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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Porträt: Eine Ein-Mann-Denkfabrik

23.07.2014

Edewecht /Oldenburg Was macht ein waschechter Ammerländer in London? Mit dem Fahrrad fahren, natürlich. „Jeden Tag von meiner Wohnung zur Arbeit. Mit dem Bus würde ich eine Stunde brauchen, mit der U-Bahn 40 Minuten. Mit dem Rad bin ich in 25 Minuten da“, sagt Markus Finke. Der Edewechter ist schon viel herumgekommen. Nicht nur mit dem Fahrrad.

An diesem Morgen sitzt er in seinem Elternhaus an dem langen Esstisch im Schachbrettmuster. Für ein paar Tage ist der schlanke 25-Jährige mit den gewellten Haaren nach Hause zurückgekehrt. Sein Beruf – und natürlich die Verbundenheit zu Mutter und Vater – hat das Einzelkind in die „alte“ Heimat geführt.

Im Hauptberuf ist Markus Finke beim Software-Riesen Adobe (bekannt unter anderem durch Photo­shop und Flashplayer) im digitalen Marketingbereich tätig. Nebenher betreibt er das Ein-Mann-Unternehmen Zense – spezialisiert auf die Vermittlung von Methoden zum Gehirn- und Gedächtnistraining. Dazu gibt der junge Mann am Donnerstag am Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg ein Seminar.

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Der Zufall brachte ihn zum sogenannten Mindmapping. Es war während der Endphase seines Betriebswirtschaftsstudiums. Seine Abschlussarbeit schrieb er im australischen Melbourne. Sein Banknachbar in der Uni: der australische Gedächtnis-Champion Tansel Ali. „Der lernte gerade die Gelben Seiten Sydneys auswendig. Ich fand das hochgradig spannend, und er hat mir etwas über die Techniken erzählt, wie er sich so viel merken kann.“

Nun vermittelt Finke selbst diese Techniken. Er erklärt seinen Zuhörern beispielsweise, wie man Texte schneller als gewöhnlich liest und den Inhalt auf das Wesentliche reduziert erfasst. „Dem Hirn müssen Anreize geboten werden, sich Dinge besser zu merken“, sagt der 25-Jährige. Bei jedem Menschen sähen diese Anreize anders aus. „Es ist spannend, die Wege dahin zu entwickeln.“

Vielfältig sind die Anreize, die Finke sich und seinem Gehirn bot und bietet. Zwölf Jahre lang spielte er Klavier. „Dazu ist jetzt keine Möglichkeit mehr.“ Noch als Schüler machte er den Flugschein. „Fürs Selberfliegen fehlt mir inzwischen die Zeit.“ Er studierte in Reutlingen, machte Praktika in Frankreich und Italien. Dann kam Australien, und nun ist es London. „Ich habe Europa vermisst.“

Unbedingt wollte Markus Finke in eine Großstadt ziehen. Warum gerade in die englische Metropole? „Ich war früher auf einem Internat in Canterbury. Es lag nahe, nach Großbritannien zu gehen.“ Er tat es ohne die Sicherheit einer festen Anstellung. „Meine jetzige Arbeitsstelle habe ich mir erst dort gesucht.“ Nicht ganz ein Jahr ist das her.

Er liebt die kulturelle Vielfalt, die London zu bieten hat. Die Galerien und Museen haben es ihm besonders angetan. „Ich fotografiere selbst leidenschaftlich gern – in Schwarzweiß. Und auch wenn sich das jetzt komisch anhört für einen Adobe-Mitarbeiter: Ich verzichte auf die Nachbearbeitung durch Photoshop.“

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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