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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt?

10.05.2019

Edewecht Anlieger wissen es zur genüge: Wenn es der Verkehr zulässt, fährt so mancher Auto-, Bus- oder Lkw-Fahrer auch gern etwas schneller als mit 50 km/h durch die Edewechter Ortsdurchfahrt. Doch oft staut es sich auch auf der Hauptstraße im Reihendorf, insbesondere frühmorgens auf dem Weg zur Schule oder Arbeit oder am späten Nachmittag.

Nun könnte es bald Tempo 30 auf einem Teilstück der Ortsdurchfahrt zwischen dem Kreisel bei Combi und der Einmündung Holljestraße heißen. „Die Gemeinde Edewecht hat sich für das Modellprojekt Tempo 30 auf Hauptstraßen des Landes Niedersachsen beworben“, sagt Tanja Behrens vom Fachbereich Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung bei der Gemeinde Edewecht. „Wir gehören in der Kategorie ,Kleine Orte’ zu den letzten vier Gemeinden, von denen zwei berücksichtigt werden, und hoffen, dass wir bald eine positive Nachricht bekommen.“

Tempo 30 auf der Hauptstraße, die zugleich Landesstraße (die L 831) ist? Drei Jahre solle der Modellversuch dauern, erläutert Behrens, und eigentlich solle er in diesem Herbst beginnen. Dieser Termin sei jedoch wohl nicht mehr zu halten.

Fundierte Daten

Bis Ende Januar 2018 konnten sich interessierte Städte und Gemeinden für das Modellprojekt bewerben. Wie Verkehrsminister Olaf Lies damals erläutert hatte, wolle das Land mit dem Modellprojekt erstmals fundiert und verlässlich untersuchen, welche Effekte Tempo 30 tatsächlich auf den Verkehrslärm, die Luftreinhaltung und den Verkehrsfluss habe. Untersucht werden solle zudem, inwieweit der Öffentliche Personennahverkehr (z.B. Busunternehmen) sowie Fußgänger und Radfahrer Tempo 30 auf der Hauptstraße akzeptierten und welche Auswirkungen die Geschwindigkeitsreduzierung auch auf sie habe. Landesweit sei jedoch nicht geplant, Tempo 30 für Hauptverkehrsstraßen einzuführen.

Für das Modellprojekt sollen verschiedene Streckenabschnitte in verschiedenen Kategorien untersucht werden, und zwar sowohl solche in Großstädten und Großstadtregionen, in Mittel- und Kleinstädten sowie in kleineren Orten mit typischen Ortsdurchfahrten. Mindestens zwei Streckenabschnitte pro Kategorie sollen näher unter die Lupe genommen werden. Voraussetzung für eine Teilnahme sei, dass es an den Strecken derart hohe Belastungen (hohe Luftschadstoffe, hoher Verkehrslärm) gebe, die man mit Tempo 30 verringern könne.

Wie Christioph Ricking, Pressesprecher beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung auf Anfrage der NWZ sagte, hätten sich landesweit 42 Kommunen an dem Modellprojekt Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen beworben. 18 Kommunen hätten die Kriterien erfüllt und seien zum weiteren Verfahren zugelassen worden.

Mit welchen Strecken welche der 18 Städte und Gemeinden ins Modellprojekt aufgenommen würden, entscheide ein Konsortium von Gutachtern. Die Ausschreibung für dieses Gutachterkonsortium habe europaweit erfolgen müssen und sei sehr aufwendig. Im letzten Quartal dieses Jahres solle nach den bisherigen Planungen der Zuschlag für das Gutachterkonsortium erfolgen. Damit erklärte der Pressesprecher auch, warum sich das Ganze sich so verzögere. Eigentlich sollte das Modellprojekt bereits im Herbst vergangenen Jahres starten.

Die Gutachter würden, so heißt es weiter, auch die Strecken für das Modellprojekt vorschlagen. Die Auswahl werde danach erfolgen, wo man durch die Untersuchungen bei dem mehrjährigen Modellprojekt Tempo 30 möglichst viele repräsentative Ergebnisse erhalte, die dann auf andere Hauptverkehrsstraßen in anderen Städten und Gemeinden zu übertragen seien.

Warten auf Entscheidung

Zum jetzigen Zeitpunkt ließe sich, so Ricking, nicht sagen, ob die Hauptstraße in Edewecht ins Modellprojekt Tempo 30 aufgenommen werde.

Diese Entscheidung treffe das Gutachterkonsortium.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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