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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Naturschutz: Ein liebevolles Zuhause für Wildtiere

20.04.2016

Loy „Da, eine Schwalbe“, ruft Helga Martens und weist mit dem Finger auf einen Teich, der sich hinter ihrem Wohnhaus erstreckt. Von ihrer Sitzbank aus – auf einem offenen Anhänger an dem Traktor ihres Mannes Willi – hat sie stets einen guten Blick auf das naturnahe Gebiet mit seinen unzähligen Tier- und Pflanzenarten. Und immer mit dabei ist Berner Sennenhund „Rocky“. 40 Hektar umfasst das Gelände, das von Helga und Willi Martens allein gepflegt wird, und den Namen „Arche Noah“ trägt.

Hasen, Rehe, Fasane, Blindschleichen und Kreuzottern – „Wir haben hier alles, was keine Ohrmarke braucht“, berichtet die Rentnerin. Seit 1908 ist der Hof des Ehepaares in Familienhand, wurde von Willis Großvater und Vater bewirtschaftet. „Und alle waren sie verrückt nach Kreuzottern“, verrät Helga Martens und lächelt. Um seine „Lieblinge“ kümmere sich Willi täglich mehrere Stunden. Schließlich seien Kreuzottern in freier Wildbahn selten – und Martens Hof ist einer der wenigen Plätze, an dem sich die Reptilien noch wohlfühlten. „Das Gelände muss von Herbst bis Frühling mit der Motorsense entbirkt werden, damit die Schlangen Sonne haben“, erklärt Willi Martens.

Trotz seiner 77 Jahre bewerkstelligt er sämtliche Arbeiten ganz allein. „Uns haben schon viele Leute ihre Hilfe angeboten“, erinnert sich Helga Martens. „Aber Willi will das nicht. Er möchte so arbeiten, wie er Lust dazu hat.“ Außerdem halte ihn die Arbeit auf dem Areal weiter fit.

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Seit 2002 bieten die beiden Naturfreunde auch Führungen an. „Mit Kindern ist das immer besonders schön“, schwärmt Helga Martens. „Sonst schauen sie nur auf ihre Handys. Hier kriechen sie in der Heide herum, um nach Tieren zu suchen.“ Und sogar Berühmtheiten waren schon zu Gast, zum Beispiel der ehemalige Astronaut Thomas Reiter mit seiner Familie.

Einen großen Teil der „Arche Noah“ hat Martens mittlerweile an den Naturschutzbund (Nabu) verpachtet. „Wir wollten, dass Willi weiterhin Chef hier ist und nicht, dass die Fläche landwirtschaftlich genutzt wird.“ Schließlich zerstöre die Gülle den Lebensraum vieler Tiere, die auf dem Hof ein Zuhause gefunden haben.

In Zusammenarbeit mit dem Nabu wurden in den letzten Jahren Teiche angelegt, die von dem Paar das ganze Jahr über liebevoll gepflegt werden. „Die Leute vom Nabu sind für die Theorie zuständig und ich für die Praxis, sage ich immer“, freut sich Martens. Tatsächlich hat sich der Rentner sein umfangreiches Wissen ausschließlich über die praktische Arbeit auf seinem Hof angeeignet. „Das ist nicht angelesen“, betont seine Ehefrau: „Das ist angeboren.“

Auf die „Saison“ der Arche Noah, die am kommenden Wochenende mit einer ersten Führung startet, müssen sich Helga und Willi Martens nicht speziell vorbereiten, sie sind bereits ein eingespieltes Team. „Die Führungen machen wir immer zusammen – einer läuft vorne, einer hinten“, erklärt das Paar. Zwei bis drei Stunden dauere es, die 40 Hektar zu Fuß – wie bei den Führungen üblich – zu umrunden. „Bei der tagtäglichen Arbeit ist es mit dem Traktor aber wesentlich angenehmer“, lacht Willi Martens.

Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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