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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Geschichte: Ein Elternhaus mit Arztzimmer

11.04.2013

Friedrichsfehn „Mit dem Aussehen einer heutigen Praxis hatte das Behandlungszimmer von Doktor Graubner nichts zu tun“, sagt Peter Mittwollen und schmunzelt. „Man muss sich einen ganz normalen Raum mit Tisch, Stühlen und Schrank vorstellen, eines unserer Zimmer eben mit unseren Möbeln, und dort behandelte er dann die Kranken. Ich erinnere mich noch, dass bei uns auf dem Flur einige Stühle standen und die Patienten dort warteten und meine Mutter für die Wartenden Tee kochte.“

Über 60 Jahre ist das her. Kurz sei sie zwar gewesen, die Tätigkeit von Moritz Graupner in Friedrichsfehn, aber für das kleine Dorf im Jahr 1950 durchaus etwas Besonderes: „Einen eigenen Arzt zu haben, das war damals bei weitem nicht selbstverständlich. Im übrigen können sich die wenigsten Friedrichsfehner an Dr. Graubner erinnern, viel bekannter ist da sein Nachfolger Dr. Jan Linnekuhl“, so Mittwollen.

1950 sei Dr. Behrens aus Ofen für die Friedrichsfehner Bevölkerung zuständig gewesen, Ärzte habe es zudem nur in größeren Orten wie Edewecht oder Oldenburg gegeben. Und dann sei Moritz Graubner gekommen.

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Im Jahr 1900 im estländischen Dorpat geboren, war der Mediziner, der sich 1934 als allgemein praktizierender Arzt in Gartz/Oder niedergelassen hat, nach einer abenteuerlichen Flucht 1945 im Ammerland gelandet. In Kleefeld habe er gewohnt, und „vom 1. März 1950 bis zum 26. Juli 1950 bei uns zu Hause praktiziert“, erinnert sich Mittwollen.

Die Familie Mittwollen lebte damals in einem Haus an der Dorfstraße 35 in Friedrichsfehn, das der Zimmermeister Johann Oeltjenbruns 1935 gebaut hatte. „Meine Familie gehörte zu den ersten Mietern des Hauses, das heute noch existiert. Wir hatten damals die Wohnung im Untergeschoss und ich war zwei Jahre alt, als wir dort hinzogen“, berichtet Mittwollen, der 30 Jahre dort lebte, und mit seiner Frau später am Fasanenweg baute. Damals hätten vor allem Höfe das Friedrichsfehner Ortsbild geprägt, viele neue Wohnhäuser habe es nicht gegeben, eines der wenigen sei das ihre gewesen.

Zu Dr. Graupner sei Peter Mittwollen als Patient nur einmal gegangen, „ich hatte eine Mandelentzündung“, erinnert sich der 77-Jährige. Früher habe man eher selten einen Arzt aufgesucht; vieles habe man mit Hausmitteln behandelt und erst wenn es nicht besser wurde, ging es zum Doktor.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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