ist mies.

Aus diesem Grund trafen sich Edewechter Politiker und Vertreter der örtlichen Bäckereifilialen zu einem Meinungsaustausch. Eingeladen hatte der Ortsverband „Die Grünen“ aus Edewecht mit dem Ziel, zur Vermeidung von Plastikmüll einen Mehrweg-Kaffeebecher einzuführen. Der soll in den Bäckereien der Gemeinde genutzt werden, um Kaffee zum Mitnehmen zu erhalten, ohne dafür mit Einweg-Plastikbechern die Umwelt zu belasten. Die Unterschiede und Möglichkeiten werden hierzu allerdings sehr unterschiedlich betrachtet, wie bei dem Treffen im Gasthof Am Markt klar wurde.

Während sich Uwe Heiderich-Willmer (Bündnis 90/Die Grünen) für die Einführung des deutschlandweiten Mehrweg-Systems „Recup“ aussprach, um das in Oldenburg gut angelaufene Projekt mit Edewecht zu verkoppeln (schließlich fahren viele Pendler aus der Ammerland-Gemeinde in das Oberzentrum), sprachen sich andere für mögliche Alternativen aus. So denkt Bernhard Meyer von der Bäckerei Behrens-Meyer daran, in seinen Geschäften einen Pappbecher anzubieten, der zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist.

Die Gemeinde Edewecht plant wiederum, im Rahmen des Leader-Projektes, zusammen mit den anderen Kommunen im Landkreis Ammerland einen eigenen Mehrweg-Becher auf den Markt zu bringen, der in allen Bäckereien der beteiligten Gemeinden aufgefüllt werden kann. „Der Mensch selber muss es wollen, damit das System auch klappt“, betonte in diesem Zusammenhang Bürgermeisterin Petra Lausch.

Das Konzept sieht vor, den beteiligten fünf Gemeinden des Ammerlandes vorerst 1000 Becher zur Verfügung zu stellen, die biologisch abbaubar sind, aber mehrfach genutzt werden können. Sie halten eine Temperatur von bis zu 110 Grad Celsius aus.

„Jede Gemeinde erhält 200 Becher, die erst einmal individuell verteilt werden“, erklärte Yvonne Janßen von der Wirtschaftsförderung der Gemeinde Edewecht die nächsten Schritte. Später können die Trinkbecher dann in den Bäckereien, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, angeboten werden. Stefan Last, Vorsitzender des Aktivkreises Handel und Handwerk Edewecht, machte den Vorschlag, die Aktion auf der Marktpartie im Frühjahr in Edewecht intensiv zu bewerben.

Dass die Einführung eines Systems mit Mehrwegbechern nicht ganz einfach ist, hob Andrea Lohmann von der Bäckerei Lohmann hervor. „Das Füllen von mitgebrachten Bechern muss in verschiedenen Bereichen noch geklärt werden. Bei uns dürfte es nicht ganz einfach sein“, machte sie deutlich.

Grundsätzlich waren sich aber alle Anwesenden, unter ihnen auch die Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes, Hiltrud Engler, sowie Dr. Torsten Albrecht (ebenfalls Grüne), einig, dass hier etwas zum Wohle der Umwelt passieren muss.

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