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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Verkehr In Edewecht: Wohnqualität wird immer schlechter

16.11.2018

Edewecht „Die Probleme, die wir beschreiben, betreffen nicht nur uns, sondern viele Menschen, die in Wohnsiedlungen mit schmalen Straßen und in Tempo 30-Zonen wohnen“, sagt Norbert Töpfel. Er ist Anwohner des Oelmühlenweges in Edewecht, einer alten, fast geraden Wohnstraße mit breiten Bermen.

„Wohnstraßen wie die in unserer Siedlung werden immer mehr als Abkürzungen und Durchfahrtsstraßen genutzt und müssen Verkehre aufnehmen, für die sie gar nicht ausgerichtet sind, sie sollen ja eigentlich verkehrsberuhigte Zonen sein“, ergänzt Gunnar Kaiser, der ebenfalls am Oelmühlenweg wohnt. Weil man in einer Wohnstraße leben wolle, hätten sich die Anwohner ja auch entschlossen, hier zu bauen oder ein Haus zu kaufen.

„Wir haben hier jedoch zunehmend an den Straßen Baumschulenweg, Wallstraße und insbesondere am Oelmühlenweg Verkehre, die mehr wurden, seit es die Neubaugebiete an der Lajestraße und Zur Hege gibt“, so Gunnar Kaiser weiter. „Bereits durch die Erschließung dieser Gebiete stieg das Verkehrsaufkommen – und es ist, nachdem die neuen Häuser entstanden waren, nicht geringer geworden.“

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Es läge nahe, so Norbert Töpfel, dass viele Menschen, die in Nord-Edewechts Neubaugebiete wollten, und andere, die weiter in Richtung Bad Zwischenahn führen bzw. aus dieser Richtung kämen, damit Verkehrsproblemen aus dem Weg gehen wollten. Das Verkehrsaufkommen auf der Oldenburger Straße, die sich obendrein in einem schlechten Zustand befände, und die Hauptstraße seien grundsätzlich stark belastet. Und nicht nur das: Ausgebremst werde der Verkehr auch durch drei Ampeln, die Druckampel in Höhe des Breewegs, die Ampel an der Hauptkreuzung und die Ampel in Höhe der St.-Nikolai-Kirche. Da sei es einfacher, durch die Wohnstraßen zu fahren. Besonders stark sei der Verkehr morgens und abends. Und man rechne mit noch größeren Verkehrsbelastungen, wenn – wie geplant – in Zukunft die Oldenburger Straße saniert würde.

„Wir fürchten auch um die Sicherheit unserer Kinder“, sagt Timo Lübben, Vater von siebenjährigen Zwillingen. Man wohne in einen verkehrsberuhigten Bereich und habe angesichts des starken Verkehrs doch große Ängste um die Kinder. Gerade für Schüler sei es am Morgen nicht ungefährlich, so Gunnar Kaiser.

Nach Ansicht der Anwohner würden die Tempo-30-Schilder nicht dazu beitragen, dass viele Fahrer von Autos oder Klein-Lkw hier langsam fahren. Auch Verkehrsüberwachungen mit Geräten, die die gefahrene Geschwindigkeit anzeigten, brächten wenig.

Wirksame Mittel, um Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeit zu regeln, seien nach Ansicht der Anwohner polizeiliche Verkehrsüberwachung bzw. eine andere Verkehrsplanung: Schon bei der Ausweisung von Baugebieten müsse man berücksichtigen, wie sich Verkehre entwickeln und dass verkehrsberuhigte Zonen solche blieben und nicht im Nachhinein zu Umgehungsstraßen würden. Verkehrsveränderungen müssten auch bei der geplanten Bebauung des gemeindeeigenen Grundstücks Baumschulenweg/Helmerich von Aschwege-Straße einfließen, wo die Gemeinde statt der sinnvollen Ein- und Zweifamilienhäuser über Mehrfamilienhäuser nachdenke.

Wie Reiner Knorr vom Fachbereich Gemeindeentwicklung bei der Gemeinde Edewecht auf Nachfrage sagte, müsse das Planungsbüro NWP aus Oldenburg auch die künftigen Verkehrsströme berücksichtigen, wenn es um eine mögliche verdichtete Bebauung des Grundstücks Baumschulenweg/Helmerich von Aschwege-Straße oder um andere Baumöglichkeiten ginge.

Was die Problematik Oelmühlenweg beträfe, so benötige man objektive Fakten für verkehrslenkende Maßnahmen. Deshalb werde man über Verkehrszählungen nachdenken und diese mit alten Werten vergleichen. Grundsätzlich wäre es hier mit geringem Aufwand möglich (z.B. durch Pfosten), dafür zu sorgen, dass die Straße wenig attraktiver für den Durchgangsverkehr werde.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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