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Fünf Verletzte nach Zusammenstoß in Kreuzung
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Aktualisiert vor 3 Minuten.

Unfall In Oldenburg
Fünf Verletzte nach Zusammenstoß in Kreuzung

NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

„Eigene Trasse für Güterzüge“

14.09.2015

Bad Zwischenahn „Wir sind eine noch junge Bürgerinitiative, und seit unserer Gründung im Februar haben wir einiges getan, um mit unserem Problem, dem Bahnlärm, richtig umzugehen“, stellte Wilfried Tebje eingangs der Versammlung am Freitagabend im „Hotel Kämper“ heraus. Dazu waren alle Bewohner Bad Zwischenahns eingeladen. Wichtigstes Ziel der Bürgerinitiative (BI) sei die Mitgestaltung eines nachhaltigen, zukunftsfähigen Infrastruktur-Gesamtkonzeptes in der ganzen Region.

Bad Zwischenahn, so Tebje, solle für einen gut organisierten Personenschienenverkehr mit Halt im Bahnhof weiterhin attraktiv gehalten werden. Der stets noch zunehmende Güterverkehr müsse jedoch eine eigene Umgehungsstrecke erhalten, denn die vielen Güterzüge, die auch gefährliche Stoffe transportierten, seien eine Gefahr für den gesamten Kurort.

Mit einer Infrarot-Wildkamera hat Dr. Uwe Brinkhoff über sieben Tage die Anzahl der Züge ermittelt, die durch Bad Zwischenahn gefahren sind. Insgesamt passierten in dieser Zeit 534 Züge den Kurort, davon 76 Güterzüge. Gerade in der Nacht überwiege der lärmbelastete Güterverkehr.

Zwei kurzfristige Ziele der BI seien, die Züge zumindest in der Nacht langsam fahren zu lassen, und es sollten Lärmschutzwände in Achsenhöhe errichtet werden. Langfristig müsste für Gütertransporte eine separate Trasse geschaffen werden. Ein Projekt stellte dazu Dr. Horst-Herbert Witt mit seiner Vision „Große Hafenspange“ vor, die eine Entflechtung von Personen- und Güterverkehr vorsieht (die NWZ  berichtete). Mit dieser Güterverkehr-Trasse für die Küstenregion nördlich der Achse Groningen-Oldenburg-Bremen soll auch die Anbindung der Nordseehäfen und der Küstenregion an das Binnenland gesichert werden.

Mit ihren Forderungen setzt die BI auf die Unterstützung durch die Politik. Die Gemeinde, so Bürgermeister Dr. Arno Schilling, habe jedoch keine rechtlichen Möglichkeiten, gegen die Deutsche Bahn vorzugehen. Um künftig besser handeln zu können, wird die Bürgerinitiative demnächst in einen gemeinnützigen Verein umgewandelt.

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